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Düstere Gestalten haben sich in einer von Fackeln erleuchteten, unterirdischen Krypta versammelt. Ihre Gesichter sind hinter dunklen Kapuzen verborgen...
von Daniela Sziklai
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Ihr Anführer murmelt unverständliche, mystische Worte vor einem Steinaltar, auf dem sich eine junge Frau in einem weißen Kleid windet. Gerade will der „Priester“ das Opferritual vollziehen und das Mädchen töten, als zwei Männer die Versammlung stürmen, die Wächter entwaffnen und die Schöne retten. Im allerletzten Augenblick konnten Meisterdetektiv Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.) und sein Freund Dr. Watson (Jude Law) die junge Frau davor bewahren, ein weiteres Opfer des düsteren Lord Blackwood zu werden, der sich ganz der schwarzen Magie verschrieben hat. Der Lord wird zwar bald darauf hingerichtet – doch offenbar besitzt er sogar die Macht, auch noch aus dem Jenseits zurückzukehren... Die Angst geht daraufhin um im viktorianischen London des ausgehenden 19. Jahrhunderts, und Sherlock Holmes muss alle seine Fähigkeiten einsetzen, um neutral zu bleiben und sich nicht von der Hysterie überwältigen zu lassen. Denn schon bald häufen sich unerklärliche Vorfälle, die auf satanische Mächte hindeuten. Gleichzeitig finden Holmes und Watson Spuren, wonach sich Blackwood mit chemischen Experimenten aller Art befasst hatte. Könnte darin der Schlüssel für die scheinbar überirdischen Ereignisse liegen? Außerdem muss Holmes feststellen, dass ihm die Zeit davonläuft. Lord Blackwood plant nämlich, mithilfe einer von ihm beeinflussten Freimaurerloge die Herrschaft über das britische Empire zu übernehmen. Ein interessantes Detail des Films ist, wie die - an sich harmlosen und recht biederen - Mitglieder der Loge dabei mitwirken, die Machtübernahme von Blackwood vorzubereiten. Tun sie es aus Feigheit, aus Angst, aus Machtgier? Die einzigen beiden Logenmitglieder, die sich dem düsteren Lord entgegenstellen, sterben bald darauf unter dramatischen Umständen. Gleichzeitig gelingt es Blackwood und seinen Gesellen nicht, alle in ihrer Umgebung geistig in ihre Gewalt zu bringen. Holmes kann sich bei seinem Kampf gegen den Lord immer auf seine Freunde bei der Polizei verlassen, denen das Einstehen für das Gute wichtiger ist, als die Befehle ihrer Vorgesetzten. Sie lassen sich nicht beeinflussen und schieben die Verantwortung nicht ab mit den Worten: „Ich habe nur Befehle befolgt.“ Vielmehr machen es ihre kleinen Hilfeleistungen erst möglich, dass Holmes letztlich als Sieger aus dem Kampf hervorgehen kann. Die Handlung des neuen „Sherlock Holmes“ führt in eine ganz andere Welt, als wir es aus früheren Filmen über den vom britischen Schriftsteller Arthur Conan Doyle erfundenen Londoner Meisterdetektiv kennen. Holmes zeigt diesmal nämlich, neben seiner gewohnten unübertrefflichen Beobachtungsgabe und logischem Schlussfolgerungsvermögen, auch viel Muskeln, Sinn für Schlägereien und jede Menge schwarzen Humor. Oft erinnert die actionreiche Handlung im Kampf gegen einen übermächtigen Bösewicht eher an die Abenteuer von James Bond als an den altbekannten Detektiv. Trotzdem ist es äußerst vergnüglich anzusehen, wie dieser „Sherlock Holmes 2.0“ seinen satanischen Widersacher mit viel Geist, Witz und Körpereinsatz bekämpft. |
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© Warner Bros |
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