Billie Eilish – Bad Guy

I´m the baaaad guy – du du dududududu, du du dududududu, … Wer hat diesen Song noch nicht irgendwo im Radio gehört und sich gemerkt? Definitiv Wiedererkennungswert, aber auch ein biiiiisschen creepy. Ganz Billie Eilish eben.

Berühmt über Nacht? Was macht dieses 17 Jährige Mädchen, das ihren ersten Song Ocean Eyes mit 14 auf SoundCloud veröffentlichte und damit quasi über Nacht berühmt wurde? Ihr neuestes Album „When we all fall asleep, where do we go?“ ist in Deutschland das meist gestreamte Album und somit wurde Ariana Grandes Rekord gebrochen. Angeblich wird sie sogar die ganze Pop-Musik verändern und wird von der Vogue als „Pop’s next It-Girl“ bezeichnet. Auch beim Frequency 2019 wird sie einen Auftritt haben und die Fans so richtig einheizen – oder eher – ihnen einen Schauer über den Rücken jagen?

Verstörend. Ich werde aus diesem Mädchen nicht schlau. Zahlreiche Interviews mit ihr und sie kichert fast in einem durch, ist wirklich interessant, hat ein sehr schönen Gesicht, wirkt nett und einfühlsam. Ihre Musik: einprägsam. Anders. Ihre Stimme – super! Rein von der Musik her auf jeden Fall zum Anhören. Und dann ihre Musikvideos – gruslig und verstörend ohne Ende. Jedes Video wie ein Horrorfilm. Oder wie in einer Psychiatrie. Oder beides. Videos, die man sich alleine am Abend zu Hause nicht unbedingt anschauen muss.

Spiel mit der Angst
Genau das, was Billie Eilish im echten Leben Angst macht, kann man in ihrem Videos sehen. Spritzen, echte Vogelspinnen, die sie sogar in ihren Mund krabbeln lässt. Der Grund? Billie liebt das Gefühl auszuflippen. Und sie liebt Schmerzen. Sie mochte Schmerzen immer schon. Und sie hasst es auf Fotos zu lächeln. Sympathisch? Hm…

Weltberühmt unglücklich.  Ein junges hübsches Mädchen mit perfekter Haut, coolen grau gefärbten Haaren und mit einem süßen Grinser. Und dann: Ein erschöpftes Gesicht, gekennzeichnet von viel Stress, innerlich zerbrochen und verbraucht. Beides ist Billie Eilish. Einmal 15 und einmal 16 Jahre alt. „Ich bin irgendwie eifersüchtig auf die Billie vor einem Jahr.“ Fast wie ein vorher nachher Bild wirkt es und doch ist es nur das gleiche Interview mit einem Jahr Abstand. Deutlich berühmter wurde Billie in diesem einen Jahr auf jeden Fall. Aber auch deutlich unglücklicher. Ein weiterer Satz von ihr: „Wir sind alle traurig. Jeden Musiker den ich kenne, wir sind alle traurige motherf**ers.“ Und Billie kennt viele Stars. Das macht einen echt nachdenklich. Und doch bestätigt sich nur, was wir alle schon wissen- Erfolg macht nicht glücklich. Man bekommt bei diesem Video echt ein bisschen Mitleid mit Billie und würde sie irgendwie gerne retten.

Ein paar Gedanken… Alles in allem macht Billie eine Musik, die wirklich im Ohr bleibt und überall zu hören ist. Manchmal hat man sogar das Gefühl sie verfolgt einen. Wenn man die Musikvideos dazu wegdenken könnte, wäre ihrer Musik echt nichts auszusetzen, ein bisschen depressiv vielleicht. Aber nachdem Billie Eilish nicht von ihren selbst durchdachten und genau bis ins kleinste Detail überlegten Musikvideos wegzudenken ist, kann ich sie wirklich nicht empfehlen, da alles sehr, sehr dunkel und gruslig ist. Musik ist dazu da, um einen aufzubauen, positiv zu beeinflussen. Oder wie beim Worship Gott zu verherrlichen. Und dadurch stärkt einen die Musik. Natürlich darfs auch manchmal traurige Musik sein und man darf seinen Gefühle mal mit bestimmter Musik freien Lauf lassen. Bei Billie Eilish aber wird das Böse so stark verherrlicht, das Gruslige, das Schmerzende, manchmal auch das Dämonische. Und das tut einem absolut nicht gut.

Text: Resi Schmalzbauer / Beitragsbild: Universal Music

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