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20.05.2007

Für das Leben

Einmal um die Welt

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Zu Fuß für das Leben

Die Fußkilometer der einzelnen Teilnehmer zusammengerechnet ergibt ungefähr die Länge des Äquators. Die Strecke führte von Salzburg bis nach Wien. Über 100 junge Menschen nahmen von 15. Juli bis 5. August all die Mühen einer Fußwanderung auf sich, um für das Menschenrecht auch der Ungeborenen einzutreten.

„Indem wir zu Fuß von Salzburg nach Wien gegangen sind, möchten wir allen Menschen sagen, dass es immer einen Weg für das Leben gibt“, kommentiert Doris, die sich dem Slogan der Aktion begeistert angeschlossen hatte, der da lautete: „Wie weit würdest du gehen, um ein Menschenleben zu retten?“ Auf diese Frage wurde auch unterwegs aufmerksam gemacht. Abends gab es in den Ortschaften, in denen man untergebracht war, Vorträge, Diashows und andere Veranstaltungen, um den Wert jedes einzelnen Menschen, egal ob geboren oder noch ungeboren, hervorzuheben.

Den Abschluss bildete ein Konzert mit der kalifornischen Sängerin Alyssa und der Band Fresh. Trotz des nicht ganz so guten Wetters, ließen sich die Jugendlichen, die drei Wochen den Strapazen und der Dauerhitze getrotzt hatten, die Stimmung nicht nehmen. Auch nicht von den Gegendemonstranten, welche gekommen waren, um die Veranstaltung vor der Karlskirche mit allen Mitteln zu stören.

Abtreibung ist nach wie vor ein Thema, welches provoziert. Immerhin geht es doch um Leben und Tod. Die Pro-Lifer, die sich eigentlich auf ein schönes Konzert gefreut hatten, konnten sich einfach nur sehr wundern, mit welcher Aggression gegen das Leben demonstriert wurde. Aber im Grunde war es ja auch der Sinn der öffentlichen Aktion des langen Weges, die Aufmerksamkeit der Gesellschaft zu gewinnen.

Doris beschließt ihren Bericht: „Dieser Weg und unsere Mühen in den letzten drei Wochen für die ungeborenen Kinder und ihre Mütter hat sich wirklich gelohnt. Nach der Messe erlebten wir zwei tolle Bands und ein berührendes Zeugnis einer von Abtreibung betroffenen Frau. Die anwesenden Gegendemonstranten konnten sie mit ihren Trillerpfeifen nicht übertönen. Ihre Botschaft: Es gibt immer einen Weg für das Leben.“


Christoph:

Dass es den Pro-Life-Marsch gibt, habe ich zu Pfingsten erfahren, als mir in Salzburg beim Loretto- Pfingstkongress beim Essen ein Flyer überreicht wurde. Zuerst habe ich ihn nicht wirklich beachtet, aber als ich den Zettel in Wien wieder in die Hände bekam, las ich ihn.

Die Frage „Wie weit würdest Du gehen, um ein Menschenleben zu retten?“ bewegte mich und ich begann, den Flyer genauer zu studieren. Schließlich hat mir die Idee gefallen, den Weg von Salzburg nach Wien zu Fuß zurückzulegen. Und auf diesem Weg zu einem „Propheten für das Leben“ zu werden.

Nun bin ich froh, mich auf den Weg gemacht zu haben und grüße euch von Strobl aus sehr herzlich...


Cornelia (13):

Ich gehe seit Bad Hall beim Pro-Life-Marsch mit. Meine Pflegemutter hat mich überredet, mitzugehen, es würde mir gut tun. Wie meistens hatte sie recht, man kann über vieles nachdenken, wenn man sich ganz Gott hingibt, bringt er alles in Ordnung. Ich bin froh, dass ich Gott kenne und Ihm vertrauen kann.

Heute Morgen gab es eine große Überraschung: Der Bürgermeister hat uns ein Mega-Pro-Life-Marsch-Brot backen lassen und zum Frühstück geschenkt! Das war nicht nur ein Augenschmaus, sondern hat richtig gut geschmeckt.

Julia (14):

Teilnehmer: Heute marschierten besonders viele Kinder mit uns, die uns mit ihrer Heiterkeit und Power überrascht haben.

Wetter: Wurde immer besser.

Wegstrecke: Von Lilienfeld nach Hainfeld. Nach etwa 1400 überwundenen Höhenmetern waren wir uns einig, dass Niederösterreich auch Berge hat.

Marschfähigkeit: Mittlerweile spüren wir unsere Fußblasen-Ansammlungen nicht mehr. Durch das tägliche Training sind wir besonders fit geworden.

Essen: Unsere Highlights waren das Frühstück und das Abendessen, zu denen wir eingeladen worden sind.

Öffentlichkeitsreaktion: Unterwegs trafen wir einige Menschen, die schon von unserem Marsch gehört haben, was uns immer wieder sehr freut. Denn dann wissen wir, dass unsere Botschaft ernst genommen wird.


Herbert und Florian:

Für einige von uns begann der heutige Tag im Freien, denn sie hatten beschlossen die Nacht unter den Sternen zu verbringen. Nach einem erquickenden Frühstück machten wir uns dann auf den Weg nach Bad Hall. Zu einer berührenden Begegnung kam es, als wir ein Bauernehepaar trafen, das uns seine Geschichte erzählte. Als die Frau mit vierzig noch ein Kind erwartete, riet ihr der Arzt zu einer Abtreibung, da seiner Ansicht nach das Risiko, ein behindertes Kind zur Welt zu bringen, zu hoch war. Vor Verzweiflung weinte die Frau die ganze darauf folgende Nacht. Ihr Mann jedoch stand ihr zur Seite und so wurde nach neun Monaten eine gesunde Tochter geboren die ihren Eltern viel Freude schenkt.

Solche Momente erfüllen uns immer wieder mit großer Freude und geben uns zugleich Hoffnung unser Anliegen weiter zu tragen und den nicht selten beschwerlichen Weg weiter zu gehen.
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Alyssa am Karlsplatz
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