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Ein Mann auf der ewigen Flucht vor der Einsamkeit, mit dem Ziel, so viele Flugmeilen wie nur möglich zu sammeln. Bis er erkennt, wie trostlos sein Leben ist.
von Leonie Müller
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George Clooney spielt den nicht mehr blutjungen Geschäftsmann Ryan Bingham, der mit seinem Partner eine äußerst lukrative Firma gegründet hat: Sie übernehmen für Geschäftsführer aller Art den unangenehmsten Job und kündigen stellvertretend deren Mitarbeiter. Das ist das Leben, wie es sich Ryan immer gewünscht hat: Keine Verpflichtungen, kein festes Zuhause, keine Bindung und vor allem die Möglichkeit Flugmeilen zu sammeln. Seine Philosophie lautet: Wir sind keine Schwäne, die andere mittragen, wir sind Haie! Und die Botschaft der Vorträge, welche der fleißige Geschäftsmann ganz nebenbei auch noch hält, ist einfach: Wieviel wiegt dein Leben? Viel! Also, pack deinen Lebens-Rucksack so leicht wie möglich. Denn jede Wohnung, alle zusätzlichen Kleider, jedes Auto, jeder Fernseher, jeder Kollege, jeder Bekannte, jeder Freund, die Familie und vor allem jede Beziehung, belasten so wahnsinnig, dass man im Leben keinen Schritt weiter kommt. Das Leben muss einfach, leicht und handlich sein. Ohne jeden „Ballast“, was in diesem Fall auch zwischenmenschliche Beziehungen sein können. Und im Kofferpacken ist Ryan ein Profi. Dieses „perfekte“ Leben soll aber jäh und plötzlich enden. Und zwar als die junge Natalie Keener mit ihren innovativen Ideen auftaucht. Die Kündigungsweise durch Ryans Firma soll dem modernen Medien-Zeitalter angepasst werden, kurz: Feuern via Skype. Die Aussicht, in seiner kleinen, nur bis aufs Nötigste eingerichteten Bude öfter als 30 Tage im Jahr zu bewohnen macht dem reiselustigen Bingham Angst. Also soll die Neue kurzerhand bekehrt werden. Und wie ginge das besser, als sie einfach mit auf die Reise zu nehmen und sie so von der Notwendigkeit der „face-to-face“ Kündigung zu überzeugen? Auf der Reise wird allerdings nicht nur Natalie mit den unangenehmsten Seiten des Jobs konfrontiert, sondern auch Ryan beschäftigen plötzlich bisher kaum gestellte Fragen, wie jene des Alleinseins. Seine junge Kollegin, welche noch völlig romantisch an die Liebe und „den Einen“ glaubt, sowie seine – ihm fast schon unbekannte - Schwester, welche heiraten will, bringen ihn auf lauter solche Gedanken. Und dann ist da noch die schöne Alex Goran, ebenfalls immer auf Reisen und auch auf der Suche nach der zweiten Hälfte. Oder doch nicht? Es scheint plötzlich alles recht verwirrend und die einst selbst gewählte Einsamkeit beginnt zu schmerzen… Nach „Thank you for smoking“ und „Juno“ bringt Regisseur Jason Reitmann mit „Up in the air“ eine weitere Tragikomödie auf die Leinwand. Neben den anderen, eher unbekannten Schauspielern, will George Clooney wieder einmal sein schauspielerisches Talent unter Beweis stellen und gilt - nach unzähligen Auszeichnungen für seine Rolle - als möglicher Anwärter für den Oscar. Vor lauter Charakterstudien wirkt die ganze Geschichte aber leider etwas fad und nicht sehr überzeugend. Die Story behandelt zwar bewährte Themen wie Partnerschaft, Treue und wahre Liebe, wirkliche Denkanstöße bekommt man aber dennoch nicht und es bleibt alles sehr oberflächlich. |
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