
Hot Stuff
Thema
Mode
von Gerlinde Hufnagel
Es ist endlich wieder so weit: Die Sommer-Klamotten dürfen rausgeholt werden! Nachdem es lang genug bitter-kalt gewesen ist, kam doch noch die Sonne heraus, die sich vorgenommen hat, uns schön braun zu machen...
Vor allem die weibliche Hälfte der Bewohner dieser Erde kann nun endlich jubilieren, alle Modepläne in die Tat umsetzen oder noch mal der Lieblingsbeschäftigung frönen: SHOPPEN!
Doch wie schwierig ist es, das Richtige zu finden? Die Modetrends von heute scheinen eher bloß für Modelmaße zugeschnitten zu sein, als für Mädchen wie dich und mich. Von den bauchfreien Tops und den megatiefen Hüfthosen, die so manche Trägerin zur höchst unvorteilhaften Überraschungen führen, hab ich schon längst genug. Mein Motto für diesen Sommer lautet: Ich will schön sein und mich dabei wohl fühlen!
Ich will bequeme Sachen, mit einem hübschen Schnitt. Nicht zu klein und nicht zu schlapperig. Ich will etwas, was meine natürliche Schönheit unterstreicht, mich ganz als Frau zur Geltung bringt und nicht als „billiges“ Mädchen! Viele meinen, man muss als katholisches Mädchen bieder und langweilig sein. Ich bin absolut nicht dieser Meinung! Wenn man sich etwas Zeit nimmt und die Kleiderständer etwas genauer unter die Lupe nimmt, findet man sicher die passenden Sachen, die vielleicht nicht alle anhaben, was ja um so besser ist...
Ich habe mir eine Checklist gemacht, auf welche Faktoren ich beim Einkaufen schaue. Vielleicht können sie auch dir von Nutzen sein...
Der Wohlfühlfaktor:
Klamotten, in denen du dich wohl fühlst, die gut sitzen, helfen genau das auszustrahlen, was sie bezwecken sollen: Zufriedenheit in deiner eigenen Haut und in deinem Gewand! Da nützt es nichts, wenn deine besten Freunde super in einem bestimmten Stil aussehen, du dich darin aber einfach nicht wohl fühlst!
Der Glücksfaktor:
Je mehr das Gewand deinem persönlichen Stil und Geschmack entspricht, desto mehr Freude hast du, wenn du wieder ein schickes Teil gefunden hast, das deine Persönlichkeit unterstreicht.
Das soll aber nicht heißen, dass man nicht auch einmal etwas Neues ausprobieren soll!
Der Individualitätsfaktor:
Jeder ist ein von Gott einmalig geschaffenes Geschöpf. Wieso sollen wir das nicht auch durch unsere Kleidung demonstrieren? Wenn dir etwas gefällt, das (noch) kaum jemand trägt, ist das kein Grund es den anderen gleich zu tun! Setz deine eigenen modischen Akzente und vielleicht machen es dir die anderen sogar nach.
Der Wertfaktor:
Gute Mode unterstreicht nicht nur die natürliche Schönheit, sondern auch deinen Wert. Man kann mit Mode viel bewirken. Sie verändert unser Äußeres und ist wie eine Visitenkarte. Meist werden wir auch zuerst über unser äußeres Erscheinungsbild wahrgenommen. Deshalb zeige deine unverkennbare Würde.
Extra für euch habe ich auch ein paar Mädchen gefragt, welche Modetipps sie auf Lager haben. Drei Antworten will ich euch nicht vorenthalten:
Kathi, Niederösterreich
Geht gern Einkaufen, wo es billig ist und trotzdem schöne Sachen gibt. Ihr Tipp ist H&M, Zara, Veromoda, C&A, oder tbc. Ihr Schrei für diesen Sommer sind Wickelkleider (schön bunt) und ganz lange Ketten (auch schön bunt) und alles mit Punkten... Punketröcke, Punkteschuhe, Punktebikini, Punktetasche, aja, und Kirschen, also wenn wo Kirschen drauf sind (aber nicht so glitzernd, oder knallig)...
Wann fühlt sie sich schön? „Ich finde, da kommt es auch immer auf den Anlass an. Wenn du einen halben Tag für das Zurechtmachen investierst, weil du auf einen Ball gehst und dann in dein Traum-Ballkleid schlüpfst, fühlst du dich natürlich schön. Aber zum Beispiel im Alltag fühl ich mich wohl, also auch schön, wenn ich einen bunten Sommerrock anhabe mit einem bequemen T-Shirt und Flip-Flops. (Vielleicht liegt es auch daran, dass sicher schönes Wetter ist, wenn ich so etwas anziehe!) Für mich ist es auch wichtig, dass die Sachen bequem sind, denn wenn es nur gut ausschaut, aber man dann die ganze Zeit irgendwo herumzupft, ist das halt auch nicht das Wahre.“
Kristina, Wien
Geht gern überall Einkaufen, wo sie etwas Schönes zum Anziehen sieht. Ihr Tipp ist H&M, Zara und Mango.
Sie fühlt sich wohl in schwarzer Hose, Ballerinas und einem T-Shirt. Hauptsache bequem, aber nicht zu freizügig, denn das Schlimmste wäre für sie wenn sie „billig“ aussehen würde. Unwohl fühlt sie sich, wenn sie für eine Gelegenheit unpassend gekleidet sein sollte.
Babsi, Wien
„Wenn man durch Mode Aufmerksamkeit bei den anderen erwirken möchte und diese bei Burschen nur durch sein Äußeres erlangt, dann sind diese, meiner Meinung nach, die ganze Mühe nicht wert...
