Avengers: Endgame

Das Warten hat ein Ende! Das Endspiel wird angepfiffen. Ganze drei Stunden dauert die Achterbahnfahrt der Gefühle – nicht nur für die Charaktere. Neben einigen herzhaften Lachern und immer wieder mal einem (oder zwei) feuchten Augen, führt das MCU durch die eigene Erfolgsgeschichte, die schon über 10 Jahre anhält.

Mit: Robert Downey Jr., Chris Evans, Scarlett Johansson, Chris Hemsworth, Mark Ruffalo, Karen Gillan, Paul Rudd, Jeremy Renner, Brie Larson uvm.
Laufzeit: 182 Minuten
Filmstart: 24. April 2019

#DontSpoilTheEndgame Darum bittet das Erfolgs-Regisseursduo Joe und Anthony Russo. In diesem Sinne hoffe ich, nicht allzu viele Plot-Details zu verraten. Aber ganz ohne etwas über den Film zu verraten, geht eine Filmkritik nun mal leider nicht. Also – an alle Superfans: Einfach nicht weiterlesen, wenn ihr ganz spoilerfrei ins Kino gehen wollt. So viel sei euch auf jeden Fall gesagt: es wird eine emotionale Berg- und Talfahrt werden, also am besten Taschentücher mitbringen, zurücklehnen und genießen. Viel Spaß dabei! Für alle anderen, here we go…

Tony Stark ist immer noch im All gefangen.

Was bleibt?

Wir erinnern uns: In „Avengers: Infinity War“ gelang Thanos (Josh Brolin) schlussendlich doch noch, was er vorhatte. Er ließ die Hälfte der gesamten Universums-Bevölkerung sich sprichwörtlich in Luft auflösen. Dabei mussten auch viele der Marvel-Superhelden dran glauben. Die wenigen Hinterbliebenen, die sogenannten „founding 6“ und ein paar weitere, müssen jetzt damit klarkommen. Iron Man/Tony Stark (Robert Downey Jr.), Captain America (Chris Evans), Hulk/Bruce Banner (Mark Ruffalo), Black Widow (Scarlett Johansson), Hawkeye (Jeremy Renner) und Thor (Chris Hemsworth). Jeder auf seine Art, doch alle sind sie gebrochen. Mehr denn je.

Jeder einzelne hat jemanden verloren.

Und auch Captain Marvel (Brie Larson) scheint nicht die erhoffte Rettung zu bringen. Fünf Jahre später versucht jeder von ihnen, irgendwie mit dem Leben weiterzumachen. Alle Hoffnung scheint verloren. Manche probieren, das Vergangene aus den eigenen Gedanken zu verbannen. Andere versuchen nach wie vor, Rächer zu sein und einen Weg zur Rettung der Kameraden zu finden. Sie ertränken ihren Kummer in Alkohol, gründen Selbsthilfegruppen, ziehen sich in ein kleines Haus am Land zurück oder hängen sich noch mehr in die Arbeit.

Wird Captain Marvel zur erhofften Rettung?

Die Zeit zurückdrehen?

Plötzlich erscheint ein alter Bekannter wieder auf der Bildfläche: Scott Lang aka Ant-Man (Paul Rudd). Auch er war einer der Verschwundenen. Und er bringt eine Idee mit sich. Eine Idee, um vielleicht doch noch als Sieger aus diesem Krieg hervorzugehen. Um die Zeit quasi zurückzudrehen, oder besser gesagt, eine Zeitreise zu machen, eine „Timer Heist“ zu begehen. Auch wenn zuerst niemand daran glaubt. Tony Stark ist sogar richtig zornig über den Vorschlag. Denn was müsste er jetzt opfern, nach der ganzen Zeit, wenn sie es noch einmal versuchen würden, Thanos zu besiegen? Hätten sie nicht alle schon genug verloren?

Ant-Man lebt!

Doch selbst er, quasi der Begründer der Avengers (Iron Man war der erste Film im MCU) kann sich nicht völlig von seinem früheren Leben abwenden. Schließlich ist er doch immer noch mehr als einfach nur ein Familienmensch. Außerdem lastet noch immer ein großer Verlust auf ihm: Der Tod Spidermans/Peter Parkers (Tom Holland) nimmt ihn noch immer mit. Und was, wenn diese Idee nicht einfach nur Wunschdenken ist, sondern wirklich funktionieren könnte? Nicht nur eine Filmreferenz ist?

Captain America und die anderen ziehen erneut in den Kampf.

10 Jahre MCU

In „Avengers: Endgame“ findet eine Geschichte, die sich in über 10 Jahren und 21 Filmen aufgebaut hat, ihren Abschluss. Wieder einmal versteht es Marvel, noch eins draufzusetzen. Von Zeitreisen zu früheren Filmen und Superhelden-Ichs, zu Popkultur-Referenzen, großem persönlichen und allgemeinen Drama und gewohnt-amüsanten Quotes ist alles dabei. Vor allem eingefleischte Marvel-Fans werden einen (hoffentlich) zufriedenstellenden Abschluss sehen. Neben großen (Abschieds-)Gefühlen lässt einen „Endgame“ noch einmal durch die Vorgängerfilme reisen. Es ist eine Feier des Erfolgs vom MCU und ein würdiges Ende. Was nicht heißt, dass es das MCU in Zukunft gar nicht mehr geben wird. Nur einfach nicht mehr in der Form, wie wir es in den letzten Jahren kennengelernt haben. Und vielleicht ist das auch ganz gut so. Die Zeit für Neues ist gekommen. Neue Helden, neue Geschichten. Davor dürfen wir alle noch einmal ein Filmerlebnis der Extraklasse miterleben. Wir dürfen mitfiebern, lachen, weinen und einfach begeistert und dankbar sein darüber, zu welchen kreativen Höchstleistungen wir Menschen doch fähig sind.

„Wir schulden es jedem, der nicht hier im Raum ist, es zu versuchen.“

Ganz nebenbei passt ein zentrales Thema in „Endgame“ auch perfekt zu der Zeit, in der wir Christen uns gerade befinden: Ostern. Da geht es um die Auferstehung. Und ums Opfer Bringen. Denn am Ende werden wir alle gerettet, durch die Auferstehung Jesus Christi von den Toten. Das glauben wir. Das Opfer eines Einzigen wird zum Heil der ganzen Welt. Ohne weitere Spoiler zu verraten, kann doch gesagt werden, dass das am Ende auch im Film ziemlich wichtig sein wird. Wer zum Schluss aber wirklich endgültig sein Leben geben muss, müsst ihr schon selbst herausfinden. Viel Spaß dabei!

Text: Ines Breiner / Fotos: Walt Disney/Marvel Studios

YOU! Film-Bewertung:
(1 = Ziemlich cool, 5 = Ziemlich daneben)

Filmaussage……………………..2
Filmstory……………………………1
Filmumsetzung………………….1
Umgang mit Gewalt………….3
Umgang mit Sprache………….1
Umgang mit Sexualität………1

Insgesamt……………………1

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