Traumfabrik – Wo Träume wahr werden

Du triffst die Liebe deines Lebens. Am Tag darauf werdet ihr durch unüberwindbare, politische Probleme getrennt. Scheinbar für immer. Was tust du? Gibst du auf? Versuchst du das Unmögliche möglich zu machen? Vor einer solchen Entscheidung steht Emil nämlich plötzlich.

Mit: Emilia Schüle, Dennis Mojen, Ken Duken, Heiner Lauterbach
Laufzeit: 125 Minuten
Filmstart: 4. Juli 2019

Es ist der Sommer im Jahr 1961 in Berlin. Das DEFA-Filmstudio in Babelsberg befindet sich gerade in Aufbruchstimmung. Emil Hellwerk (Dennis Mojen) wurde gerade aus der NVA, der Nationalen Volksarmee der DDR entlassen. Ohne wirklich ein Ziel vor Augen zu haben, nimmt er einen Job als Kleindarsteller in den Studios an. Den hatte ihm sein Bruder Alex (Ken Duken) besorgt, der selbst als Stuckateur dort arbeitet. Doch alles ändert sich schlagartig für Emil, als er Milou (Emilia Schüle) zum ersten Mal sieht.
Sie arbeitet als Tanzdouble für die große französische Schauspielerin Beatrice Morée (Ellenie Salvo Gonzáles). Doch durch das ganze Chaos, das Emil daraufhin am Set des Films anrichtet, wird er aus dem Studio geschmissen. Trotz einiger Anlaufschwierigkeiten schafft es Emil Milou bei einem improvisierten Abendessen näherzukommen. Doch auch wenn sie sich auf anhieb gut verstehen gibt es da ein Problem: Die Dreharbeiten enden am nächsten Tag und somit wird auch Milou mit Beatrice wieder nach Paris zurückreisen. Emil lädt Milou dennoch zu einer Überraschung am letzten Morgen ein. Sie verspricht zu kommen – peut-être (vielleicht).

Milou (Emilia Schüle) und Emil (Dennis Mojen) kommen sich näher.

Hindernisse

Doch der nächste Tag verändert das Leben in Berlin und ganz Deutschland komplett: Es ist der 13. August 1961. Der Tag, an dem in Berlin die Mauer errichtet wird, zwischen Ost und West. Für Milou ist kein Durchkommen von ihrem Hotel in Westberlin möglich, die Filmstudios liegen im Osten. Emil und sie können sich nicht wiedersehen. In all dem Trubel in den Tagen nach dem Mauerbau nutzt Emil seine Chance und ergattert unter falschem Namen einen Posten als Produktionsleiter in den DEFA-Studios. Und ihm kommt die zündende Idee, wie er „seine“ Milou wiedersehen könnte. Er sucht sich Verbündete in den Studios, um hinter dem Rücken von Generaldirektor Beck (Heiner Lauterbach) einen Film zu produzieren, dem Beatrice nicht widerstehen kann. Kommt sie zurück, kommt auch Milou wieder! Beatrice akzeptiert die Hauptrolle in „Kleopatra“ wirklich.

Milou kommt nicht mehr über die Grenze.

Wie die Zeit vergeht…

Doch bis es tatsächlich so weit ist, dass die erste Klappe für den Film fallen kann, vergeht ein ganzes Jahr. Milou kommt gemeinsam mit Beatrice wieder nach Berlin. Und mit ihr auch der Schauspieler Omar (Nikolai Kinski). Milous Verlobter. Natürlich ist Emil am Boden zerstört. War alles umsonst? Vor allem wird sein gesamtes Projekt auch von Beck sabotiert, so gut es geht. Emil darf nicht versagen, nicht vor der gesamten kommunistischen Partei, die diesen Film schon als neues Prestigeprojekt der DDR betrachtet. Aber Emil gibt trotzdem nicht auf! Denn er will Milou zumindest ihren größten Traum verwirklichen: ein großer Tanzauftritt im Film. Für den arbeitet sie schon ihr ganzes Leben lang, wenn er auch noch immer unerfüllt ist. „Ich frag mich, was schlimmer ist: Ein unerfüllter Traum oder gar keinen Traum zu haben.“ Das hält Milou Emil vors Gesicht. Doch sie irrt sich: Auch Emil hat mittlerweile einen Traum. Und der heißt Milou.

Emil wird zum Filmemacher.

Von großen Träumen

„Traumfabrik“ wirft einen humorvollen Blick hinter die Kulissen der Filmindustrie in Deutschland zu einer Zeit in der Menschen alles andere als frei waren. Emil nimmt sich mutig seine Freiheiten heraus, was zu einigen Problemen führt. Er kann dabei sogar im Gefängnis landen. Und trotzdem wagt er es! Weil er einen Traum hat, einen sehr großen. Für ihn steht schließlich von Anfang an fest, dass er Milou wiedersehen will. Wiedersehen muss. Sie ist die Liebe seines Lebens. Doch es läuft halt nicht immer alles so, wie er es geplant hat. Dennoch kämpft er für seinen Traum und arbeitet hart an seiner Erfüllung. Wie er zu Milou sagt: „Liebe und Träume – das sind die wichtigsten Dinge im Leben.“ Daran hält er fest, auch wenn noch so viel dagegenspricht. Dabei kann Emil ein großes Vorbild für uns sein. Denn wir dürfen, ja sollen sogar Träume in unseren Leben haben. Und wir sollen groß träumen! Aber ohne unser Zutun geht nun halt doch nicht alles. Man kann zwar für die Erfüllung seiner Träume beten, trotzdem muss man auch selbst „mitanpacken“, mitarbeiten, dass Träume Wirklichkeit werden. Dann können ganz große Dinge entstehen!


Text: Ines Breiner / Beitragsbild: Tobis Film-Jens Koch / Fotos: Tobis Film

YOU! Film-Bewertung:
(1 = Ziemlich cool, 5 = Ziemlich daneben)

Filmaussage……………………..1
Filmstory……………………………1
Filmumsetzung………………….1
Umgang mit Gewalt………….2
Umgang mit Sprache………….1
Umgang mit Sexualität………2

Insgesamt……………………1

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