
Faith
Zeugnisse
Dein Glaube
Meine Geschichte hat vor ungefähr einem Jahr angefangen. Vorher war ich eine typische Mainstream-Jugendliche: Ich habe gestohlen und gelogen und meine Mutter hatte überhaupt kein Vertrauen mehr zu mir. Sie war aber sehr gläubig und hat viel für mich gebetet.
Eines Tages, es war im November 2006, kamen dann zwei Schwestern und ein Pater der „Jüngersuche“ für einige Tage zu uns nach Hause. Ich dachte mir nicht viel dabei, außer, dass ich ihnen aus dem Weg gehen werden würde. Doch es kam leider – oder zum Glück – ganz anders: Sie machten einen kleinen Gebetskreis mit der ganzen Familie und weil ich sowieso nichts anderes zu tun hatte, machte ich also mit. Wir beteten und redeten und da ist so einiges rausgekommen. Schließlich luden sie mich ein, bei ihnen in der Gemeinschaft Silvester zu feiern. Obwohl ich eigentlich Besseres zu tun hatte, als in der Kirche das neue Jahr zu beginnen, lies ich mich dazu überreden.
In der Nacht vom 31. Dezember 2006 feierten wir also die Heilige Messe und wir kamen erst am 1. Januar 2007 wieder aus der Kirche heraus. Es war schon irgendwie schön, nur eigentlich nicht das, was ich mir damals unter einer Silvesterfeier vorgestellt hatte. Die Schwestern haben mich danach für das Jugendgebetstreffen, das einmal im Monat stattfindet, eingeladen. Natürlich konnte ich nicht widersprechen und so fuhr ich Monat für Monat zu den Schwestern, wo ich dann auch das zweite Mal in meinem Leben zur Beichte ging. Gott schenkte mir an jenem Tag eine unglaubliche Gnade. Ich konnte alle meine Sünden beichten und nachher war ich ein ganz anderer Mensch. Ab diesem Augenblick wusste ich, welche große Gnade uns der Herr mit dem Sakrament der Beichte gegeben hat!
Ich ging also jeden Monat zu den Schwestern und auch immer zur Beichte. Ich kam wieder auf den richtigen Weg und konnte mich bei meiner Mutter entschuldigen, die mir sofort alles Leid, was ich ihr angetan hatte, verzieh. Zu Pfingsten ging ich dann auch bei einer Fußwallfahrt nach Mariazell mit und lernte viele neue Freunde kennen. Dann kam das Beste, was mir je in meinem Leben passiert ist: Die Schwestern haben mich zu einem Sommerlager in Windischgarsten eingeladen.
Ich dachte mir: „Ja, so eine Woche mit kleinen Kindern herumhängen, das schaff ich doch mit links.“ Das war auch so und noch dazu lernte ich dort einen wirklich lieben Pfarrer kennen. Er hatte einfach so eine vertrauenswürdige Wirkung auf mich, dass ich ihm nach einer Beichte meine ganze Lebensgeschichte erzählte. Es tat so gut, jemanden gefunden zu haben, der einen verstand. Und es war ausgerechnet ein Pfarrer! Wir haben in dieser Woche sehr viel miteinander geredet. Es war wirklich eine wunderbare Woche
Wenn also die netten Schwestern nicht gewesen wären, wäre ich wahrscheinlich immer noch diese stehlende und lügende Jugendliche, die es ihrer Mutter schwer machen würde, sie zu lieben. Aber der Herr zeigte mir den richtigen Weg und ich habe endlich einen Glauben, den mir keiner mehr wegnehmen kann.
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Schmu
