rudolf cms image
26.04.2007

Hilfe! Was zieh ich an?

Worauf es beim Shoppen ankommt…

von Gerlinde Hufnagel

Es ist endlich wieder so weit: Die Sommer-Klamotten dürfen rausgeholt werden! Nachdem es lang genug bitter-kalt gewesen ist, kam doch noch die Sonne heraus, die sich vorgenommen hat, uns schön braun zu machen...

Vor allem die weibliche Hälfte der Bewohner dieser Erde kann nun endlich jubilieren, alle Modepläne in die Tat umsetzen oder noch mal der Lieblingsbeschäftigung frönen: SHOPPEN!

Doch wie schwierig ist es, das Richtige zu finden? Die Modetrends von heute scheinen eher bloß für Modelmaße zugeschnitten zu sein, als für Mädchen wie dich und mich. Von den bauchfreien Tops und den megatiefen Hüfthosen, die so manche Trägerin zur höchst unvorteilhaften Überraschungen führen, hab ich schon längst genug. Mein Motto für diesen Sommer lautet: Ich will schön sein und mich dabei wohl fühlen!

Ich will bequeme Sachen, mit einem hübschen Schnitt. Nicht zu klein und nicht zu schlapperig. Ich will etwas, was meine natürliche Schönheit unterstreicht, mich ganz als Frau zur Geltung bringt und nicht als „billiges“ Mädchen! Viele meinen, man muss als katholisches Mädchen bieder und langweilig sein. Ich bin absolut nicht dieser Meinung! Wenn man sich etwas Zeit nimmt und die Kleiderständer etwas genauer unter die Lupe nimmt, findet man sicher die passenden Sachen, die vielleicht nicht alle anhaben, was ja um so besser ist...


Ich habe mir eine Checklist gemacht, auf welche Faktoren ich beim Einkaufen schaue. Vielleicht können sie auch dir von Nutzen sein...

Der Wohlfühlfaktor:
Klamotten, in denen du dich wohl fühlst, die gut sitzen, helfen genau das auszustrahlen, was sie bezwecken sollen: Zufriedenheit in deiner eigenen Haut und in deinem Gewand! Da nützt es nichts, wenn deine besten Freunde super in einem bestimmten Stil aussehen, du dich darin aber einfach nicht wohl fühlst!

Der Glücksfaktor:
Je mehr das Gewand deinem persönlichen Stil und Geschmack entspricht, desto mehr Freude hast du, wenn du wieder ein schickes Teil gefunden hast, das deine Persönlichkeit unterstreicht.
Das soll aber nicht heißen, dass man nicht auch einmal etwas Neues ausprobieren soll!

Der Individualitätsfaktor:
Jeder ist ein von Gott einmalig geschaffenes Geschöpf. Wieso sollen wir das nicht auch durch unsere Kleidung demonstrieren? Wenn dir etwas gefällt, das (noch) kaum jemand trägt, ist das kein Grund es den anderen gleich zu tun! Setz deine eigenen modischen Akzente und vielleicht machen es dir die anderen sogar nach.

Der Wertfaktor:
Gute Mode unterstreicht nicht nur die natürliche Schönheit, sondern auch deinen Wert. Man kann mit Mode viel bewirken. Sie verändert unser Äußeres und ist wie eine Visitenkarte. Meist werden wir auch zuerst über unser äußeres Erscheinungsbild wahrgenommen. Deshalb zeige deine unverkennbare Würde.

Extra für euch habe ich auch ein paar Mädchen gefragt, welche Modetipps sie auf Lager haben. Drei Antworten will ich euch nicht vorenthalten:


Kathi, Niederösterreich

Geht gern Einkaufen, wo es billig ist und trotzdem schöne Sachen gibt. Ihr Tipp ist H&M, Zara, Veromoda, C&A, oder tbc. Ihr Schrei für diesen Sommer sind Wickelkleider (schön bunt) und ganz lange Ketten (auch schön bunt) und alles mit Punkten... Punketröcke, Punkteschuhe, Punktebikini, Punktetasche, aja, und Kirschen, also wenn wo Kirschen drauf sind (aber nicht so glitzernd, oder knallig)...

