
Popculture
Kino
Movie Check
Rom im 5. Jahrhundert. Das Weströmische Reich liegt im Todeskampf.
von Daniela Sziklai
Rom im 5. Jahrhundert. Das Weströmische Reich liegt im Todeskampf. Der letzte Kaiser, Romulus, ist noch fast ein Kind, als er auf den Thron kommt. Seine Herrschaft währt nur kurz: Die Barbaren erobern die Stadt und stürzen ihn; seine Eltern werden vor seinen Augen getötet.
Doch für den erst zwölfjährigen Kaiser sind damit in der Handlung des Films - der mit echten historischen Ereignissen übrigens fast nichts zu tun hat - die Aufregungen noch lange nicht zu Ende. Sein treuer Legionskommandant Aurelius befreit nämlich bald ihn und seinen Erzieher, den geheimnisvollen Ambrosinus, aus der Gefangenschaft der Eroberer.
Eine entschlossene Gruppe
Doch zuvor hat Romulus in einem Ruinenpalast ein besonderes Schwert entdeckt: „in Britannien geschmiedet... für die Hand, die dazu bestimmt ist, zu herrschen“. Doch gehört diese Hand wirklich ihm - einem abgesetzten Kaiser ohne Land? Sein Beschützer Aurelius sieht eine letzte Chance: die legendäre Neunte Legion, die in Britannien stationiert ist. Eine kleine, aber entschlossene Gruppe, der auch die genauso schöne wie kampflustige Kriegerin Mira angehört, setzt sich in Bewegung Richtung Norden, um diese „letzte Legion“ zu suchen.
Heldentum für das Gute
Opferbereitschaft und Heldentum stehen im Mittelpunkt der Geschichte von „Die letzte Legion“. Für das Gute, für die eigenen Ideale, muss man immer kämpfen, selbst dann, wenn es hoffnungslos erscheint. Nicht der ist ein wahrer Held, der mit Übermacht souverän siegt, sondern einer, der Mut und Entschlossenheit zeigt, wo andere aufgeben würden. Der junge Romulus und die Soldaten der Neunten Legion müssen erst lernen, was es heißt, zu kämpfen und nicht aufzugeben - selbst wenn es hoffnungslos erscheint.
Entschlossen kämpfen
„Das ganze Leben des Menschen stellt sich als Kampf dar, und zwar als ein dramatischer, zwischen Gut und Böse, zwischen Licht und Finsternis“, so sagt es die Kirche im Zweiten Vatikanischen Konzil. Und sie meint damit den Kampf, der sich im Inneren jedes Menschen abspielt, im Herzen, dort wo wir uns im Herzen entscheiden müssen. Wenn wir nur in diesem Kampf manchmal auch so mutig und entschlossen kämpfen würden, wie die „letzte Legion“! Denn wie oft gehen wir mit unseren Schwächen und schlechten Eigenschaften faule Kompromisse ein...
„Glaube“ und „Schicksal“
Die Darstellung von Glauben ist im Film allerdings etwas sehr Nebuloses. Ambrosinus – der sich zum Schluss als eine bekannte mythologische Figur entpuppt – wirkt wie eine Art heidnischer Priester, welcher viel über „Glauben“ spricht. Doch dabei geht es nur um ein „höheres Schicksal“, welches dann noch durch esoterische Zeichen untermauert wird. Für den Kampf eines Heeres mag das wohl genügen, aber wenn es um die Entschlossenheit geht, einen Kampf in seinem Inneren zu führen, ist der Glaube an einen persönlichen Gott schon sinnvoller.
Um ein Kommentar abgeben zu können, musst du dich registrieren
Jetzt registrieren
