Die Goldfische – Der erste Eindruck kann täuschen

Wie schmuggelt man Schwarzgeld am besten über die Grenze? Richtig! Mit einer Gruppe von Menschen, denen niemand ein Verbrechen zutrauen würde. Doch der erste Eindruck kann täuschen..

Mit: Tom Schilling, Jella Haase, Axel Stein
Laufzeit:109 Minuten
Filmstart: 22. März

Von einem Moment zum anderen kann sich das komplette Leben ändern

Oliver (Tom Schilling) ist ein vielbeschäftigter, aufstrebender Portfolio-Manager. In der ersten Szene steht er gestresst mit seinem Luxuswagen im Stau, das Handy am Ohr und sieht nur einen Ausweg, um noch rechtzeitig zu einem wichtigen Termin zu kommen: Er muss auf der Gegenfahrbahn an der riesigen Staumenge entlang. Gehetzt rast er an den stehenden Autos vorbei, überschlägt sich und landet im Krankenhaus. Von diesem Moment an ist er querschnittsgelähmt und kann seine Beine nicht mehr bewegen.

Oliver lernt „Die Goldfische“ kennen

Das Einzige, was Oliver daran hindert seinen Geschäften weiterhin nachzugehen, ist nicht der Aufenthalt im Reha-Zentrum, sondern der schlechte WLAN-Empfang. Auf der Suche nach einer besseren Verbindung trifft er auf „Die Goldfische“, eine Wohngruppe von vier Menschen mit Behinderung. Franzi (Luisa Wöllisch) hat Downsyndrom, Magda (Birgit Minichmayr) ist seit einigen Jahren blind und „Raiman“ (Axel Stein) und „Michi (Jan Henrik Stahlberg) leiden unter Autismus. Die Gruppe wird von der engagierten Sonderpädagogik-Studentin Laura (Jella Haase) und dem jobhassenden Pfleger Eddy (Kida Khodr Ramadan) betreut. Beim Einkaufen im Supermarkt bemerkt Oliver, wie sich die blinde Magda am Alkohol bedient und ihn in ihrer Tasche verschwinden lässt. Sie läuft ohne zu zahlen an der Kasse vorbei, wobei ihr sogar noch Hilfe angeboten wird. Als Oliver Magda fragt, ob sie das öfter so mache, meint sie nur, dass es auch Vorteile habe, blind zu sein.

„Die Goldfische“ bei der Kamel-Therapie

Oliver bekommt einen Anruf von seiner Bank in Zürich, dass er verdächtigt wird, Schwarzgeld zu besitzen. Er muss das Geld verschwinden lassen und über die deutsch-schweizerische Grenze schmuggeln. „Keiner kontrolliert einen Bus voller Behinderter“ sagt er sich und plant eine Reise mit der Wohngruppe zu einer Kamel-Therapie in die Schweiz. So kann er unbemerkt mit Eddy nach Zürich fahren und das Bankfach leeren. Eddy flüchtet mit seinem Anteil und lässt Oliver im Stich. Um wenigstens das restliche Geld über die Grenze zu bekommen, werden „Die Goldfische“ involviert. So beginnt die Reise.

Lass dich nicht vom ersten Eindruck täuschen

Wider Erwarten stellt sich die Gruppe als knallharter Geschäftspartner heraus und Franzi darf sich in einer Boutique das verlangte Glamour-Outfit aussuchen. Beim Kauf wird das Geld sicherheitshalber bei Michi versteckt. „Raiman“ wird als Fahrer eingesetzt und schafft es, so lange zu fahren, bis er einen Anfall bekommt und den Bus mitten ins Feld lenkt. Deswegen übernimmt die blinde Magda das Lenkrad. Trotz rasantem Fahrstil kommen sie mit dem demolierten Auto bis zur Grenze, an der sie von den misstrauischen Grenzkontrolleuren angehalten werden. Kurz bevor die Situation zu eskalieren droht, kommt Laura angerannt, die in Zürich zurückgelassen wurde und mit dem Taxi auf dem Weg nach Hause war. Nachdem sie die Situation an der Grenze retten konnte, fahren sie weiter. Unterwegs fällt ihnen auf, dass Michi nicht mehr im Auto sitzt. Panik breitet sich aus…

Laura rettet die Situation

Der Film macht deutlich, welchen Herausforderungen Menschen mit Behinderung ausgesetzt sind. Das betrifft sowohl die finanzielle als auch die soziale Lage. Denn oft wird bei Menschen mit Behinderung nicht der Mensch gesehen, sondern die Beeinträchtigung. Zwar verschafft es ihnen in diesem Fall immer wieder Vorteile, aber generell nehmen Menschen mit Behinderung immer noch eine Randstellung in unserer Gesellschaft ein. Auch in ihnen steckt noch so viel mehr, als der erste Blick erkennen lässt.

 


Text: Lena Will / Fotos: Sony Pictures

YOU! Film-Bewertung:
(1 = Ziemlich cool, 5 = Ziemlich daneben)

Filmaussage……………………..1
Filmstory……………………………2
Filmumsetzung………………….2
Umgang mit Gewalt………….2
Umgang mit Sprache………….3
Umgang mit Sexualität………1

Insgesamt……………………2-3

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