Wann fühlt sie sich schön? „Ich finde, da kommt es auch immer auf den Anlass an. Wenn du einen halben Tag für das Zurechtmachen investierst, weil du auf einen Ball gehst und dann in dein Traum-Ballkleid schlüpfst, fühlst du dich natürlich schön. Aber zum Beispiel im Alltag fühl ich mich wohl, also auch schön, wenn ich einen bunten Sommerrock anhabe mit einem bequemen T-Shirt und Flip-Flops. (Vielleicht liegt es auch daran, dass sicher schönes Wetter ist, wenn ich so etwas anziehe!) Für mich ist es auch wichtig, dass die Sachen bequem sind, denn wenn es nur gut ausschaut, aber man dann die ganze Zeit irgendwo herumzupft, ist das halt auch nicht das Wahre.“


Kristina, Wien

Geht gern überall Einkaufen, wo sie etwas Schönes zum Anziehen sieht. Ihr Tipp ist H&M, Zara und Mango.

Sie fühlt sich wohl in schwarzer Hose, Ballerinas und einem T-Shirt. Hauptsache bequem, aber nicht zu freizügig, denn das Schlimmste wäre für sie wenn sie „billig“ aussehen würde. Unwohl fühlt sie sich, wenn sie für eine Gelegenheit unpassend gekleidet sein sollte.


Babsi, Wien

„Wenn man durch Mode Aufmerksamkeit bei den anderen erwirken möchte und diese bei Burschen nur durch sein Äußeres erlangt, dann sind diese, meiner Meinung nach, die ganze Mühe nicht wert...
Ansonsten versuche ich mich immer individualistisch zu kleiden und nicht irgendwelche Trends mitzumachen. Christliche Aufdrucke auf T-Shirts würdest du in meinem Schrank sicher auch finden. Ist immer ein guter Anfang für ein Gespräch. Ansonsten versuch ich einfach nur, keine zu kurzen Röcke oder zu tiefen Ausschnitte zu tragen... es ist schon unangenehm wenn man in der U-Bahn oder wo anders „blöd angemacht“ wird. Das Problem kenne ja nicht nur ich. Warum müssen sich manche Männer auch so derartig benehmen??

Ich liebe es, mich manchmal für einen Ball schön zu machen. Ich liebe es, ein wunderschönes Kleid anzuziehen und für einen Abend mal „Prinzessin“ sein zu dürfen. Da gehört dann auch gutes Make-up und schöner Schmuck dazu...“

Um ein Kommentar abgeben zu können, musst du dich registrieren
Jetzt registrieren

zum thema sich christlich anziehn
von: annam9
08.06.2008
kennt ihr pure fashion?
Nein,...
von: Klara
08.06.2008
... kenn ich nicht. Kannst ja mal was darüber schreiben!
@klara
von: annam9
12.06.2008
steht eigentlich auch auf dieser webside was drüber, bin ich draufgekommen. das is 1 organisation von müttern, die mit besorgnis die entwicklung der mode mitansehn (zu tiefe ausschnittem zu kurze kleider…) damit wird viel zu viel wert auf das äußere gelegt und die mädels verlieren so ihre würde sagen sie. sie haben dann ein paar regeln ausgearbeitet, wie sich mädchen anziehn sollten, wenn sie sicher gehn wollen, dass jungen nicht nur an ihrem äußeren interessiert sind. so irgendwie..;)
Unsere Verantwortung...
von: luckyfelix
28.05.2007
Hallo, zugegeben, ich war voher noch nicht auf der H&M Homepage, der Bereich “Unsere Verantwortung” ist schon interessant. Im allgemeinen neige ich dazu den Mainstream schnell zu verurteilen, doch H&M setzt sich klar mit den wichtigsten Kritikpunkte ausseinander… Gemeinsam fuer eine bessere Zukunft… Irgendwo bleibt mir doch ein mulmiges Gefuehl wenn ich an diesen Bekleidungsriesen denke. Ein Bild aus “We feed the World” , der riesiege Berg von Brot, den Wien taeglich wegschmeisst…. Mein eigenes Zimmer, mein Konsum an Kleideungsstuecken. Wenn ich allerdings an meine Schwester, denke relativiert sich mein Kleidungsverbrauch gewaltig. Und wenn ich irgendwo “shoppen” als Lieblingsbeschaeftigung lese, fuehl ich mich dabei nicht ganz wohl. Ich wuensch mir ein gesellschaftliches Umdenken, ein Geniessen, anstelle eines Konsumierens. Ein Teilen und Tauschen zur Erhaltung der Vielfalt und Buntheit. Ausserdem hab ich Angst vor der Globalisierung, ich hab das Gefuehl, dass es immer schwieriger wird die Konsequenzen des eigenen Konsums einzuschaetzen. Dass viele diese Angst teilen kann man ann der Nachfrage an Guetesiegeln und dergleichen sehen. Es ist allerdings nicht einfach sich in deren Jungel zurechtzufinden. Was ist eigentlich fairer Handel? Ich glaube, dass es sich Lohnt Wert auf Regionalisierung zu legen. Produkte zu kaufen, die einen moeglichst kurzen Weg haben, am besten direkt beim Produzenten. Grosskonzerne vereinfachen unser Leben, Ikea, H&M, Mc Do, Spar, Billa; schnell finden wir uns hier zurecht. Gern geben wir unsere Verantwortung als Konsument an ein Unternehmen weiter. Die Verantortung eines Grossen Unternehmens zu begreifen ist jedoch extrem komplex. Kleidung ist wertvoll auch wenn man sie ueberall “nachgeschmissen” bekommt. Hmm, es tut gut das alles mal auszusprechen, bzw. zu schreiben, die verschwendung von Energie und Recurcen unsererer Gesellschaft finde ich erdrueckend. Ich glaube alllerdings an die Kraft des einzelnen und wuerd mich freuen wenn Christen auch auf dem Gebiet des kritischen Konsums ein Vorbild wuerden. Liebe Gruesse aus Toulouse, Felix
H&M...
von: veronika
28.05.2007
Hallo! Ich finde es natürlich schlimm, dass heute viele westliche Firmen, die ja eigentlich aus ihrem kulturellen Hintergrund heraus den essentiellen Wert der Menschenrechte kennen sollten, diese in ihren Produktionen missachten. Dennoch denke ich, dass der Preis nicht immer etwas über die Produktion aussagt, denn auch bei teuren Markenprodukten findet man Label mit dem Aufdruck „Made in Bangladesh“. Viel wichtiger ist es sich über den Produktionshergang der verschiedenen Produzenten zu informieren. Da ich selber gerne bei H&M einkaufen gehe und diese Geschäftskette immer als Beispiel par excellence für menschenrechtsmissachtende und umweltschädliche Kleidungsherstellung angeführt wird, habe ich mich auf ihrer Homepage (www.hm.com) einmal darüber informiert, wie sie sich dazu äußern und hoffe, dass ihre Angaben glaubwürdig sind.

