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Zeugnisse
Markus Winkler aus Südtirol erzählte uns beim Jugendtreffen in Pöllau seine Geschichte...
Ich hatte vor 5 Jahren mit Gott gar nichts zu tun, obwohl ich eigentlich in einer katholischen Familie aufgewachsen bin. Mit 14 bin ich arbeiten gegangen und hab damals auch zu trinken angefangen. Man kommt dann auch in die Gesellschaft, wo man den ersten Joint raucht. Das ist halt immer mehr geworden, mehr Gewohnheit, usw. Bis ich dann 1997 auch schwerere Drogen genommen habe. Das ist bis zum Spritzen von Heroin gegangen. Dann ist ein Tiefpunkt gekommen.
Gott ist ein Märchen
Gott war für mich ganz abgeschrieben, das war kein Thema. Das war ein Märchen, das andere haben, damit sie mit dem Leben klar kommen. Gott ist tot – ich habe immer Nietzsche gelesen. Saradustra kannte ich auswendig. Es ist mir ganz schlecht gegangen. Ich war ja richtig süchtig. Ich hatte Schulden.
Bis dann meine Mutter die Idee gehabt hat, sie schenkt mir eine Woche Urlaub.
Es war das Jugendtreffen hier in Pöllau. Ich wusste nicht, was das sein soll. Ich hatte noch mein Zeug mit und hab’ es mir die ersten Tage hinten im Park gespritzt. Als es aus war, am Donnerstag in der Früh, also genau heute vor 5 Jahren, da bin ich aufgewacht mit Entzugserscheinungen. Ich habe mich dann umgesehen nach der Apotheke und fragte, ob ich etwas bekomme. Ich rief meine Mutter an und sagte ihr, ich muss nach Hause. Das hat nichts genutzt. So bin ich draußen gesessen und mir ist es schlecht gegangen. Da habe ich drinnen die Leute gesehen, die gesungen haben, die fröhlich waren, glücklich waren.
Ein Märchen, das allmächtig ist
Dann bin zum ersten Mal richtig hinein. Es hat gerade Daniel Ange einen Vortrag gehalten über Grundsätzliches, über die Liebe Gottes und so. Da habe ich gehört, dass Gott allmächtig ist. Ich war wirklich am Boden und gewisser Weise hat es Gott mir dadurch leicht gemacht, den letzten Strohhalm noch zu ergreifen, den ich erreichen konnte. Ich habe gesagt: „Ok. Jetzt überlass ich mich dir. Jetzt tu ich das, was du willst.“ Und das ist eigentlich schon ein komplettes Wunder, denn ich hatte nie an ihn geglaubt. So hab ich dann alles mitgemacht. Gebetet, zugehört...
Letztlich war ich dann beichten, habe mich vorbereitet. Dort habe ich so richtig die Erlösung und Befreiung gespürt, sozusagen die Neugeburt. Es war meine Entscheidung, alles hinzugeben, so wie ich bin. Und dann bin ich raus aus der Kirche und hab alles, die ganzen Spritzen weggeworfen. Das war meine Bekehrung.
Dann die Realität
Zu Hause hatte ich dann einmal noch, nach zwei Monaten, einen Rückfall und bin im Krankenhaus aufgewacht. Ich hatte es zwei Monate geschafft wirklich clean zu bleiben, obwohl die Entzugserscheinungen sehr hart waren. Aber dann gehst du einmal fort und es ist so schnell gegangen, dass ich wieder eine Dosis genommen habe. Das war aber so viel, dass ich eben ins Krankenhaus kam. Vielleicht war diese Erfahrung für mich noch notwendig, damit ich nicht auf meine Kraft baute. Aber das war mein einziger und letzter Rückfall.
Ich begann zu beten, kaufte mir eine Bibel, ging jeden Tag in die Messe. Trat einem Gebetskreis bei. Wollte immer mehr wissen über Gott. Was will denn Gott eigentlich auch für mich?
Nun habe ich die Matura nachgemacht und zu studieren begonnen.
Für Jesus Christus ist alles möglich!
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