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08.11.2008

„Was will Gott von mir?“

Wie finde ich meinen Weg?

Lieber Pater!
Ich bin in einer christlichen Familie aufgewachsen. Ich glaube an Gott und will ihm auch mein Leben anvertrauen und schenken. Ich habe eine Tischlerlehre gemacht, doch war ich damit nicht glücklich, vor allem wegen des Betriebsklimas. Ich rede oft mit Gott und frage ihn, was ich machen soll! Jetzt fange ich eine Ausbildung als Altenpfleger an. Meine Frage ist, ob das Gottes Weg ist oder nicht… Oder gehe ich wieder einen falschen Weg? Könnte Gott nicht deutlicher mit mir reden? Ich weiß, dass das eine schwierige Frage ist… Aber wenn du eine Antwort hättest, wäre ich sehr dankbar!
Damian

Lieber Damian!

Du schreibst: Du willst Gott dein Leben anvertrauen und schenken; du redest oft mit ihm, also du betest. Beides finde ich großartig, denn du hast schon ein offenes Herz für Gott, und das ist eine Voraussetzung, wenn man seinen Weg finden möchte. Das eine, wonach du fragst, ist der Wechsel der Arbeit, das andere ist, dass du dir wünschst, dass Gott mit dir redet, dass er dir sagt, was er möchte. Da fragst du nach dem Beten. Arbeit und Gebet, das sind zwei wichtige Dinge in unserem Leben.

Ich denke mir: Grundsätzlich kann auch dein Tischler-Sein Gottes Weg sein, auch wenn es vielleicht in der Altenpflege freundlicher oder menschlicher zugeht. Möglicherweise findest du einen anderen Tischler-Betrieb, wo es angenehmer ist. Frage dich, mit innerer Ruhe, welche Arbeit du gern machst, denn das gehört auch zu den Gaben Gottes.

Aber es kann auch sein, dass dich Gott überhaupt woanders haben möchte, dass du ganz für ihn da bist - vielleicht bist du deswegen unruhig: Ist dir das schon mal durch den Kopf gegangen? Abgesehen davon möchte ich dir für diese beiden Fragen – Arbeit und Beten - drei Dinge raten:

Das Erste ist: Suche den Heiligen Geist, denn er ist der Ratgeber und Tröster. Also: Versuche, dass du dich mit ihm „anfreundest“, oft zu ihm betest, ihn um Hilfe anrufst, mit großem Vertrauen. Er hat aus den Jüngern mutige Apostel gemacht, er wird dir helfen, deinen Weg zu finden.

Das Zweite: Gott redet zu dir, wenn du mit ihm redest, also wenn du betest. Sicher tut er es nicht mit einer Stimme wie ein Mensch, aber wenn du dein Herz aufmachst - und das machst du ja - dann macht sich Gott bemerkbar, er lässt dich auf seine Weise wissen, was du als nächsten Schritt tun sollst. Wichtig ist, dass du beim Beten volles Vertrauen hast, dass du regelmäßig und mit Geduld betest - manchmal lässt sich Gott etwas Zeit mit einer Antwort. Gott spricht zu uns aber auch in der Bibel und durch das Leben selber. Wenn du es noch nicht tust, lies jeden Tag ein wenig in der Bibel,

in den Evangelien, und dann rede mit Gott darüber. Und sprich mit ihm auch über die Kleinigkeiten in deinem Leben, denn auch da kann sich der Wille Gottes zeigen.

Und das Dritte ist: Ein geistlicher Begleiter kann dir direkt am besten raten. Schau dich um, frage, ob es in deiner Nähe so jemanden gibt: Einen Priester, zu dem du Vertrauen hast, mit dem du dich irgendwie persönlich verstehst, mit dem du gut über diese zwei Sachen reden kannst: deinen Weg im Beruf zu finden - oder ob dich Gott vielleicht ganz woanders hin ruft. Und er kann dir beim Beten helfen. Am besten, du bittest gleich den Heiligen Geist dafür, dass du einen guten geistlichen Begleiter findest.

Dein Dr. Fritz Brunthaler, Priester in Wien

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Kraft
von: sonny
26.07.2009
Ich wünsche dir viel Kraft und Freude und auch den nötigen Ausgleich und Auftankmöglichkeiten bei deiner Arbeit.Ich hab nun das 2. Ausbildungsjahr abgeschlossen und ich kann sagen , dass es nicht immer leicht ist. Bring den oft velassenen alten Menschen , Jesus. “Was ihr den geringsten meinen Brüdern getan habt dass habt ihr mir getan”
Altenpfleger
von: Carina
02.02.2009
mit diesem Beruf hast Du eine gute Wahl getroffen, und mach Dir keíne zu großen Gedanken ob dieser Schritt jetzt richtig ist – er ist es.

Was hat Dich denn bewogen diesen Beruf nun ergreifen zu wollen?

Altenpfleger
von: kinimod
26.05.2009
Weil ich damals schon ein FSJ in einem Altenheim gemacht habe, es hat mir sehr gut gefallen und weil man soviel den älteren Menschen noch geben kann.
Ich arbeite in einer Gerontopsychiatrie ist zwar oft hard was man sich anhören muss oder das man mal eine fängt,doch wenn ich nach der Arbeit heim geh, weiß ich du hast dem Menschen geholfen…..

 

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