Dabei bin ich auf zwei interessante Dinge gestoßen:

1. H&M produziert Kleidungsstücke für Babys, die mit dem Umweltzeichen der EU- die Blume- ausgezeichnet sind. Bei diesen Produkten wird auf eine umweltschonende Herstellung geachtet. Des weiteren geben sie auf der Homepage auch andere Ziele bezüglich ihrer „Umweltstrategie“ an. => Dies zeigt, dass sie sich um eine umweltfreundliche Produktion bemühen (wenn dies sicherlich auch durch den Kampf in der intenationalen Wettbewerbsfähigkeit beeinflusst wird).

2. H&M ist Mitglied der FairLaborAssociation (www.fairlabor.org), wie auch Puma, Adidas etc. => Sie sind also mit den teureren Produkten konkurrenzfähig => der Preis ist also nicht unbedingt aussagefähig! Darüber hinaus unterstützt H&M den Global Compact (www.globalcompact.com.) => Sie wollen also gerechte Arbeitsbedingungen schaffen.

Soweit kann man also sagen, dass man nicht allzu schnell urteilen darf! Dabei muss man natürlich auch bedenken, dass solche Mitgliedschaften nicht aussagen, dass alle Produktionsstellen die Bedingungen vollkommen beachten, aber es zeigt auf jeden Fall Bemühungen!

Alle Angaben sind ohne Gewähr Lg, Veronika

Konsument-Ethik-Test
von: Klara
17.02.2008
Ich habe unlängst in der Zeitschrift “Konsument” einen Ethik-Test bei verschiedenen Modegeschäftsketten gelesen. (siehe http://www.konsument.at/konsument/detail.asp?id=31910 ) H&M und Mango sind am besten abgeschnitten! Esprit und Promod waren am schlechtesten.

Ich habe eh recht viele Sachen von H&M, aber in letzter Zeit habe ich eher in anderen Geschäften eingekauft, einfach, weil ich dort mehr gefunden habe. Ich bemühe mich schon, auf ethische und soziale Kriterien Rücksicht zu nehmen. Leider ist es oft ziemlich schwer zu durchschauen, woher die fertigen Produkte kommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden.

an schwerelos...
von: luckyfelix
26.05.2007
...also ich weiss was ich mein, allerdings nicht wie ich das hier ruebergebracht hab. Wahrscheinlich nicht ganz schwerelos… (Ich versuch, mich hier nochmal zusammenzufassen;

Die Umstaende unter denen die meiste Kleidung heutzutage hergestellt wird, entsprechen ganz sicher nicht christlichen Werten. Ich bin ganz klar dafuer, das Maedchen sich ihrer natuerlichen Schoenheit bewusst werden und von “Sparschweinhosen” (jene die den allerwertesten nicht vollstaendig bekleiden” halte ich wenig. (Ist doch sicher auch unbequem der Luftzug oder?)

