Resident Evil: Retribution

© 2012 Constantin Film Verleih GmbH

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Neue Zombiearten, spannende Verwicklungen bei der Verschwörungsgeschichte, bahnbrechende neue Effekte durch 3D-Technik…? All das, was man sich von der „Resident Evil“-Reihe (Filmadaption der Videospiele) versprochen hatte, blieb leider aus. „Resident Evil: Retribution“ ist der fünfte Teil der Serie. Hauptcharakter bleibt Alice (Milla Jovovich). Resident Evil Fans werden sich auch über ein Wiedersehen mit Jill Valentine, Ada Wong und Leon Kennedy freuen. Dass die alten Charaktere wieder auftauchen, ist zwar schön – leider bleibt aber auch alles andere beim Alten…

Die Story spinnt die Ereignisse des Vorgängerfilms „Resident Evil: Afterlife“ weiter. Nahtlos knüpft das Ende von „Afterlife“ an den Anfang von „Retribution“ an: Die Geschichte von Alice‘ scheinbar nie endendem Kampf gegen die „Umbrella-Cooperation“ geht in die nächste Etappe. Die Umbrella-Cooperation ist ein fiktiver internationaler Konzern, spezialisiert auf die Herstellung von Biowaffen. Durch einen Unfall tritt einer der Viren, der „T-Virus“, aus und verwandelt alle Menschen auf dem Planeten (mit wenigen Ausnahmen) in Zombies. Alice setzt sich zum Ziel, die Umbrella-Cooperation zu vernichten, dafür muss sie den alles dominierenden Computer „Red Queen“ unschädlich machen. Alte und neue Freunde kommen ihr dabei zu Hilfe.

Die Reihe setzte sich bisher von „normalen“ Zombiestreifen ab, indem sie sich kreativ mit dem „Zombie“-Mythos auseinandersetzte, nunmehr ja wohl fest etabliert in unserer Popkultur. Neue Zombiearten wurden erfunden oder die Filme strotzten nur so vor fetzigen Action-Sequenzen, die durch allerlei 3D-Schnickschnack (3D Fusion Kamera Technik) beeindruckten. Erwartete man gespannt solche Überraschungen, blieb man diesmal leider auf dem Trockenen sitzen. Wo „Afterlife“ noch in die neue Zombieart „Executioner“ einführte, da begnügt sich „Retribution“ damit, einfach zwei „Executioners“ auf Alice zu hetzen. Lediglich ein neuer „Virus-Typ“ wird vorgestellt, der „Las Plagas“, der den Zombies genug „Gehirnschmalz“ verleiht, um Autos und Motorräder zu manövrieren und mit Waffen umgehen zu können. Viel Neues bringt das aber auch nicht auf die Leinwand, nur der Munitionsverbrauch steigt damit bis ins unermessliche (wobei Nachladen in der Zombieverseuchten Welt wohl selbst bei vollautomatischen Waffen nicht mehr nötig ist…). Glücklicherweise verzichtet der Film auf die Genre-üblichen übertriebenen Splatter- und Goreeffekte, trotzdem ist er definitiv nichts für sensible Gemüter.

Eine Botschaft sucht man leider vergebens, es hapert ja größtenteils sogar an der Geschichte selbst. Natürlich ertappt man sich dabei, sich mit der Alleingängerin Alice zu identifizieren, die sich immer von einem Meer von „Feinden“ umgeben sieht, ähnlich, wie man sich als Christ in unserer Gesellschaft manchmal fühlt. Sich in einer Welt verloren zu fühlen, in der man auf die Suche nach Gleichgesinnten geht, kennt wohl jeder, der sich zum X-ten Mal mit einem Klassenkameraden über den Glauben an Gott oder den Papst unterhält.

Fazit bleibt, dass der Film eher als „Füllsel“ zwischen „Afterlife“ und Resident Evil 6 rangiert, letzterer ist laut Vorankündigungen gerade in der Mache.

 

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