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07.06.2008

Juno

Hilfe, ich bin schwanger

Juno ist schwanger - nicht ganz freiwillig. Trotzdem weiß die junge Schülerin, dass Abtreibung nicht die beste Option ist. Also entscheidet sie sich dagegen...

von Stefan Heigl

YOU!Kategorie: A1     info

Eine Kleinstadt irgendwo in den Vereinigten Staaten. Eine kleine 16-jährige High School Schülerin namens Juno (Ellen Page). Und ein kleines Bisschen zu viel Neugier im Kontakt zu ihrem Freund Paulie – und schon ist es passiert: Juno ist schwanger.

Ihr erster Gedanke und Weg führen sie in die ortsansässige Abtreibungsklinik, die sie jedoch irritiert und fluchtartig wieder verlässt. Sie beichtet ihren Eltern, dass sie schwanger ist und das Baby in jedem Fall zur Welt bringen wird. Sofort macht sich Juno auf die Suche nach den perfekten Adoptiveltern, die sie schließlich in Form der beiden Mitt-Dreißiger Vanessa (Jennifer „Alias – Die Agentin“ Garner) und Mark findet.

Im Laufe des Films lernt Juno die beiden immer besser kennen und lieben. Sie muss jedoch – bereits hochschwanger – miterleben, wie die Beziehung von Vanessa und Mark am Baby-Thema, beziehungsweise an Marks Angst vor Vaterfreuden, zerbricht. Juno ist schwer enttäuscht, will sie ihr Kind doch nicht in einer zerrütteten Familie aufwachsen lassen. Kurz vor der Geburt von Junos Baby kommen sie und Paulie, der ebenfalls 16jährige Kindesvater, wieder zusammen. Nicht ganz logisch scheint es, dass sie trotzdem bei dem Entschluss bleibt, ihr Baby zur Adoption freizugeben. Wahrscheinlich wäre ein solches Happy End für viele zu „kitschig“ gewesen. Aber das Ja zum Leben hat trotzdem gesiegt.

Als Juno zur Abtreibungsklinik will, wird ihr von einer Schulfreundin ins Gewissen geredet. Obwohl dieses Mädchen im Film als peinliche Pro Life Aktivistin porträtiert wird, ist der Film auf seine Art dennoch ein alternatives Plädoyer gegen die Abtreibung – alternativ insofern, als er diese umkämpfte Thematik von einem nicht-religiösen Standpunkt aus betrachtet.

Ein Glanzlicht des Films ist sicherlich die supertalentierte Hauptdarstellerin Ellen Page. Sie spielt die Rolle der Juno mit unvergleichlicher Lockerheit und Coolness. Diese bewahrt selbst nach dem dritten positiven Schwangerschaftstest die Ruhe und verliert auch nicht die Fassung, als sie ihren Eltern eröffnet, dass sie bald Großeltern werden. Beide unterstützen sofort Junos Entschluss, das Baby zur Welt zu bringen.

Der Streifen „Juno“ hat einerseits einen ruhigen, fast melancholischen Grundton. Andererseits ist er aber auch lustig und mit humorigen Dialogen gespickt. Zwei große Themen werden behandelt: Die Liebe und das (Recht auf) Leben. Deshalb bleibt einem der Film doch einige Zeit im Gedächtnis hängen. „Juno“ ist es also sicherlich wert, gesehen zu werden.

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Ein anti-abtreibungs Film ist noch lange kein christlicher Film
von: LASTAVICA
14.07.2008
Obwohl ich gut finde, dass dieser Film ein Film fuer das Leben und gegen die Abtreibung ist, finde ich dass es in diesem Film fuer christliche Jugendliche wenig Vorbilder gibt – die junge Juno auch nicht. Eine Schwangerschaft passiert nicht eben so, nach ein bisschen Kuscheln. Das Ende das Films fand ich sehr traurig: Junos Leben geht weiter als waere nichts gewesen. Das Kind ist weggegeben, jetzt wird ein wenig Musik gemacht, das Leben geht weiter. Schade, dass so viele christliche Seiten fast Werbung fuer diesen Film machen.

 

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