Text: Annalena Schuh

Gebote beziehen sich immer auf das Herz. Vielleicht wirken sie auf den ersten Blick wie leere Regeln, aber wenn wir genau hinschauen, dann stellen sie die Frage: Wie steht‘s mit deinem Herzen? Wie steht‘s eigentlich mit deiner Beziehung zu Gott und deinen Mitmenschen?

Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

Bereits der große Autor Fjodor Dostojewski sagte, der Mensch könne nicht bestehen, ohne etwas anzubeten. Wir Menschen sind zur Anbetung geschaffen. Allerdings beten wir allzu schnell Idole an und verehren alles, nur nicht den wahren Gott. Wir suchen uns bewusst, oder unbewusst, „Gott-Ersätze“ wie Handy, Social-Media Status, Beziehungen und beten nicht zuletzt uns selbst an.
Kurz gesagt: Wenn wir etwas Gott vorziehen (meistens unsere eigenen Pläne) machen wir dies zum Götzen.
Wen oder was betest du an und woran hängst du dein Herz?

Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren.

Was bedeutet es den Namen Gottes nicht zu verunehren? Heißt es nicht blasphemische Ausdrücke zu verwenden, wie es heutzutage üblich ist? Sicherlich. Allerdings geht das Gebot noch tiefer. Den Namen Gottes zu verunehren kann genauso bedeuten ein fahrlässiges Leben unter dem Vorwand Christ zu sein zu führen. Das heißt: Ein schlechtes Zeugnis für unseren Gott zu sein, gibt ihm, seinem Namen, nicht wirklich Ehre.
Lebst du so, dass du dem Namen Gottes Ehre gibst?

Gedenke, dass du den Sabbat (Sonntag) heiligst.

Jesus Christus ist für uns am Kreuz gestorben, aber er bleibt nicht im Grab liegen, er hat den Tod besiegt. Am Sonntag feiern wir seine Auferstehung, den Sieg über den Tod. Wir wollen uns bewusst Zeit nehmen, um Ihm an diesem Tag zu begegnen.
Den Sonntag heiligen heißt auch bewusst die Arbeiten der Woche ruhen lassen, das Handy einmal wegzulegen und mit Gott ins Gespräch zu kommen.
Wie beginnst du deine Woche? Bewusst mit Gott oder verloren zwischen To-do-Listen, lernen und Netflix schauen?

Du sollst Vater und Mutter ehren.

Familie kann man sich nicht aussuchen, und oft fühlt es sich an als wäre die Familie einem am Fernsten. Ehren ist da ein großes Wort. Hier steht nicht, du sollst dich mit deiner Familie perfekt verstehen und keine Probleme haben. Nein, hier steht du sollst deine Eltern ehren, und das kann so einfach aussehen wie ihnen mit Respekt und Höflichkeit zu begegnen.
Wenn du es nicht schaffst ihnen so zu begegnen, dann nimm dir im Gebet Zeit für sie. Für jemanden zu beten ist auch ein Ausdruck der Wertschätzung.
Betest du für deine Familie?

Du sollst nicht morden.

Morden nimmt einem Geschöpf den Gott gegebenen Atem. Mord ermächtigt sich und spielt Gott, indem der Mörder so tut als könne er über Leben und Tod bestimmen.
Töten können wir allerdings nicht nur mit unseren Händen, sondern auch mit unseren Worten und Gedanken. Andere als „dumm“ abzustempeln, nur weil sie nicht unsere Meinung teilen oder Menschen zu canceln, sogar mundtot zu machen gehört genauso dazu.
Wie aufrichtig ist deine Barmherzigkeit anderen gegenüber?

Willst du mehr über die Zehn Gebote lernen? Schau dir auch diesen Artikel an https://www.youmagazin.com/study-of-the-ten-commandments/