Trendsport Klettern: wo willst du hinauf?

Tritt für Tritt. Atemzug für Atemzug. Griff für Griff. Immer näher und näher. Du willst nach oben. Und dann irgendwann, der letzte Zug, der letzte Kraftaufwand, und du bist angekommen. Am Ziel. Kennst du das? Bist du schon mal geklettert? Freiluft oder Kletterhalle, oben anzukommen, das ist das Ziel.

Mit dem Klettersteig im Yosemite Valley anzufangen, ist wahrscheinlich unmöglich. Auch die Eiger-Nordwand in den Alpen mit Klemmkeile und Haken bezwingen zu wollen, ist als Normalmensch wohl keine gute Idee. Aber keine Panik, man muss nicht Profi sein, oder rein aus Muskeln bestehen, nicht jeden Tag Liegestütz und Klimmzüge machen, um klettern zu können. Arme und Beine, Füße und Hände, Hirn und Motivation reichen vorerst aus, um die Kletterwand einer Kletterhalle hochzukommen.

Bekannt, beliebt, berühmt ist mittlerweile auch das Bouldern. Weniger anstrengend ist es sicherlich nicht, ganz im Gegenteil, der Kraftaufwand kann manchmal sogar noch größer sein. Hier gibt es keine Sicherung durch Gurt und Seil, weil man sich immer in Absprunghöhe befindet. Gebouldert wird in der Halle wie auch im Freiland an Felsblöcken.

Technik, Taktik und Tipps

Beim Klettern geht’s ganz viel um Technik und erst in zweiter Linie um Kraft. Natürlich, ein paar Muskeln sind schon notwendig, und vor allem am Anfang kann es sein, dass man bereits nach zehn Minuten k.o. ist, weil ungewohnte Muskelgruppen in Fingern und Unterarmen beansprucht werden.

Hier ein paar Tipps:

  • Erst denken, dann klettern! Wenn man sich die nächste Aktion gut überlegt, erspart man sich sinnloses Herumtasten und viel Energie!
  • Für Anfänger ist es sinnvoll, die 3-Punkte-Regel einzuhalten. 3 der vier 4 Gliedmaßen sollten immer im Kontakt mit der Wand sein.
  • Den Beinen müssen wir beim Klettern besondere Aufmerksamkeit widmen, da wir es viel gewohnter sind, mit den Händen nach Sachen zu greifen, als die Füße einzusetzen. Die größere Kraft in den Beinen gilt es aber gut auszunutzen.
  • Schon bevor man eine Bewegung beginnt, sollte man die zu bewegende Hand bzw. den zu bewegenden Fuß nicht mehr belasten, also den Schwerpunkt so umlagern, dass man auch kurz in Ruhe nur mit den drei restlichen Gliedmaßen sicheren Halt hat.
  • Entscheidend ist, den Körperschwerpunkt in die richtige Position zu bringen, das heißt, die Hüfte, möglichst nahe an der Wand oder im Überhang möglichst unter der Griffhand.
  • Wichtig ist auch, dass man nicht zu hoch greift oder tritt, denn lange Züge sind belastend. Kurze Züge hingegen ermüden weniger und sind für den Körper angenehmer.

 

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