Ansonsten versuche ich mich immer individualistisch zu kleiden und nicht irgendwelche Trends mitzumachen. Christliche Aufdrucke auf T-Shirts würdest du in meinem Schrank sicher auch finden. Ist immer ein guter Anfang für ein Gespräch. Ansonsten versuch ich einfach nur, keine zu kurzen Röcke oder zu tiefen Ausschnitte zu tragen... es ist schon unangenehm wenn man in der U-Bahn oder wo anders „blöd angemacht“ wird. Das Problem kenne ja nicht nur ich. Warum müssen sich manche Männer auch so derartig benehmen??
Ich liebe es, mich manchmal für einen Ball schön zu machen. Ich liebe es, ein wunderschönes Kleid anzuziehen und für einen Abend mal „Prinzessin“ sein zu dürfen. Da gehört dann auch gutes Make-up und schöner Schmuck dazu...“
Um ein Kommentar abgeben zu können, musst du dich registrieren
Jetzt registrieren
Dabei bin ich auf zwei interessante Dinge gestoßen:
1. H&M produziert Kleidungsstücke für Babys, die mit dem Umweltzeichen der EU- die Blume- ausgezeichnet sind. Bei diesen Produkten wird auf eine umweltschonende Herstellung geachtet. Des weiteren geben sie auf der Homepage auch andere Ziele bezüglich ihrer „Umweltstrategie“ an. => Dies zeigt, dass sie sich um eine umweltfreundliche Produktion bemühen (wenn dies sicherlich auch durch den Kampf in der intenationalen Wettbewerbsfähigkeit beeinflusst wird).
2. H&M ist Mitglied der FairLaborAssociation (www.fairlabor.org), wie auch Puma, Adidas etc. => Sie sind also mit den teureren Produkten konkurrenzfähig => der Preis ist also nicht unbedingt aussagefähig! Darüber hinaus unterstützt H&M den Global Compact (www.globalcompact.com.) => Sie wollen also gerechte Arbeitsbedingungen schaffen.
Soweit kann man also sagen, dass man nicht allzu schnell urteilen darf! Dabei muss man natürlich auch bedenken, dass solche Mitgliedschaften nicht aussagen, dass alle Produktionsstellen die Bedingungen vollkommen beachten, aber es zeigt auf jeden Fall Bemühungen!
Alle Angaben sind ohne Gewähr Lg, Veronika
Ich habe eh recht viele Sachen von H&M, aber in letzter Zeit habe ich eher in anderen Geschäften eingekauft, einfach, weil ich dort mehr gefunden habe. Ich bemühe mich schon, auf ethische und soziale Kriterien Rücksicht zu nehmen. Leider ist es oft ziemlich schwer zu durchschauen, woher die fertigen Produkte kommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden.
Die Umstaende unter denen die meiste Kleidung heutzutage hergestellt wird, entsprechen ganz sicher nicht christlichen Werten. Ich bin ganz klar dafuer, das Maedchen sich ihrer natuerlichen Schoenheit bewusst werden und von “Sparschweinhosen” (jene die den allerwertesten nicht vollstaendig bekleiden” halte ich wenig. (Ist doch sicher auch unbequem der Luftzug oder?)
“Ich will schön sein und mich dabei wohl fühlen!” Gehoert da nicht noch mehr dazu als Bequemlichkeit, Estetik und Individualitaet? Ich will dazu ermutigen, Kritik an sozialen und oekologischen Herstellungsbedingungen ernst zu nehmen. Das H&M hier sogar empfohlen wurde hat mich zum schreiben veranlasst. Ich wuerd mir wuenschen, dass sich immer mehr Menschen, auch beim Kauf von Kleidung, nach Werten orientieren. Vernuenftigen Werten wie ;
Bequemlichkeit (ok, alle einverstanden..)
Haltbarkeit (hm, warum? >ich find es wird zuviel weggeschmissen<
Preis (klar billig oder? > ich mein hier den angebrachten Preis, nicht zu teuer, aber auch nicht zu billig)
Menschenwuerde (bei vielen meisten Bekleidungsketten, koennte man eigentlich schon direkt im geschaeft merken, das Menschen wie Tiere, nein schlimmer wie Zahlen, behandelt werden. Wie sieht dann wohl der restliche Weg der Kleidung aus?)
Umwelt (Im allgemeinen wird in gern in Laendern ohne oder mit nicht ausreichenden Umweltschutzauflagen produziert, und das ist wohl auch allgemein bekannt, wird jedoch genauso allgemein ignoriert. >ich hab zu Ostern in einen Neuseelaender getroffen der mir vom Ozoonloch erzaehlt hat. Fuer die Menschen in Neuseelandn ist dieses besonders seit den letzten 5 Jahren ein grosses Problem.)
Tja, kommen wir nun zu meinem Problem… macht es Sinn diese Themen hier anzusprechen? Versteht jemand was ich sagen will?
Kleidung sagt viel uns aus. Ich kauf gern gute und schoene Sachen und freu mich manchmal ueber was billiges, doch shoppen als Lieblingsbeschaeftigung- moecht ich hier nochmal in Frage stellen.
Ok, was is also mein vorschlag? Weniger shoppen, mehr (und soviel wie es RECHT ist) ausgeben. Wie schoen waer es wenn wir fuer dass was wir tun verantwortlich sein koennten. Dazu muss man allerdings erstmal aktiv werden. Wenn mann auf Qualitaet, Umwelt und Menschenwuerde achtet, braucht man sich im allgemeinen ueber billige (auch was sie eigene Menschenwuerde betrifft) Klamotten nicht mehr allzu grosse Gedanken zu machen. Das Leben ist Schoen, felix
