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24.07.2007

Mika

Love Today

Wer singt höher als Prince und Chris Martin von Coldplay? - Mika. Wer performt wie Freddy Mercury und Robbie Williams? – Mika. Wer klingt wie eine Mischung ...

von Michael Cech, Emanuel Gollegger

Wer singt höher als Prince und Chris Martin von Coldplay? - Mika. Wer performt wie Freddy Mercury und Robbie Williams? – Mika. Wer klingt wie eine Mischung aus Queen, den Scissor Sisters und Prince? - Mika. Wer wird schon jetzt als der Newcomer des Jahres verehrt? – Mika. Und wer ist eigentlich Mika?


Der Newcomer 200


Noch kennt ihn fast niemand, doch er soll der Superstar des Jahres 2007 werden. Der Londoner Popsänger Mika hatte kein leichtes Leben. Er wurde im Libanon geboren und musste mit seiner Familie wegen des Krieges in seinem Land nach England fliehen. Als Immigrantenkind erlebte er Heimatlosigkeit und Ausgrenzung. Als er dann von der Schule eine Auszeit nahm, fand er seine neue Heimat: die Musik! In der Musikwelt konnte er seine eigenen Erfahrungen verarbeiten. Mika vereint Sänger, Songwriter, Produzent und Entertainer in einer Person und begeistert die Musikkritiker auf der ganzen Welt.

Die Briten lieben den schrägen Vogel und bescherten sowohl der Debüt-Single als auch dem Album die Führung der UK-Charts. Auch von der deutschen und österreichischen Presse wird er schon als DER Newcomer des Jahres gefeiert. Nach „Grace Kelly“ feuert Mika mit „Love Today“ aus dem Album „Life in a Cartoon Motion“ das nächste Pop-Feuerwerk ab. Obwohl Mika versucht, sowohl textlich als auch musikalisch schräg zu sein, finden wir doch Zeilen, die uns tiefer blicken lassen....


Jeder wird heut noch Liebe schenken...

Mika mag unter Liebe vielleicht etwas anderes verstehen, trotzdem hat er mit seinem Song recht: Ohne Liebe macht die Welt keinen Spaß. Und mit seiner Gute-Laune-Musik schafft er tatsächlich das Gefühl, dem Nächstbesten am liebsten gleich um den Hals zu fallen. „Everybody's gonna love today“ – Wie haben uns alle lieb! Wir haben ja schon genug von den gelangweilten Gesichtern in der U-Bahn, in den Straßen und Café-Häusern. Warum nicht ein bisschen Liebe versprühen... Einfach, wie es jeder am besten kann: „Any way you want to, any way you've got to, love me“, singt Mika und betont dabei aber gerne das „me“ am Schluss.

Ist schon klar, dass man in erster Linie an sich selbst denken darf, wenn es um die Liebe geht, denn jeder hat das gute Recht darauf, geliebt zu werden. Einziges Problem dabei: Wenn jeder wartet, bis der andere anfängt, dann warten alle lang. Der logische Schluss: Liebt nicht nur Mika sondern auch Maxi, und zwar jeden Maxi. Nein, im ernst, wenn man geliebt werden will, muss man vielleicht zuerst selbst Liebe schenken.

Liebe deinen Nächsten...

Für uns Christen ist das ja nichts Neues, oder sollte es zumindest sein. „Seht, wie sie einander lieben.“ – Das haben die Außenstehenden über die frühen Christen gesagt und schlossen sich deshalb der Kirche gerne an. Den Eindruck hat man heute leider nicht immer, und viele glauben, dass die Christen eher die unangenehmsten Zeitgenossen sind. Vielleicht müsste Mika vielen von ihnen wirklich sein Lied vorsingen. Denn wo es nicht fröhlich zugeht, da will auch keiner hin.

Aber schaut man einmal genauer, sieht man diese Fröhlichkeit überall dort, wo der Glaube mit allem, was dazugehört, sehr ernst genommen wird. Wer schon einmal bei einem christlichen Jugendtreffen war, wie zum Beispiel bei einem Weltjugendtag, der wird das bestätigen. „Everybody's gonna love today.“ – Diese Erfahrung kann man auch heute noch in der Kirche machen, und dabei braucht man nicht einmal auf das „love me“ zu pochen, denn das ergibt sich dann von selbst.

Ein bisschen ist das der „Trick“ der Christen: Liebe wird spürbar, nicht wenn man Liebe einfordert, sondern wenn man selbst Liebe schenkt. Damit das aber nicht nur auf begeisterten Jugendtreffen der Fall ist, muss jeder selbst zu Hause in seiner Umgebung damit anfangen...

Himmel auf Erden...

Liebe ist ansteckend. Das meint dann doch schließlich auch noch Mika in seinem Lied. „Well, you ain't gonna tease no other, gonna make you a lover“ – „Du wirst niemanden mehr nerven, denn ich mach die zu einem Liebenden“, singt Mika. Vielleicht versuchst es auch du, zum Beispiel mit ab und zu etwas mehr Fröhlichkeit und indem du eben mal nicht so sehr an dich denkst, sondern für den anderen eine Freude sein möchtest...

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