Eleanor & Colette – wer sich hingibt, der empfängt

Eleanor leidet an paranoider Schizophrenie. Sie weiß, dass sie Medikamente braucht, um ihr Leben weiterhin führen zu können und sie kommt in psychiatrische Behandlung, merkt aber ziemlich schnell, dass ihr die Medikamente irrsinnig schaden und alles nur noch schlimmer machen. Doch alleine kann sie sich nicht gegen die Ärzte wehren. Nach einer wahren Begebenheit.

Mit: Helena Bonham Carter, Hilary Swank, Jeffrey Tambor
Laufzeit: 115 Minuten

Kinostart: 3. Mai 2018

Was Eleanor (Helena Bonham Carter) macht, um ihr Leiden zu stoppen? Sie holt sich eine Anwältin, Colette Hughes (Hilary Swank), die nicht nur Eleanor helfen, sondern allgemein für mehr Rechte der Patienten sorgen will.  Doch allein die Idee, ihren Fall vor Gericht zu bringen, scheint zuerst hoffnungslos. Auf der einen Seite sie, auf der anderen die Pharmaindustrie und hochrangige Ärzte. Dennoch schafft es der Fall schlussendlich bis zum Obersten Gerichtshof. Und in dieser schwierigen Zeit des Kampfes um Gerechtigkeit, die sich über Jahre hinweg zieht und an all ihren Kräften zerrt, werden Eleanor und Colette gute Freundinnen. Und mit der Zeit fangen sie an zu sehen, wie wichtig ihre Aufgabe ist.

In den 1980ern kämpften Eleanor Riese und Colette Hughes in Philadelphia für die Rechte von Psychiatriepatienten. Seit dem Fall von Eleanor ist es Patienten mit psychischen Störungen, die für sich selbst und andere keine Gefahr darstellen, möglich, an ihrer Behandlung mitzubestimmen und über antipsychotische Medikamente, die oft toxische, ja sogar tödliche Nebenwirkungen haben können, informiert zu werden.

Was in diesem Film auch sehr häufig vorkommt, das ist der Rosenkranz. Eleanor betet den Rosenkranz und knüpft auch selbst welche. Da sie unter Panikattacken leidet und irrsinnige Angst davor hat, zu sterben und nicht in den Himmel zu kommen, ist für sie der Rosenkranz und das Gebet etwas, woran sie sich festhält. In einem schwierigen Moment nimmt auch Colette, die der katholischen Kirche gegenüber eigentlich sehr distanziert ist, den Rosenkranz in die Hand und betet. Aus einem Interview mit der echten Colette Hughes erfährt man, dass damals Eleanors Glaube wirklich viel Kraft gegeben hat, weil sie einfach nicht aufgegeben hat.

„Herr, lass mich trachten, nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste; nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe; nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe. Denn wer sich hingibt, der empfängt“ Das Gebet des Heiligen Franziskus war eines der Lieblingsgebete von Eleanor, weil es ihr Lebensmotto war. Ihre Krankheit aufzuopfern und für andere etwas Gutes zu tun, der Welt etwas zu geben. Das war ihr größter Wunsch, und das ist auch der Kern der Geschichte, meinte der Drehbuchautor Mark Bruce Rosin.

Die erste Viertelstunde des Filmes ist vielleicht nichts für schwache Nerven, weil man hinter die Kulissen einer Psychiatrie vor 1980 sieht und die Bilder schon belastend und abschreckend sein können. Ab dann bleibt es aber bis zum Ende spannend, man kann die gute und sehr bewegende Story genießen, die Message auf sich einwirken lassen und vielleicht auch die ein oder andere Träne vergießen.

Text: Resi Schmalzbauer /Fotos: Constantin Film

YOU! Film-Bewertung:
(1 = Ziemlich cool, 5 = Ziemlich daneben)

Filmaussage……………………..1
Filmstory……………………………1
Filmumsetzung………………….2
Umgang mit Gewalt………….2
Umgang mit Sprache………….1
Umgang mit Sexualität………1

Insgesamt……………………1

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