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27.03.2008

Alina Maria, 15

Jesus hat mich ganz tief berührt

Seit ich denken kann, spielt Gott in meiner Familie und meinem Leben eine wichtige Rolle. Da ich ohne Vater aufgewachsen bin, hat Gott für mich auch diesen wichtigen Platz eingenommen. Nach meiner Firmung mit 12 war mir irgendwie bewusst, dass ich nun selbst Verantwortung dafür trage, wie ich den Weg mit Gott weitergehe. Ich beschloss daher, mir jeden Tag neben dem täglichen Familiengebet eine Viertelstunde für das persönliche Gebet Zeit zu nehmen. Immer wieder ist es schwer, diese meine Gebetszeit einzuhalten, aber meistens schaff ich es gerade doch noch.

Manchmal, meist unterwegs, bete ich auch ein oder mehrere Gesätzchen vom Rosenkranz. Ich merke, dass es mir durch das Gebet leichter fällt, dann wieder geduldiger und liebevoller mit meinen Mitmenschen umzugehen. Oder ich bekomme mehr Mut, Ansichten zu vertreten, die nicht dem Zeitgeist entsprechen, wie zum Beispiel, den Schutz des ungeborenen Lebens oder meine Überzeugung mit dem Sex bis zur Ehe zu warten.

Besonders wertvoll und eine Hilfe ist für mich die regelmäßige Beichte. Gott säubert hier mein Herz und meine Gedanken und schenkt mir dadurch eine große Freude. Er gibt mir Kraft, wieder neu gegen meine Fehler anzukämpfen.

Von meinem fünften bis zu meinem zehnten Lebensjahr hatten wir einen Kindergebetskreis bei uns zu Hause, doch der löste sich dann irgendwann vollständig auf. Nach einem Jahr Pause fragten wir in einem uns bekannten Kloster, ob jemand Lust hätte, einen Gebetskreis mit uns zu starten. Seither treffen wir uns mit einer Schwester ca. alle sechs Wochen zum gemeinsamen Gebet, zum „Bibelteilen“, zum Austausch über bestimmte Themen und einfach zum gemütlichen Beisammensein... Die Gemeinschaft und der Austausch mit anderen gläubigen Jugendlichen sind für mich sehr wichtig geworden.

Jetzt möchte ich euch von einem besonderen Erlebnis mit Gott erzählen. Ich hab mir schon seit langem gewünscht, dass mir Gott irgendwie neu zeigt, dass er mich liebt und immer bei mir ist, ich dachte mir, wenn schon so viele eine besondere Erfahrung mit Gott gehabt haben, warum nicht auch ich? Ich war dieses Jahr beim Pfingstkongress in Salzburg, einem katholischen Jugendtreffen. Dort wurde viel gebetet, besonders zum Heiligen Geist, und ich machte zum ersten Mal so eine bewusste Lebensübergabe an Gott. Ich durfte in der ersten Reihe der vielen Jugendlichen vor dem Allerheiligsten knien. Die Priester legten uns die Hände auf und beteten für uns. Hier hat Jesus ganz spürbar mein Herz berührt. Ich spürte ein warmes, fast heißes Gefühl, und konnte nur noch weinen. Ich war von einer so tiefen Freude erfüllt, dass ich sogar - teilweise zur Belustigung der anderen - einfach tanzen musste...

Seit damals ist Jesus noch mehr mein bester Freund und ich verstand, dass der Heilige Geist eine innere Kraft geben kann. Zwei Bibelstellen möchte ich daher noch mit euch teilen. Im Johannesevangelium steht: „Wenn aber der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen. Und auch ihr sollt Zeugnis ablegen, weil ihr von Anfang an bei mir seid“ (Joh 15,26-27). Und die zweite Stelle in der Apostelgeschichte: „Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die grenzen der Erde“ (Apg 1,8).

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Hi!
von: Andi33
19.04.2008
Ich kann dieses warme Gefühl gut nachempfinden, denn es geht mir genauso, wenn ich mein Gesätzchen Rosenkranz bete.

 

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