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28.11.2007

Natasha Bedingfeld

"Soulmate"

Gibt es für jeden einen Seelenverwandten?

von Michael Cech

Wer sehnt sich nicht nach einem Seelenverwandten? Wer sehnt sich nicht nach jemandem, der für einen da ist, der einen hält? Nach jemandem, der es versteht, dich zu lieben, ohne dass man ihm oder ihr sagen muss, wie. Genau das besingt Natasha Bedingfield in ihrer aktuellen Single „Soulmate“. Nach ihrem ursprünglichen Statement, gern ein Single zu sein – mit ihrer ersten Platte „Single“ begann 2004 ihr Einstieg in die Musikkarriere, wo sie auf Anhieb Platz 3 der britischen Charts erreichte –, dürfte sich ihre Einstellung zu diesem Thema leicht geändert haben. Nun wurde zudem bekannt, dass sie „Mr. Loveable“ sogar bereits gefunden hat. Wie auch immer, in „Soulmate“ geht’s um die Sehnsucht nach der wahren Liebe.

„Warum bin ich allein, wenn es doch angeblich für jeden einen Seelenverwandten gibt?“ Diese Erfahrung zählt zu der Grunderfahrung jedes Menschen, das Gefühl, allein zu sein. Und dieses Gefühl sagt uns auch, dass es einfach jemanden da draußen geben muss, der für uns da ist, der uns ergänzen kann. Doch manchmal scheint es so, als ob man diesen jenen niemals finden wird. Gibt es den „Seelenverwandten“, denjenigen, der für einen „bestimmt“ ist?

Und wieder geht es von vorne los: „Here we are again, circles never end. How do I find the perfect fit?“ Wie finde ich unter diesen vielen Menschen den wirklich richtigen? Den, der wirklich passt? Ein Grund zu verzagen? Natasha Bedingfield, die Mitglied der christlichen Hillsong Church in ihrer Heimat ist, gibt in ihrem Musikvideo einen leisen aber konkreten Hinweis: Ihre Suche endet im Blick nach oben. Von dort kommt Licht. Eine Leiter führt hinauf. Und sie beginnt hinauf zu steigen. So zeigt es das Video. Meint sie damit etwa Gott?


Wer, wenn nicht er, könnte die Antwort auf diese wohl größte Frage des menschlichen Herzens haben? War es nicht er, der uns diese brennende Sehnsucht nach einer Ergänzung, nach einem „Seelenverwandten“ gegeben hat? Genau das bedeutet es nämlich, wenn Gott in der Bibel bei der Erschaffung des Menschen spricht: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist. Wir wollen ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.“ Und man könnte „Hilfe“ hier auch ruhig mit „Seelenverwandten“ übersetzen.

Liebe ist etwas Übernatürliches. Darum kann man Natashas Hinweis vielleicht durchaus ernst nehmen und seinen Blick ebenfalls nach oben richten und langsam Sprosse für Sprosse empor steigen. „Somebody tell me“ – es gibt jemanden, der mir sagt, dass auch ich meinen Seelenverwandten finden werde. Und Gott ist nicht nur der, der mir bloß das Vertrauen in die Zukunft gibt. Auch er selbst möchte dieser „Seelenverwandte“ für jeden von uns werden. Er ist nach allem derjenige, der es vollkommen und wirklich versteht, uns zu lieben, ohne ihm etwas sagen zu müssen. Vergessen wir das nicht, wenn wir auf der Suche nach unserer/m „Soulmate“ sind...


Songtext

Soulmate

Incompatible, it don't matter though
'cos someone's bound to hear my cry
Speak out if you do
you're not easy to find

Is it possible Mr. Loveable
is already in my life?
right in front of me
or maybe you're in disguise

Who doesn't long for someone to hold
who knows how to love you without being told
somebody tell me why I'm on my own
if there's a soulmate for everyone

Here we are again, circles never end
how do I find the perfect fit
there's enough for everyone
but I'm still waiting in line

Who doesn't long for someone to hold
who knows how to love you without being told
somebody tell me why I'm on my own
if there's a soulmate for everyone

Most relationships seem so transitory
They're all good but not the permanent one

Who doesn't long for someone to hold
who knows how to love you without being told
somebody tell me why I'm on my own
if there's a soulmate for everyone

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