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Zeugnisse
Eine unglaubliche Geschichte - mit einem Happy End.
Meine Mutter hatte mir Geld zum Einkaufen gegeben und ich brachte es nicht mehr zurück. Das war der Weg zur Droge, mit dem es angefangen hat. Es war der Anfang eines unrechten Lebens. Mit 14 kam ich ins Gefängnis, ich kam heraus und habe wieder angefangen, Drogen zu nehmen. Ich habe mein Leben lang schwere Motoren und hübsche Mädchen geliebt – ich hatte auch alles. Ich hatte ein Motorrad und ein schönes Mädchen – sie liebte mein Motorrad – nicht mich. Sie hat mit mir zusammen angefangen, Drogen zu nehmen. Wenn wir uns trafen, fragten wir nie, wie es uns geht oder wie der Tag war. Wir fragten immer nur, ob einer von uns Geld hätte, und wir wussten, wir würden es nie zurückgeben.
Mit 17 war ich an der Front im Krieg.
Nach dieser Erfahrung habe ich zum ersten Mal geweint. Ich war alleine, völlig ohne Freude und ohne Eltern. Ich habe über mich selber geweint. Ich hatte gehofft, dass ich an der Front eher sterben würde als an der Droge. Ich habe geweint, denn ich sah keinen Weg vor mir, keine Hoffnung. Später kam ich wieder ins Gefängnis – für Erwachsene. Zum ersten Mal fragte ich mich da: Ist das mein Leben? Ist das meine Freude? Ich wollte in der Tiefe meines Herzens Familie haben. Und ich fragte mich: Ist das meine Jugend – ist das meine Zukunft? Alles, was ich im Kopf hatte, war die Droge. Und das bedeutete 300 Mark am Tag. Mein Leben drehte sich ständig im Kreis.
Nach dem Gefängnis erinnere ich mich an meinen Vater
Er war Kommunist – er glaubte nicht an Gott. Er ging nie in die Kirche, und ich wurde nicht getauft. Meine Eltern hatten nicht in der Kirche geheiratet. Am Ende von allen Psychologen und Doktoren... da haben sie sich an einen Priester gewendet. Der gab uns die Adresse von der Gemeinschaft Cenacolo in Medjugorje. Ich bin hingegangen. Ich sah 40 Leute aus zwölf Nationen gemeinsam beten. Ich hab gesagt: “Die spinnen alle. Wie kann das Gebet einen Menschen verändern?” Dann habe ich gesehen, dass das Gebet wie ein köstlicher Saft auf einem runden Tisch ist, der nur dasteht und den ich nie probiert hatte. Da fing ich an zu probieren. Langsam, aber sicher hat sich mein Herz geändert.
Ich habe gesehen – der Saft hilft mir
Ich werde nie die ersten Tage in der Gemeinschaft vergessen. Ich habe mich im Spiegel angeschaut und gesagt – du bist immer der Gleiche, du bist nur ein bisschen fetter geworden. Aber du bist immer noch gleich. Ich habe nicht verstanden, dass, wenn jemand sein Leben ändern will, er sein Herz ändern muss, seine Seele, seine ganze Art und Weise zu leben. Ich konnte diese Veränderung nicht sehen. Ich hatte in meinem Leben viele Sachen ändern können – Kleider und dergleichen, aber nicht mein Herz.
Eines Abends
… bin ich ins Mädchenhaus von Schwester Elvira, der Gründerin der Gemeinschaft Cenacolo, gekommen. An diesem Abend ist dort ein Mädchen in meinen Armen gestorben. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben um jemand anderen geweint – um das Leben eines Menschen. Und jetzt fing ich auf einmal an zu leiden, wenn jemand anderer leidet, und ich war froh, wenn jemand anderer lächelte. Als ich für dieses Mädchen weinte, habe ich mir selber gesagt, du hast dich verändert. Jetzt weinst du nicht mehr über dich selbst, sondern über andere. Das waren die ersten Zeichen, an denen ich gesehen habe, dass mit der Hilfe Gottes, sich mein Herz verändert hatte.
Zu Ostern vor ein paar Jahren
…bin ich hier in der Kirche von Medjugorje getauft worden. Das war für mich einer der unbeschreiblichsten Momente in meinem Leben. Ich habe verstanden, dass der Mensch Gott und das Gebet kennen muss. Mit der Hilfe Gottes hat sich mein Herz verändert und durch die Hilfe meiner Brüder hat sich Gott mir gezeigt. Vor einigen Monaten haben sich meine Eltern in der Kirche hier trauen lassen. Nach 30 Jahren war ich der Trauzeuge meiner Eltern. Seht ihr, was Gott in unserem Leben getan hat? Mein Vater ist vor vier Jahren noch nie in der Kirche gewesen, jetzt betet er drei Rosenkränze täglich. Als meine Mutter hier herkam, habe ich sie gefragt: “Mutter, bist du froh, dass ihr es geschafft habt, auf den richtigen Weg zu kommen?” Sie sagte mir: “Wie könnte ich nicht froh sein, dass ich zum ersten Mal nach zehn Jahren die Augen meines Sohnes sehe?” In meinem Leben und in meiner Familie hat Medjugorje viel bewirkt. Mit der Hilfe der Gospa (Mutter Gottes) hat sich alles verändert.
Ich hatte den Wunsch, nach Brasilien zu gehen.
Vor vielen Jahren sind mir die Menschen auf der Straße aus dem Weg gegangen, weil ich gestunken habe und schmutzig war – drogensüchtig. Und jetzt gehe ich nach Brasilien mit der Gemeinschaft, um mich um die Kinder zu kümmern, die auf der Straße wohnen. Seht ihr die Wunder, die Gott wirkt? Als ich nach Medjugorje kam, habe ich gesagt, ich muss die Gospa auf dem Berg sehen. “Wenn ich sie nicht sehe, gibt es sie nicht.” Und ich habe die Gospa gesehen, in mir und in meinem Bruder, der neben mir ist. Ich bin froh, dass Gott mir Augen gegeben hat, die sehen können, die sich mit anderen freuen und mit anderen weinen können.
Was ich allen Jugendlichen als Botschaft weitersagen will
In jedem Leben gibt es Probleme. Es gibt keine Tabletten, die unsere Vergangenheit heilen können! Du kannst egal welche Tabletten nehmen. Deine Vergangenheit bleibt, deine Probleme bleiben. Ich kann nicht nur verdrängen. Nur eines zählt: Glaubt an Gott und glaubt an euch selber!
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