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03.03.2010

Shutter Island

Insel ohne Wiederkehr

1954. Eine Insel vor der Ostküste der USA: Shutter Island. Die U.S. Marshals Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) und Chuck Aule (Mark Ruffalo)...

von Katharina Marschall

YOU!Kategorie: A3     info
...sind unterwegs zur einer geschlossenen Anstalt für psychopathische Gewaltverbrecher. Am Tag zuvor verschwand eine der gefährlichsten Insassen anscheinend spurlos aus ihrer Zelle und die beiden Ermittler wurden auf den Fall angesetzt. Doch kaum vor Ort, wird schnell klar, dass hier niemand die Absicht hat, ihnen bei den Untersuchungen zu helfen. Keiner scheint etwas zu wissen, Schritt für Schritt verfolgt man die beiden Marshals und ein aufziehender Sturm erschwert die Untersuchungen zusätzlich. Das gesamte Stromnetz wird in der Folge kurzzeitig unterbrochen und vielen der Insassen gelingt es aus ihren Zellen zu stürmen. Das Chaos bricht aus.

Daniels überkommen immer größere Zweifel. Geht es hier tatsächlich darum psychisch Kranken - und unzurechnungsfähigen Schwerverbrechern - zu helfen, oder steckt viel mehr hinter der Anstalt Ashecliffe? Was treiben die Ärzte Dr. Cawley (Ben Kingsley) und Dr. Naehring (Max von Sydow) hier tatsächlich? Führen sie Experimente an Lebenden durch, wie es Daniels schon länger befürchtet?

Zunehmend plagen ihn selbst starke Kopfschmerzen, Alpträume und Halluzinationen und bald wird klar: hier geht es viel weniger um das Verschwinden einer Insassin als um Teddy Daniels selbst. Um die Erinnerungen an seine tote Frau zum Beispiel und an die schreckliche Zeit als Soldat im Zweiten Weltkrieg. So scheint plötzlich alles weit über Shutter Island hinauszureichen. Immer mehr verschwinden die Grenzen zwischen Realität und Wahn, nichts scheint mehr so sicher wie es anfangs wirkte. Teddy wird bald bewusst, dass er diese Insel vielleicht nie mehr verlassen wird.

Es kommt zu einem unerwarteten Ende, der ursprüngliche Eindruck des Zuschauers wird auf den Kopf gestellt. Der Film endet schließlich mit einer großen Frage - mit Teddys Frage: Ist es besser wie ein Monster zu leben, oder wie ein guter Mann zu sterben?

Regisseur und Produzent Martin Scorsese („Gangs of New York“, „The Aviator“, „The Departed“ uvm.) muss nicht mehr beweisen, dass er es versteht, eindrucksvolle Filme zu schaffen. Hier übernahm er einen Roman von Autor Dennis Lehane und überzeugt vor allem mit großer Spannung, Bildgewalt und ausdrucksstarken Schauspielern wie Ben Kingsley und Leonardo DiCaprio.
Allen voran der von DiCaprio gespielte Teddy Daniels lässt uns Zuschauer vor allem am Ende mit offenem Mund da stehen und erinnert uns daran, was für ein komplexes Wesen der Mensch ist. Er zeigt, dass oft nichts so ist wie es scheint und der Mensch dennoch zu viel mehr fähig ist, als er denkt.

Die große Spannung und die Konfrontation mit dem schwierigen Thema Nervenheilanstalten ist bestimmt nicht jedermanns Sache. Insgesamt: kein Film für schwache Nerven!

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© Paramount

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