
Popculture
Kino
Movie Check
Der Film mit recht ungewöhnlichem Titel erzählt die Geschichte von Kleinstadtreporter Bob Wilton (Ewan McGregor)...
von Jan Bentz
|
Seine Frau hat ihn wegen seines eigenen Chefs verlassen. Um sich selbst, und auch ihr, seinen Mut zu beweisen, geht Bob zum Militär. Dort trifft er auf Lyn Cassady (George Clooney), der sich als ehemaliges Mitglied einer Eliteeinheit von parapsychologisch ausgebildeten Soldaten mit dem Decknamen „Jedis“ ausgibt. Da Wilton eine Story für seine Zeitung wittert, folgt er Lyn Cassady in den Irak und erfährt von ihm mehr Details über dessen Sondereinheit. Anhand von Flashbacks werden nun die Facetten und Kuriositäten dieser Militäreinheit gelüftet. Bill Django (ein träger Jeff Bridges) ist nach einer Nahtod-Erfahrung davon überzeugt, dass man Kriege auch mit der „Make Love not War“-Botschaft der 60er Jahre gewinnen kann. Mit esoterischen Elementen aus der „Flower Power“-Ära versucht er, das besagte Sondereinsatzkommando, die so genannte „New Earth Army“, zu schulen. Intrigen innerhalb der Einheit und die Entwicklung der einzelnen Mitglieder tragen nun den Rest des Geschehens, mitten drin Bob Wilton. Auf einer gemeinsamen Reise durch die Wüste erzählt Cassidy aus der Vergangenheit, auch allerlei lustige Momente werden eingeflochten, allerdings geht es höchst selten über albernen Klamauk hinaus. Auch Wilton bleibt eher argwöhnisch und skeptisch. „Männer, die auf Ziegen starren“ ist die Adaption des gleichnamigen Sachbuchs des britischen Journalisten Jon Ronson, welches im Film in das fiktive Leben von Reporter Bob eingeflochten wird. Wie bei der Vorlage handelt es sich eher um die Sammlung einzelner, teilweise wahrer (wie der Gebrauch der Droge LSD zu Militärszwecken) Ereignisse, die aber leider letztlich zu keiner überzeugenden oder aussagekräftigen Botschaft führen. Trotz einer Reihe herausragender Schauspieler gelingt Regisseur Grant Heslov in seinem Regiedebüt nicht das ironische Meisterwerk, welches der Titel verspricht, sondern eine eher laue Mischung aus Darstellung des US-Militärs, des Irak-Krieges und der pazifistischen „Flower Power“-Bewegung. Im Grunde eine ziemliche Zeitverschwendung und nur richtig eingefleischten George Clooney Fans zu empfehlen. Einziger Glanzpunkt: Der Film endet mit Djangos Liebslingslied: Boston’s „More than a feeling“, das zu den Meisterwerken des klassischen Rock gehört, ein Ohrwurm, der nie aus der Mode kommt… |
|
|
© Overture Films |
|
|
|
|
Um ein Kommentar abgeben zu können, musst du dich registrieren
Jetzt registrieren
