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28.11.2007

Beirut

The Flying Club Cup

von Andreas Thonhauser

Der fliegende Club Becher - was soll man dazu noch sagen? Der Titel der aktuellen Platte der Band Beirut ist nicht leicht zu knacken und das Geheimnisvolle scheint bei diesem Musikprojekt überhaupt Programm zu sein. Uns kann das nur Recht sein, denn die musikalische Qualität von Beirut weiß – egal ob geheim oder nicht – zu begeistern. Schon das Debut „Gulag Orkestar“ wurde vom Publikum heiß geliebt. Aufgenommen in einem kleinen Wohnzimmerstudio irgendwo im Nirgendwo von New Mexico überraschte die junge Band mit fesselnden Klängen und unerwartetem Charme.

The Flying Club Cup ist eine Art Hommage an Frankreich, seine vielfältigen kulturellen und geschichtlichen Reize. Statt den Balkan-Pop-Bezügen des ersten Albums, die vollkommen verschwunden sind, hat man sich musikalisch eher an Künstlern wie Charles Aznavour und Jacques Brel orientiert. Hingebungsvoll wird über all die kleinen und großen Katastrophen des Lebens gesungen. Songs wie „Nantes“ oder „A Sunday Smile“ handeln von unglücklichen Liebesgeschichten: harmlos und doch abgrundtief traurig. Gerade an tristen Novembertagen sollten sich vielleicht nur jene Beirut gönnen, für die Depression und Weltschmerz Fremdwörter sind.

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