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Jack wünscht sich Augen...
von Emmanuel Fleckenstein
Welcher Typ ist entspannter als Jack Johnson? Als Surfer und abgechillter Musiker wirkt er einfach ehrlich, authentisch. Fast nimmt man es ihm gar nicht ab, dass er dabei auch noch Filmmacher, Topseller und sogar Weltretter ist – 1% des Albenverkaufs gehen an den Umweltschutz. Bei all diesen guten Eigenschaften soll er auch noch ein guter Freund, ein treuer Ehemann und begeisterter zweifacher Familienvater sein. Er selbst bezeichnet sich hingegen als „ein Typ, der inzwischen auf die 90 Kilo zugeht, und dessen Haare in den Ohren immer länger werden...“ Naja, so genau wollten wir es nun auch wieder nicht wissen.
Was wir aber wissen wollen, ist, was in seinem neuen Song alles zu finden ist. In „If I Had Eyes“ greift Jack zur elektrischen Gitarre, und trotzdem bleibt der akustische Flair und die sonnige Stimme, wie wir es von ihm gewohnt sind. Inhaltlich geht es aber um weniger sonnige Dinge, nämlich um die Trennung einer Beziehung. Jack kommentiert dazu, dass er diese Situation bei vielen seiner Surfer- und Musiker-Kollegen miterleben musste. So sah er in den zurückliegenden Jahren einige Beziehungen und Lebensentwürfe zerbrechen. Ist es ein Grund daran zu verzweifeln? Jack Johnson sieht es anscheinend nach wie vor locker. Wenn es Gründe gibt, eine Beziehung zu beenden, dann soll man ihr nicht nachweinen.
Beziehungen sind nicht immer einfach. Und gerade, weil man das weiß, versucht man vielleicht zu krampfhaft an Dingen festzuhalten, die gar nicht mehr existieren. Man versucht alle möglichen kleinen Details zu verändern: „Ein bisschen mehr hiervon und ein bisschen weniger davon, hätte das einen Unterschied gemacht?“ Aber eigentlich gibt es schwerwiegende Gründe, die ganz woanders liegen. Jack Johnson macht klar: „Es hat keinen Sinn von vorn anzufangen, wenn man mit verbogenen Nägeln baut.“
Ein weiser Gedanke eines alten Surfers. Und diese Weisheit gilt vielleicht nicht nur für Beziehungen sondern auch ganz allgemein. Warum halten wir so oft an Dingen fest, auch wenn wir wissen, dass wir uns eigentlich von ihnen trennen sollten? Vielleicht, weil uns das loslassen noch mehr Angst macht, als das Beibehalten einer unguten, aber dafür abschätzbaren Situation? Die Angst vor der Zukunft lähmt so oft unsere Entscheidungen. Dabei wissen wir doch, dass wir nie weiter fallen können, als in Gottes offene Arme...
„Always looking out“ – Wir versuchen immer Ausschau zu halten, alles unter Kontrolle zu haben. Vielleicht sollten wir einfach nur denjenigen in unser Herz einlassen, der uns zu jeder Zeit, in jeder Situation Gelassenheit und Hoffnung geben kann. – „Come on let me in!“
„If I had eyes“
If I had eyes in the back of my head
I would have told you that
You looked good
As I walked away
And if you could've tried to trust the hand that fed
You would've never been hungry
But you never really be
The more of this or less of this or is there any difference
or are we just holding onto the things we don't have anymore
Sometimes time doesn't heal
No not at all
Just stand still
While we fall
In or out of love again
I doubt I'm gonna win you back
When you got eyes like that
Come on let me in
Always looking out
Lot of people spend their time just floating
We were victims together but lonely
You got hungry eyes that just can't look forward
Can't give them enough but we just can't start over
Building with bent nails
We're falling but holding,
I don't wanna take up anymore of your time
Sometimes time doesn't heal
No not all
Just stand still
While we fall
In or out of love again
I doubt I'm gonna win you back
When you got eyes like that
Come on let me in
Always looking out
Always lookin
Hast du gewusst?
Jack Johnson schreibt Liebeslieder ausschließlich für seine Frau!
Das Album „Sleep Through the Static“ wurde mit 100 % Solarenergie aufgenommen!
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