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Herbert Grönemeyer über die Liebe
von Emanuel Fleckenstein
Da kommt die Erfahrung eines Mannes durch, der vieles erlebt hat und sich Gedanken macht. Herbert Grönemeyer ist zu einem nachdenklichen Künstler geworden, der mit „Du Bist Die“ über die Liebe nachsinnt. In seinen üblich abgehakten Wortphrasen malt er aber dennoch ein tiefsinniges Gesamtbild zwischen den beiden großen Polen der Liebe, des sich Schenkens und geschenkt Bekommens. Lieben bedeutet für ihn, zuerst einmal vorbehaltlos für den anderen da sein, dann wieder sehnt er sich doch danach, alles zusammen zu tun: „Dass du mit mir alle Strecken schwimmst.“ Gleichzeitig betont er die Freiheit in der Liebe: „Wenn du willst, bist du alles.“ Voraussetzung, dass „es passt“, ist eben, dass beide für einander da sein wollen. Und dass man will, dafür muss man sich letztlich entscheiden – in aller Freiheit. Dann aber passiert, was die Liebe so besonders macht: Zwei Menschen werden immer mehr zu einer tiefen Einheit. Der eine weiß, was der andere denkt und möchte, mehr noch, beide beginnen gleich zu denken und zu fühlen. Es ist etwas, was Zeit braucht und was oberflächliche Verliebtheiten nie erreichen werden. Du bist die, die mich spiegelt, die mich liest Du bist die, die mich anfängt, die mich schiebt |
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