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Freedom Writers

Literatur als Therapie

Eine wahre Begebenheit á la "Dangerous Minds"

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So hatte sich Erin Gruwell (Hillary Swank) ihren ersten Tag als Lehrerin in der Woodrow Wilson High School nicht vorgestellt: Nicht nur, dass schon nach wenigen Minuten eine Schlägerei im Klassenzimmer ausbricht - sie gerät auch zwischen die Fronten eines Bandenkrieges auf dem Schulhof. Rassenhass, Gewalt und Drogen regieren diese Schule, die sich in einer der sozial schwächsten Gegenden von Los Angeles befindet.

Die erst 23jährige Erin hat sich nicht zufällig für die Stelle an der „Woodrow Wilson“ beworben. Sie ist voller Idealismus, glaubt fest daran, an der Situation ihrer Schüler etwas ändern zu können. Sie sucht nach immer neuen Wegen, die Aufmerksamkeit ihrer Schützlinge zu fesseln, zitiert Rap-Songs an Stelle von Sonetten und nimmt sogar zwei Nebenjobs an, um Geld für zusätzliche Bücher zu verdienen. Sie setzt ihre ganze Zeit und Energie für ihre Schüler ein - so sehr, dass sogar ihre Ehe mit ihrem Mann Scott (Patrick Dempsey) auf dem Spiel steht…

Doch das Klassenzimmer 203 ist ein besonderes: Hier werden alle Jugendlichen abgeladen, die als „unbelehrbar“ gelten, und die Schulleitung ist schon zufrieden, wenn sie täglich zum Unterricht erscheinen. Viele von ihnen haben Gefängnisstrafen verbüßt, und die meisten sind Gang-Mitglieder. Schießereien und Verbrechen gehören zu ihrem Alltag, und sogar im Klassenzimmer wird ihr Hass aufeinander sichtbar, als sie sich, getrennt nach Gangs, hinter ihren Pulten verbarrikadieren und nicht miteinander sprechen wollen.


Vom Hass und Rassismus ihrer Schüler schockiert, sieht sich Erin gezwungen, ihre idealistischen Vorstellungen vom idealen Unterricht anzupassen. Sie erkennt, dass der Alltag dieser Jugendlichen ein Krieg ist, ein Überlebenskampf, der ihre ganze Kraft beansprucht und aus dem sie keinen Ausweg sehen.

Angeregt von der Geschichte Anne Franks (sie starb mit 16 Jahren als Jüdin im Konzentrationslager) gibt sie ihren Schülern ein neues Projekt: Sie verteilt Notizbücher mit dem Auftrag, dass jeden Tag ein Eintrag gemacht werden muss - worüber, ist egal, Hauptsache, sie schreiben. Sie hofft, dass sie dadurch den Wert ihrer eigenen Erfahrung erkennen und ein neues Selbstbewusstsein entwickeln. Und wirklich - die Schüler erzählen: Von Gewalt, Tod, Drogensucht, von Obdachlosigkeit und Einsamkeit. Diese Gemeinsamkeiten einen sie, und langsam, ganz langsam schwinden die Barrikaden…

Erin Gruwell und die Schüler von Zimmer 203 gibt es wirklich - der Produzent Richard LaGravenese erfuhr durch eine TV-Reportage von der Geschichte und wollte sie unbedingt verfilmen. Bei der Suche nach Schauspielern, die die Rollen der Schüler übernehmen sollten, ging er auf Schulhöfe, Basketballplätze und in Parks, suchte in den Problemgegenden der USA nach Jugendlichen, die eine persönliche Beziehung zu der Geschichte hatten. Die meisten Darsteller hatten wenig bis keine Erfahrung, und für viele war der Film eine Chance, selbst aus dem Teufelskreis der Armut und Gewalt auszubrechen.

„Ich lebe in der Gegend von South Central, und mein Lebensstil ist genau wie der meiner Rolle“, erklärt einer der Schauspieler. „Ich bin in dem Glauben aufgewachsen, dass die Polizei mein Feind ist, und bin jede Nacht mit dem Knattern der Polizeihubschrauber eingeschlafen. In meinem Alltag verlasse ich das Haus und blicke mich sofort automatisch nach Mitgliedern einer feindlichen Gang um, in der Hoffnung, nicht erschossen zu werden.

Die neu entdeckte Welt des Filmemachens und Schauspielerns hat mich von innen heraus verändert und mich davon überzeugt, dass es für mich noch eine Chance gibt, auch ohne mit Drogen zu dealen oder auf der Straße zu leben.“

„Freedom Writers“ ist ein Film, der beeindruckt, weil er realistisch ist und keine einfachen Antworten zulässt. Gekonnt malt er ein Bild von Menschen, die sich erst auf einander einlassen müssen, um die Würde des anderen zu erkennen. Stereotypen und Vorurteile verlieren ihre Wirkung, wenn Gemeinsamkeiten sichtbar werden: Lebensumstände, Ängste und Hoffnungen.

Magdalena Trauttmansdorff

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von: Daniel
11.11.2007
der film hat echt was. berührend ist ein gute beschreibung, wenn ich an die szene denkt, wo der eine junge aus seinem tagebuch vorliest,... hammer
von: Anja
07.11.2007
der film ist echt einer der berührensten filme die ich in letzter zeit gesehn hab – unbedingt anschaun wenn möglich!!!
von: Laura
03.11.2007
ja mach das! weil der film ist echt empfehlenswert! echt super!
von: Daniel
31.10.2007
ja, wurde mir auch schon empfohlen, in dem fall werde ich ihn mal ausleihen gehen.
von: Laura
31.10.2007
dieser film ist echt gut!

 

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