In my feelings – Drake

Kiki, do you love me?
Der Song „In My Feelings“ von Drake ist auf den Billboard-Charts ganz oben und zu einem diesjährigen Sommerhit geworden. Und er verursacht Schlagzeigen. Warum?

Die Shiggy-Challenge. Begonnen durch einen Instagram-Post von Comedy-Star Shiggy der zu Drakes Song tanzt. Und so schaut die Challenge aus: Man steigt aus einem fahrenden Auto und tanzt zu „In my Feelings“ und das Auto fährt weiter. Auf dem Pannenstreifen der Autobahn, im Tütü als professionelle Ballett-Tänzerin, mit kleiner Blaskapelle, als Autolenker selbst oder mit einem Heiratsantrag als Abschluss– klingt nach Spaß, oder?

Der Reiz. Challenges können lustig sein und sobald es eine Challenge ist, gibt es genug Motivation diese durchzuziehen, denn der verletzte Stolz nagt an uns, wenn wir etwas nicht schaffen. Und das Ganze macht natürlich noch mehr Spaß, wenn viele Leute davon mitbekommen, wie beispielsweise auf Social Media Kanälen. In gewisser Weise ist es sogar gemeinschaftsfördernd, weil man mit vielen Leuten im selben Boot sitzt, etwas durchzieht und schafft. Oder failt. Und bei so einer Challenge kann failen gefährlich werden. Nur die größere Gefahr steckt hinter dem Schaffen. Warum? Weil ein Fail, ein Nicht-gelingen, ein Unglück abschreckt und andere daran hindert, den selben „Spaß“ zu probieren und ein Schaffen motiviert, noch etwas Größeres, Besseres, Gefährlicheres zu tun.

Gefahr. Wenn bei einer Challenge immer genau das Gleiche zu tun ist, aber trotzdem viel Spielraum zur eigenen Kreativität bleibt, dann kann das Ganze immer extremer, immer gefährlicher werden, weil Leute auffallen wollen. Die Shiggy – Challenge ist nicht einfach nur eine witzige Sache, wo man zu einem Radio- Hit dazu tanzt. Das Tanzen ist ja gar nicht das Problem, es wäre eine wirklich witzige Challenge und viele machen es ja auch nicht übertrieben gefährlich. Aber mittlerweile sind doch einige teilweise auch schwere Unfälle passiert. Und ja, natürlich kann alles gefährlich sein, sogar wenn du zuhause sitzt und nichts tust, könntest du sterben. Aber wenn du den Führerschein machst, lernst du sofort, dass Anschnallen Pflicht ist, weil es dein Leben retten kann, wenn du einen Unfall hast. Und dann soll man auf einmal aus einem fahrenden Auto aussteigen und wieder reinspringen? Oder vor dem fahrenden Auto herumtanzen? Oder überhaupt das Auto alleine fahren lassen und als Fahrer aussteigen und nett vor der Kamera tänzeln. Ein fahrendes Auto ist nicht unbedingt das beste Accessoire für eine Challenge, eher etwas daneben.

Wir wollen Challenges nicht verteufeln. Es gibt sehr oft wirklich witzige oder manchmal auch sinnvolle Challenges, die einem im Guten herausfordern und wachsen lassen. Aber es ist wichtig, dass man auf Gefahren achtet und nicht jedem Trend im Internet blind hinterherläuft.

Kiki, do you love me? Are you riding?
Say you’ll never ever leave from beside me
‚Cause I want ya, and I need ya
And I’m down for you always

Text: Resi Schmalzbauer / Fotos: Universal Music

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