Ariana Grande – 7 Rings

Alles kaufen zu können, was man auch will. Immer. Ohne Schulden zu machen, denn man hat ja das Geld. Und shoppen gehen macht einfach glücklich, das ist so. Leute die sagen, dass Geld die Probleme nicht löst, haben halt einfach nicht genug, um die Probleme mit Geld wirklich zu lösen. Oder?

Ariana Grande… Sie ist heute eine der beliebtesten Stars und gerade junge Mädchen lieben sie und hören all ihre Songs in Dauerschleife. Verständlich, denn ihre Musik ist wirklich gut, ihre Stimme wunderschön, sie selbst ist auch ein echter Hingucker und so wie sie sich ihren Fans zeigt, wirkt sie irrsinnig sympathisch und menschlich, was man zum Beispiel nach dem Terror-Anschlag auf ihrem Konzert in Manchester 2017 sehen konnte, da sie sich sehr tröstend um ihre Fans kümmerte, ihnen Mut zusprach und versuchte ihnen die Angst zu nehmen. Auch dass sie sich innerhalb von vier Jahren in ihrer Karriere ganz hochgearbeitet hat, ist für viele junge Menschen motivierend. Sie hat also wirklich eine große Vorbildfunktion.

Ich habe ihren neuesten Song, 7 Rings angehört und auch das dazugehörige Musikvideo angeschaut, weil er in den Charts ganz oben und überall zu hören ist. Um ehrlich zu sein finde ich weder den Inhalt, noch ihr Musikvideo gut. Warum?

Der Song startet mit der Melodie von „My favourite Things“ von The Sound of Music und Arianas Text dazu handelt von ihren „favourite luxuries“ die sie sich gönnt. Der Kontrast:

The Sound of Music:
Raindrops on roses
And whiskers on kittens
Bright copper kettles and warm woolen mittens
Brown paper packages tied up with strings
These are a few of my favorite Things

7 Rings:
Yeah, breakfast at Tiffany’s and bottles of bubbles
Girls with tattoos who like getting in trouble
Lashes and diamonds, ATM machines
Buy myself all of my favorite things (Yeah)

Ist das nicht der Traum aller Frauen auf der Welt? Grenzenlos viel Geld, um alles kaufen zu können was man will?
Naja, wahnsinnig glücklich schaut Ariana ja nicht unbedingt aus, obwohl sie alles bekommt, was sie will. „I see it, I like it, I want it, I got it.“ Allein nach diesem Part habe ich mir gedacht: Was ist das für eine Aussage?

Eigentlich will sie mit dem Song ihre Geschichte von ihrem Beziehungsaus mit ihrem Verlobten erzählen. Ein gebrochenes Herz, ein Treffen in Tiffany´s mit ihren Freundinnen und zu viel Champagner. Jeder der ein relativ normales Leben führt, kann schon diesen Punkt kaum nachvollziehen, denn wer trinkt unabsichtlich schon zu viel Champagner, beziehungsweise wer trinkt ihn überhaupt an einem ganz normalen Tag? Allein diese Aussage deutet auf ihr Übermaß an Reichtum hin. Schließlich kauft Ariana für alle einen Verlobungsring – 7 Ringe insgesamt, quasi wie ein Freundschaftsarmband nur etwas kostspieliger. Das Lied ist also eigentlich eine Ode an die Freundschaft mit ihren Girls.

Was man tatsächlich sehen und hören kann, ist eine voll dekadente Aussage mit einer, ja leider schaut sie meiner Meinung nach manchmal so aus, diamanten-übersäten pinken Prostituierten als Hauptdarstellerin. So ganz blicke ich durch Aris neue Single nicht durch, obwohl die eigentliche Bedeutung ja wirklich ganz lieb sein soll.

Ich glaube, dass 7 Rings deswegen so wahnsinnig beliebt ist, weil Ariana es ist, die es singt.

Inhaltlich hat der Song einfach keine gute Message, nicht einmal wenn man versucht zwischen den Zeilen zu lesen, denn Geld und endloses shoppen macht wirklich nicht glücklich und auch das Video sehe ich sehr kritisch, weil sie sich so preisgibt und wenn es nur für ihren Körper selbst respektlos wäre. Aber nachdem sie so ein Vorbild für viele ist, schadet sie damit nicht nur sich selbst. Denn gerade was Fashion anbelangt, kann man sie als christliches Mädchen wirklich nicht als Vorbild nehmen.

I want it, I got it, I want it, I got it
I want it, I got it, I want it, I got it
You like my hair? Gee, thanks, just bought it
I see it, I like it, I want it, I got it (Yeah)

Text: Resi schmalzbauer / Foto: Universal Music

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