“Ich will schön sein und mich dabei wohl fühlen!” Gehoert da nicht noch mehr dazu als Bequemlichkeit, Estetik und Individualitaet? Ich will dazu ermutigen, Kritik an sozialen und oekologischen Herstellungsbedingungen ernst zu nehmen. Das H&M hier sogar empfohlen wurde hat mich zum schreiben veranlasst. Ich wuerd mir wuenschen, dass sich immer mehr Menschen, auch beim Kauf von Kleidung, nach Werten orientieren. Vernuenftigen Werten wie ;

Bequemlichkeit (ok, alle einverstanden..)

Haltbarkeit (hm, warum? >ich find es wird zuviel weggeschmissen<

Preis (klar billig oder? > ich mein hier den angebrachten Preis, nicht zu teuer, aber auch nicht zu billig)

Menschenwuerde (bei vielen meisten Bekleidungsketten, koennte man eigentlich schon direkt im geschaeft merken, das Menschen wie Tiere, nein schlimmer wie Zahlen, behandelt werden. Wie sieht dann wohl der restliche Weg der Kleidung aus?)

Umwelt (Im allgemeinen wird in gern in Laendern ohne oder mit nicht ausreichenden Umweltschutzauflagen produziert, und das ist wohl auch allgemein bekannt, wird jedoch genauso allgemein ignoriert. >ich hab zu Ostern in einen Neuseelaender getroffen der mir vom Ozoonloch erzaehlt hat. Fuer die Menschen in Neuseelandn ist dieses besonders seit den letzten 5 Jahren ein grosses Problem.)

Tja, kommen wir nun zu meinem Problem… macht es Sinn diese Themen hier anzusprechen? Versteht jemand was ich sagen will?

Kleidung sagt viel uns aus. Ich kauf gern gute und schoene Sachen und freu mich manchmal ueber was billiges, doch shoppen als Lieblingsbeschaeftigung- moecht ich hier nochmal in Frage stellen.

lieber felix...
von: schwerelos
26.05.2007
...verstehst du denn selber, was du hier sagst?Also ich verstehe kein Wort, außer dass das Leben schön ist. Und wie ich mich da anschließe…
SHOPPEN!!!!
von: luckyfelix
25.05.2007
Was fuer ne tolle Lieblingsbeschaeftigung! H&M; wow, klar mein erster Tipp fuer euch, he ne im ernst hier wuerd von wegen Bauchfrei und zu Billig im Look, klar versteh ich, habt ihr auch mal was von zu billig produziert gehoert. Ja, ich nehm an, aber hingehoert wurde nicht. Ich hab selber klamotten vom H&M aber empfehlen wuerd ich das niemandem. Seitdem ich angefangen hab dafuer zu interessieren was fuer Konsequenzen mein Leben fuer andere hat versuch ich so gut wie moeglich alles zu boykottieren was auf Ausbeutung basiert. Und Leute, ihr koennt euch sicher sein , dass H&M und die anderen oben genannten Ketten auf miesester Ausnutze basieren, das heisst konkret, dass bei der Profit-Maximierung schamlos vorgegangen wird. Vielen Menschen geschiet grosses UNRECHT, in indirekter Folge aufgrund passiven, gedankenlosen Modekonsums. RECHT ist, wenn die beteiligten Parteien in gleichem Masse profitieren. Ich glaub dass die Bibel es als himmelschreiende Suende bezeichnet, dem Arbeiter den gerechten Lohn vor zu enthalten.

Ok, was is also mein vorschlag? Weniger shoppen, mehr (und soviel wie es RECHT ist) ausgeben. Wie schoen waer es wenn wir fuer dass was wir tun verantwortlich sein koennten. Dazu muss man allerdings erstmal aktiv werden. Wenn mann auf Qualitaet, Umwelt und Menschenwuerde achtet, braucht man sich im allgemeinen ueber billige (auch was sie eigene Menschenwuerde betrifft) Klamotten nicht mehr allzu grosse Gedanken zu machen. Das Leben ist Schoen, felix

 

Red_more