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Was tun, wenn Gott dir Berge von Holz, Hunderte Tiere, einen schlohweißen Bart und den Auftrag senden würde, eine Arche zu bauen – weil bald die Sintf...
von Daniela Sziklai
Was tun, wenn Gott dir Berge von Holz, Hunderte Tiere, einen schlohweißen Bart und den Auftrag senden würde, eine Arche zu bauen – weil bald die Sintflut kommt?
Für den Nachrichtensprecher Evan Baxter könnte das Leben gar nicht besser sein. Gerade eben zum Abgeordneten im US-Kongress gewählt, hat er alles, was das Herz begehrt: ein tolles Auto, ein riesiges neues Haus, ein gutes Einkommen, ein schickes Büro in Washington – und dazu noch eine nette Frau und drei liebe Söhne.
Bei den Wahlen war Evan mit einem ambitionierten Slogan angetreten: „Verändern wir die Welt!“ Zunächst bedeutet das für ihn aber vor allem die Verbesserung seines eigenen Lebensstandards. Doch ahnt er nicht, dass jemand – nämlich der liebe Gott höchstpersönlich – seinen Wunsch nach der „Veränderung der Welt“ wörtlich nehmen würde...
Eine rätselhafte Nachricht
Evan soll also ein zweiter Noah werden und eine Arche bauen, um Menschen und Tiere vor einer kommenden Sintflut zu retten. Zunächst beginnt es damit, dass er überall über das Kürzel „Gen 6,14“ stolpert – die Bezeichnung jener Bibelstelle im Buch Genesis, Kapitel 6, Vers 14, in dem Gott Noah auffordert, die Arche zu bauen. Doch der neugewählte Abgeordnete hat nicht im Geringsten Lust, aus den plötzlich vor seinem Haus deponierten Latten eine Arche zu zimmern, anstatt seinen Karrieresprung zu genießen. Da muss Gott ein bisschen deutlicher werden – und plötzlich bevölkern Dutzende Tiere Evans Büro und Vorgarten...
Wenn Gott beruft...
Jeder Mensch hat von Gott seine bestimmte Berufung – wenn auch vielleicht nicht ganz so dramatisch und spektakulär wie im Film. Und genauso stehen meist die eigenen Wünsche und Pläne im Weg, die doch immer nur aus sich selbst zentriert sind. Dabei würde es um viel Größeres gehen. Und so wehrt man sich zuerst mit Händen und Füßen, aber Gott führt immer so, dass man mit seiner Berufung immer wieder konfrontiert wird. Wie Evan wächst man auf einmal über sich hinaus und vollbringt Großes, wenn man den Willen Gottes annimmt.
Viele Menschen, egal ob heute oder in früherer Zeit, haben eine besondere Berufung von Gott erlebt. Viele haben auch das Unverständnis von Familie und Freunden erlebt, weil sie sich Gott zugewandt haben. Wenn im Film Evans Frau mit Tränen in den Augen ihrem mittlerweile äußerlich einem alttestamentarischen Patriarchen gleichenden Mann zuruft: „Ich möchte meinen Ehemann zurück!“, ist das die Stimme vieler Angehöriger, wenn jemand auf einmal wieder öfter in die Kirche geht.
Nicht nur für Heilige
Die Geschichte von Evan Baxter zeigt aber auch eines: Auch eine besondere Berufung ist nie eine Belohnung dafür, dass man „toll war“. Der Abgeordnete ist eigentlich ein eher unangenehmer Zeitgenosse mit seinen fast lächerlichen Streben nach Geld und Ruhm. Trotzdem bekommt er diese Berufung und nicht irgendein anderer – selbst wenn dieser vielleicht der bessere Mensch sein sollte.
Gott fragt nämlich nicht danach, wie wir sind und was wir können, sondern nur danach, ob wir bereit sind, seinen Plan anzunehmen. Was dann notwendig ist, steuert er dann schon bei: wie etwa in jener Szene des Films, wo der vom Arche-Bauen todmüde Evan sich eine Hebevorrichtung wünscht – und prompt auch eine Art antiken Kran bekommt, mit der Notiz: „Bittet und euch wird gegeben.“
Der Plan fürs Leben
Überhaupt ist der Film mit vielen biblischen Hinweisen gespickt, die ihn auch zu einer Art Suchspiel machen. Doch letztlich bleibt die zentrale Aussage, dass ein Mensch, der nach Gottes Willen sucht, damit viele andere zu retten vermag. Die Berufung geschieht nämlich nie nur für einen einzelnen Menschen, sondern für die ganze Welt. Daher kann Evan auf die Frage eines Reporters, woher er denn weiß, dass Gott ihn berufen hat, antworten: „Er beruft alle Menschen.“
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