The Sun Is Also A Star

In Anbetracht des Universums ist unser Leben auf der Erde wie ein einziger Tag. Und genau so viel Zeit hat Daniel, um Natasha von der Liebe zu überzeugen. Wissenschaftlich ist die Liebe nicht zu messen, aber kann sie trotzdem existieren? Und was ist mit Schicksal und Bestimmung? Kann es den Einen unter Achtmillionen geben?

Mit: Yara Shahidi, Charles Melton u.a.
Laufzeit: 100 Minuten
Filmstart: 16. Mai

New York City – eine Stadt voller Leben, Individualität und Verschiedenartigkeit. Dort wohnt Natasha seit neun Jahren und sie nennt es stolz ihr Zuhause. Doch nun soll ihre Familie das Land verlassen und zurück nach Jamaica gehen. Morgen ist es so weit. Das kann sie nicht zulassen. Auch Daniels Eltern kommen nicht aus den USA und sind in ihrer südkoreanischen Kultur verwurzelt. Nach dieser soll Daniel Arzt werden und seinen Traum vom Dichten aufgeben. Zwei Teenager, deren Leben von Kultur und Staat gesteuert scheint. Und dann sind da noch die scheinbar zufälligen Momente, die von Anfang an die Geschichte des Films steuern.

„Wünsch mir Glück!“ – „Für das Vorstellungsgespräch oder das Mädchen?“

Deus Ex Machina

Eine Notiz, ein Blick oder eine Durchsage in der U-Bahn – für Daniel ist schnell klar, das sind alles Indizien für den Beweis des Schicksals. Natasha sieht das anders. Naturwissenschaften und die Sterne sind das, was sie für wahr hält. In ihrer aktuellen Situation kann sie sowieso nicht mehr an etwas Übernatürliches wie die Liebe glauben. Und doch findet sie schnell Gefallen an dem Jungen, der sie zu einem Deal überredet: Er hat eine Stunde Zeit, um sie dazu zu bringen, sich in ihn zu verlieben. Klingt nach einer typischen Liebesgeschichte, die mit dem Glauben an ein vorherbestimmtes Schicksal spielt. Doch das Ganze ist eingewoben in kulturelle Konflikte und die Suche nach der eigenen Identität und spricht von den inneren und äußeren Kämpfen, die dabei ausgetragen werden müssen.

Wenn Kulturen aufeinander treffen…kurzer Besuch bei Daniels Familie

„Der X-Faktor“

Der Film basiert auf dem gleichnamigen „New York Times“-Bestseller von Nicola Yoon, die viele eigene Erlebnisse in die Geschichte eingebaut hat. Die gute Auswahl der Musik und die Authentizität der Drehorte in der Großstadt ergänzen die Schauspielkunst und lassen den Zuschauer 100 Minuten lang eintauchen in einen Tag von zwei Teenagern auf der Suche nach Mehr – und der Sonne. Wenn man sich darauf einlässt, dass zufällige Situationen das große Ganze bestimmen, wird das Kinoerlebnis zu einer berührenden Erfahrung, die vielleicht auch ein Stück im eigenen Alltag nachhallt.

Schicksal, Liebe und die Sonne

Gott und das Schicksal

Bei all der Auseinandersetzung mit Schicksal und Bestimmung kommt natürlich auch die Frage auf, ob Gott dabei einen Platz hat. Wie gut zu wissen, dass unser Gott groß ist. Er hat die Welt auf faszinierende Weise geschaffen und er hat gute Gedanken über dich und deine Zukunft. Trotzdem dürfen wir auch im Alltag unsere Augen offen halten für all die wunderbaren Momente und scheinbaren Zufälle, die Gott uns jeden Tag neu schenken möchte. Und manchmal wirken diese eben ein bisschen zu unglaublich.

Text: Nadja Schäble / Fotos: Warner Bros.

YOU! Film-Bewertung:
(1 = Ziemlich cool, 5 = Ziemlich daneben)

Filmaussage……………………..2
Filmstory…………………………2
Filmumsetzung…………………1
Umgang mit Gewalt……………2
Umgang mit Sprache………….1
Umgang mit Sexualität……….2

Insgesamt………………………..2

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