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Es wird wenigen entgangen sein, dass die stimmgewaltige Tirolerin Nadine (zarte 16 Jahre) Österreichs größten Gesangs-Wetbewerb gewonnen hat und so einen Deal mit der „Christina-Stürmer“-Plattenfirma Universal ergattern konnte. Österreichs Radiolandschaft wird zurzeit gerade so überschwemmt durch veröffentlichte Starmania-Songs. Neben Nadine haben auch Mario und die Boygroup „Jetzt!“ mit inoffiziellem Frontman Johnny je eine Single am Start. Alle haben sich auf die Renaissance der „deutschen Welle“ eingeschossen und hoffen auf den großen Durchbruch á la „Stürmer“ im deutschsprachigen Raum. Man darf gespannt sein, was daraus wird. Die Meinungen gehen da sehr auseinander. Bis dahin wollen wir uns aber mal lieber dem Text von Nadine widmen und uns auch gleich ein wenig Zeit nehmen, um über unser Leben und unsere Beziehung zu Gott nachzudenken....
„Wer bist du?“ „Ich hab nächtelang versucht zu verstehen, wer du bist.“ Nadine singt diese Zeilen wahrscheinlich über einen Freund, aber genauso passt das Lied, wenn Gott angesprochen wird. Seit Anbeginn der Zeit möchten die Menschen ja wissen, wer Gott ist. Ist nicht allein schon interessant, warum Menschen diese Frage so beschäftigt? Der Mensch besteht aus Leib und Seele und genauso, wie wir körperlich Hunger haben können, hat unsere Seele Sehnsucht nach einer geistigen Nahrung. Vielleicht ist schon die Tatsache, dass wir diese innere Sehnsucht haben, ein Hinweis, dass es etwas Übernatürliches gibt?
„Wer bin ich?“ Wenn wir wissen wollen, wer wir sind, müssen wir mit unserer Herkunft anfangen. Kinder, die einen ihrer Elternteile vielleicht wegen einer Trennung nie kennen lernen konnten, wollen irgendwann einmal wissen, wer ihre Eltern waren, und fangen an, nach ihnen zu suchen. So suchen die Menschen auch nach ihrer letzten Herkunft und fragen nach Gott, nach ihrem Vater im Himmel. „Seit du da bist, macht es Sinn und jetzt weiß ich, wer ich bin.“ Jeder, der Gott gefunden hat, wird diesen Satz aus Nadines Lied bestätigen. Irgendwie bekommt das Leben dann auf einmal einen Sinn, weil man weiß, dass man nicht aus Zufall in dieser Welt ist.
„Doch die Antwort blieb vermisst...“ Wie kann man aber Gott näher kommen, wenn er uns doch nie antwortet und wir ihn weder sehen, hören noch fühlen können? Oft haben wir das Gefühl, dass wir die Antwort Gottes vermissen, so wie es auch Nadine besingt. Doch Gott spricht sehr wohl zu uns. Vielleicht geht es einfach darum, die Augen zu öffnen für das, was uns umgibt. Gott spricht zu uns durch die Natur, Begebenheiten oder andere Menschen. Und was sagt uns Nadines Lied? „Deine Stimme lässt mich schweigen. Jedes Wort ist ein Gedicht.“ Ist es nicht so, dass wir Gottes Stimme vor allem im Schweigen vernehmen können, dann, wenn wir beten, oder sein Wort hören in der Bibel, wo wirklich jedes Wort wie ein tiefsinniges Gedicht ist?
„Du bist nicht allein“ Wer es versteht, Gottes Stimme zu erkennen, der wird vielleicht auch Nadines Refrain als Wort von ihm an uns verstehen können, als würde er sagen: „Und alles, was du willst, werd’ ich für dich sein! Bin dein Stern am Himmel, den du greifst. Denn alles, was du fühlst, fühlst du nicht allein.“
Alles was du willst Ich hab nächtelang versucht Vermisst Refrain: Deine Stimme lässt mich schweigen Emmanuel Gollegger |
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