Rapper released “Jesus lebt” Musikvideo am Ostermontag und bekennt öffentlich Farbe zu seinem Glauben. Wir haben nachgefragt, wie es dazu kam und was hinter dem Song steht.

Interview: Annalena Schuh

„Jesus lebt“, starkes Statement für einen Rapper. Wie kamst du auf die Idee, das Lied zu schreiben?

Wie die Mutter zum Kind. Früher hätt ich mich auch nicht getraut den Refrain so zu schreiben, aber es hat sich mehr so ergeben, und die Geschichte ist echt wichtig. Diese Technik, die ich bei „Jesus lebt“ anwende, hab ich schon mit dem „lost and found“- Song begonnen anzuwenden. Das heißt, wenn ein Beat einen Titel hat, in dem Fall war es der Beat der Lostheit, habe ich den gedreht, und zum Beat „lost and found“ gewandelt. Ein anderer Beat hat zB „talk with death“ geheißen, und ich hab „maran ata“, also „Unser Herr ist gekommen“ draus gemacht. Genauso hat dieser Beat, der die Basis für „Jesus lebt“ ist, Tod oder Zerstörer geheißen.

Und dann hast du auch diesen Beat gewandelt?

Genau, der Beat war geil, der hat mir gefallen und ich hab wieder die Challenge in Kauf genommen, den Beat zu bezwingen, sozusagen. Am Anfang bin ich aber wirklich massiv daran gescheitert. Deshalb hab ich mir den Pater Manuel zur Hilfe genommen und mit seiner Hilfe sozusagen die „böse Energie“ in etwas Gutes gewendet. Und da kam auch wie von selbst der Titel „Jesus lebt“. In den dunkelsten Stunden, und wenn etwas so dunkel ist hilft nur Jesus Christus, dieser Name allein hat so viel Kraft.

Wie siehst du dem Release entgegen?

Wie der Auferstehung: Ich bin froh, wenn‘s passiert ist. Dieser Song war irgendwie eine Selbstaufgabe. Ich wusste nicht, wie ich die Message inszenieren sollte: Zuerst hab ich’s humorvoll oder auf Basis meines Firmunterrichtswissens versucht. Letztendlich hab ich mich aberauf eine Reise durch das Wort Gottes begeben und mich gefragt, was es bedeutet, dass Jesus lebt. Ihn kennenzulernen, zu erlauben, mich von ihm lieben und erretten zu lassen; und das in einen Song zu packen.

Das ist ja ein großer Unterschied zum Rap prinzipiell, oder?

Wenn du dir Jahre lang sagst, ich bin der Boss und alles geht nach meinem Kopf, dann ist es heftig zu erkennen: Eigentlich bin ich schwach, ich schaff’s alleine nicht. Gerade als Rapper ist das ein Demutsmove und total konträr zu dem, was Rap ist.