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Nelly legt ihr Schicksal in Gottes Hände
von Michael Cech
| Wenn es um die Liebe geht, richtet dann doch jeder seinen Blick irgendwann einmal nach oben zum lieben Gott. Denn wie oft macht man die Erfahrung, dass diese Dinge eben nicht in unseren Händen liegen. Liebe ist ja irgendwie etwas Übernatürliches. Und Liebe ist kein Produkt, welches wir selbst einfach erzeugen können. Genau das spricht Nelly Furtado in „In God’s Hands“ an, ihrer aktuellen Single-Auskopplung aus dem bereits fast zwei Jahre alten Album. Das Gefühl der gewissen Ohnmacht in Bezug auf die Liebe wird dann noch stärker, wenn eine Beziehung in Brüche geht. Irgendwann sieht man sich in die Augen und muss erkennen, dass die Liebe gestorben ist. „I saw that all the love had died“, singt Nelly in der ersten Zeile des Liedes. Es ist, als ob alles unter den Fingern zerrinnt, ohne dass man etwas dagegen tun kann. Nelly verwendet dafür das Bild, dass die Liebe „aus dem Fenster“ oder „aus der Hintertür“ entweicht, ganz unbemerkt, heimlich. Dieses Gefühl, dabei machtlos zusehen zu müssen, bringt dann die Künstlerin zu der Annahme, dass Gott es ist, der zwei Menschen die Liebe übergibt, gleichsam damit sie daraus etwas machen. Und es ist unsere Wahl und Entscheidung, wie wir dieses Geschenk verwenden. In dem Song kommt es sehr klar heraus, dass es sehr wohl an uns liegt, ob die Liebe wächst oder nicht. An einer Beziehung, genauso auch wie an einer normalen Freundschaft, muss man arbeiten. Dass man immer mehr „ein Herz und eine Seele“ wird, kommt nicht von allein. Vielleicht ist es die Bequemlichkeit, vielleicht der Stress, vielleicht aber auch die nötige Willensentscheidung, die einem „die Liebe, den Glauben, das Vertrauen“ vergessen lässt, wie Nelly singt. „Wir haben beide viel gegeben, aber es war nicht genug.“ Und so bleibt manchmal nur mehr die eine Konsequenz, alles wieder zurück in „die Hände Gottes“ zu legen, mit dem Vertrauen, dass alles „einen Plan hat“, dass er unser Herz kennt und alles zum Guten führt. Wie kann aber die Liebe gelingen? Wie ist es möglich, dass die Liebe, die ja einmal da war, nicht „stirbt“? Eine Frage, die sich so viele gerade heute stellen. Die Antwort können wir vielleicht doch zwischen den Zeilen des Songs von Nelly Furtado herauslesen: Zum einen muss man ehrlich sein zu sich selbst und zu seinem Partner, zum Beispiel in Bezug auf die gemeinsamen Ziele und Standpunkte („care about the lies“), dann muss man aktiv an der Liebe arbeiten („we gave a lot but not enough“) und letztlich ein echtes Vertrauen haben, dass Gott einen Plan hat („It's part of a plan. It's [back] in God's hands.“). Aber woher kommt so ein mögliches Vertrauen in Gottes Plan? Nur durch das Gebet. Durch das Gebet legen wir uns nämlich auch selbst gewissermaßen „zurück in Gottes Hände“ und dürfen so entdecken, dass er uns in unserem Bemühen um die Liebe nicht allein lässt. Songtext „In God’s Hands“ I looked at your face I saw that all the love had died I saw that we had forgotten to take the time I, I saw that you couldn't care less about what you do You couldn't care less about the lies You couldn't find the time to cry We forgot about love We forgot about faith We forgot about trust We forgot about us Now our love's floating out the window Our love's floating out the back door Our love's floating up in the sky in heaven Where it began back in God's hands You said that you had said all that you had to say You said baby it's the end of the day And we gave a lot but it wasn't enough We got so tired that we just gave up Now our love's floating out the window Our love's floating out the back door Our love's floating up in the sky in heaven Where it began back in God's hands We didn't respect it We went and neglected it We didn't deserve it But I never expected this Our love floated out the window Our love floated out the back door Our love floated up in the sky to heaven It's part of a plan It's back in God's hands Back in God's hands Oh it didn't last It's a thing of the past No we didn't understand Oh just what we had Oh I want it back Just what we had Oh I want it back Oh just what we had |
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