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01.05.2007

Die Taufe

Wiedergeburt zum Leben mit Gott

Heute läuft eine Taufe so ab, dass die Eltern ihr Baby in die Kirche bringen. Der Priester gießt dreimal Wasser über den Kopf: „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ - Und dieses bisschen Wasser über den Kopf ist für uns Christen das wichtigste Sakrament, das Tor zum Himmel...
Warum?

Bevor Jesus in den Himmel aufgefahren ist, verabschiedet er sich mit einem Auftrag von seinen Jüngern: Macht alle Menschen zu meinen Jüngern, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch bis zum Ende der Welt." (Mt 28,19)

Der letzte Teil des Satzes ist wichtig: Jesus bleibt bei uns! Super! Aber wie? Dadurch, dass Menschen getauft werden. Und wo? In den Menschen, die getauft werden.

Nochmal: Jesus lebt in den Menschen, die getauft sind. Durch die Taufe wird man in Christus hineinverwandelt, man wird selbst zu Christus.

Im Deutschen lassen wir die lateinische Endsilbe weg, wir nennen einen Getauften einfach „Christ“. Klar, dann ist man ein neuer Mensch. Paulus nennt einen Getauften eine „neue Schöpfung“ (2 Kor 5,7).

Heute werden die meisten als kleine Babys getauft. Jesus will, dass wir durch die Taufe seine Jünger werden, darum können Babys nur getauft werden, wenn die Eltern mit der Hilfe eines Paten darauf schauen, dass die Kinder wirklich Christus kennen und lieben lernen.

Es werden aber auch Erwachsene getauft, wie in der ersten Zeit der Kirche. Da war das eine recht coole Sache, denn in den ersten Jahren war die Taufe eine richtige Action: Die Erwachsenen wurden richtig untergetaucht im Wasser.

Das Wort „Taufen“ kommt ja von „Tauchen“. Es bedeutet: Eintauchen in Gott, das Wasser ist Symbol für Gott, es umgibt den Getauften von allen Seiten. Von dem Augenblick an ist der Mensch neu geboren. Die Taufe ist eine Wiedergeburt in Gott hinein.

Taufe heißt also nicht, dass kleine Babys durch ein bisschen Wasser-Drübergießen gegen ihren Willen zur Mitgliedschaft in der Kirche gezwungen werden. Babys können deshalb auch nur getauft werden, wenn die Eltern es wollen und gläubig sind!


Taufe bedeutet einen neuen Lebensanfang, eine zweite Geburt.

Feierst du eigentlich deinen Tauftag? Nein, das ist schade, denn es ist dein eigentlicher Geburtstag für den Himmel.

Bei der Taufe nimmt der Heilige Geist von unseren Herzen Besitz, daher hat die Sünde in uns keinen Platz mehr. Durch die Taufe werden alle Sünden vergeben.

Aufregend ist das, wenn Erwachsene getauft werden. Die müssen dann nicht beichten gehen, denn die Taufe wäscht alle Sünden ihres gesamten bisherigen Lebens ab.

Bei der Taufe braucht man ein weißes Taufkleid: Es bedeutet, dass der Täufling "Christus anzieht".

Bei der Taufe werden wir mit Chrisam-Öl gesalbt: Es bedeutet, dass Christus (Christus heißt „der Gesalbte“) in unser Herz einzieht, so wie das Öl in die Haut einzieht.

Bei der Taufe wird die Taufkerze entzündet. Das bedeutet, dass der Täufling im Herzen erleuchtet worden ist.

Bei der Taufe werden wir von Gott adoptiert, er nimmt uns als seine Söhne an, wir tragen von jetzt an den Namen seines Sohnes, Christ(us)!

Wir bekommen aber auch zwei neue Mütter: Die Gottesmutter Maria ist von der Taufe weg auch unsere Mama; und dann gibt es noch die große heilige Kirche, die ist von dem Augenblick weg auch unsere Mutter.

Wir werden meist als Babys getauft, aber wir brauchen unser ganzes Leben lang, um zu begreifen, welches große Wunder der Liebe Gott da ins Herz geschenkt hat.

P.Dr. Karl Wallner OCist


Infos zur Vorbereitung auf die Taufe:

Was ist erforderlich? Mehr Infos findest du hier!
Wenn du Hilfe bei der Suche nach einem Priester brauchst, schreib uns.
(helpline@youmagazin.com)


Frage und Antwort:

siehe Mönchline/Sakramente

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