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Eva (Malgosia Bela) hat es nicht leicht: Sie arbeitet in einem schlecht bezahlten und Job, der sie nicht ausfüllt, ihre Mutter bringt kaum Interesse für sie auf, und ihr Vater verliert langsam sein Gedächtnis.Obendrein ist Eva schwanger - doch der Mann, von dem sie das Kind erwartet, hat sie im Stich gelassen.In ihrer trostlosen Lage entscheidet sich Eva zunächst gegen das Kind – sie fühlt sich zu jung, um Mutter zu sein. Das für die Abtreibung mühsam beschaffte Geld wird ihr jedoch auf dem Weg zur Klinik von einem Drogensüchtigen gestohlen.
Ein weiterer Zufall ändert ihre Entscheidung radikal: Im Krankenhaus erfährt sie aus einem mitgehörten Gespräch, dass ihr Kind sie bereits hören kann. Nun versucht Eva, ihrem Kind die Welt – die Farben, die Klänge, die Formen – zu erklären. Ihm spielt sie sogar die Musik vor, die ihr Vater so sehr liebt.
Mit ihrer Umkehr wird aus der mit Job und Leben Unzufriedenen eine liebevolle, aktive junge Frau, die endlich die schönen Seiten des Lebens entdeckt. Obwohl sich „Leben in mir“ einer teilweise surrealen Filmsprache bedient, die das Verständnis erschwert, liefert der Film ein deutliches Plädoyer für das Leben: Eva erkennt, dass es nicht ihre eigenen Lebensumstände sind, die bei der Entscheidung für oder gegen ihr Kind die größte Rolle spielen. Es ist die reale Gegenwart eines neuen Lebens in ihr, zu dem sie eine Beziehung aufbaut und das sie lieben lernt, obwohl es noch nicht geboren ist. Indem Eva versucht, mit ihrem Kind zu kommunizieren und ihm die Welt und die Menschen zu erklären, stellt sie sich viele Fragen über das Leben auch selbst zum ersten Mal.
Treffend gewählt ist auch der Name der Hauptperson: Die Eva der Schöpfungsgeschichte (deren Namen übrigens selbst „Leben“ bedeutet) ist die erste Mutter, die Mutter der Menschheit.
„Leben in mir“ wurde in der Sektion „Panorama“ der Berlinale 2005 gezeigt und war eine Zeit lang im deutschen Kinoprogramm zu sehen. Der polnischen Regisseurin Malgosia Szumowska kam die Idee zum Film, als sie im Radio einen Beitrag darüber hörte, dass Kinder bereits im Mutterleib Geräusche wahrnehmen können. Auf die Frage, ob sie einen Film über Abtreibung gemacht habe, antwortete sie in einem Interview: „Es ist eine Geschichte darüber, wie die Welt sich verändert durch eine Frau, die ein lebendiges Wesen in sich trägt.“
Malgosia Bela, die bisher als Model arbeitete, liefert in „Leben in mir“ in der Rolle der Eva ihr Schauspieldebüt. Einigen wird sie allerdings schon bekannt vorkommen In „Karol – Ein Mann, der Papst wurde“ ist sie als Hania Tuszynska zu sehen, die Jugendfreundin Karol Wojtylas.
José Garcia, Magdalena Trauttmansdorff
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