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05.07.2008

One Republic

mit hohen Zielen

„Ich möchte, dass die Menschen von unserem Konzert kommen und sich fühlen, als hätten sie ein religiöses Erlebnis gehabt.“ OneRepublic ...

von Lukas Gawlik, Michael Cech

Angefangen hat alles mit dem Durchbruch des Songs „Apologize“. Zuvor war der Name Ryan Tedder bloß ein Niemand. Auch wenn er als Produzent und Songwriter Hits für Stars wie Jennifer Lopez, Natasha Bedingfield und Ashley Tisdale lieferte, interessierte sich für einen einfachen Songwriter eben keiner. Ein verkanntes Talent also. Heute stehen die Stars bei ihm Schlange. Bleeding Love, gesungen von Leona Lewis, kam unlängst aus seiner Feder und auch schon Tokio Hotel haben Interesse gezeigt.


MySpace sei Dank

Der erste wichtige Schritt erfolgte 2004, als Ryan Tedder mit seinem alten Schulfreund Zach Filkins die Band OneRepublic gründete. Über MySpace begann die Bekanntheit zu wachsen, wo sie von den Usern zur beliebtesten Band gewählt wurden. Seit damals wurden dort ihre Songs über 22 Millionen Mal abgespielt. Einer dieser jenigen User war dann ein gewisser Timbaland, der die Band unter Vertrag nahm. Mit seinem Remix von „Apologize“ katapultierte er sie regelrecht in die Charts. Ihr Hit landete in Deutschland, Australien, Österreich, Kanada, Neuseeland, Schweden, Türkei und Niederlande auf Platz 1.


Kein One-Hit-Wonder

Nun haben OneRepublic eine neue Single, „Stop and Stare“, und die Prophezeiungen eines One-Hit-Wonders scheinen enttäuscht worden zu sein. Tedder sagt selbst über „Stop and Stare“, dass er Apologize „wegpusten“ wird. Im Moment befindet sich „Stop and Stare“ in Deutschland auf Platz 7 und in England auf Platz 4. In den Euro Top 20 von MTV ist er der meistverkaufte Hit in Europa. Es scheint, als hätte Tedder mit seiner „Diagnose“ recht: In vielen Ländern liegt „Stop and Stare“ schon vor „Apologize“ und es geht weiterhin aufwärts.


Religiosität

Im neuen Musikvideo sieht man ein Pfarrer an einem Grab stehen, die Hände zum Gebet erhoben. Religiosität ist für Tedder tatsächlich ein wichtiges Thema. Und dieses religiöse Empfinden möchte er, wie er sagt, seinen Zuhörern vermitteln. Den Zugang dazu bekam Tedder durch seine Familie, die alle „Priester, Pastoren oder Missionare waren“, wie er der englischen Internetplattform Metro bekundete. Auch wenn er sich von manchen zu sehr abgehobenen Christen seiner damaligen Bekannten distanziert hat, ist er seiner Erziehung und seinem Glauben dennoch treu geblieben. „Wenn ich meinem Glauben den Rücken kehren würde, dann würde ich mir selbst den Rücken kehren“, erklärte er gegenüber dem New Zealand Herald. „Immerhin wird in gewisser Weise alles mehr oder weniger von Gott gelenkt.“ Auch in den Credits des aktuellen Debüt-Albums „Dreaming Out Loud“ beschreibt der Frontmann sein Vertrauen in Gott: „Wohin mich mein Weg auch führen mag, es ist Sein Wille.“


Vom Selbstmord abgehalten

Dass dieser Weg in die richtige Richtung führt, erlebten OneRepublic bereits durch berührende Reaktionen. Völlig erstaunt durften die Jungs Emails lesen, in denen Jugendliche ihnen erzählten, dass ihre Lieder sie vom Selbstmord abgehalten oder über die Scheidung der Eltern hinweggeholfen hatten. Es ist das, was OneRepublic wollten, eine Verbindung mit dem Publikum herstellen, auf tiefe Weise berühren und ihre Zuhörer zum Positiven bewegen.


Prodigal

We say good-bye
I turn my back
Run away, run away
So predictable
Not far from here
You see me crack
Like a bone, like a bone
I'm so breakable

And I take everything from you
But you'll take anything
Won't you?

Run away, run away
Like a prodigal
Don't you wait for me
Don't you wait for me
So ashamed, so ashamed
But I need you so
And you wait for me
And you wait for me

I'm on the road
To who knows where?
Look ahead, not behind
I keep saying
There's no place to go
Where you're not there
On your rope, I hold tight
But it's freeing

And I take everything from you
But you'll take anything
Won't you?

Everybody wants to be right
But only if it's not day light?
I keep trying to find my way back
My way back

Run away, run away
Like a prodigal
Don't you wait for me
Don't you wait for me
So ashamed,
But I need you so
And you wait for me
And you wait for me

Runaway
From you

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