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28.11.2007

Juanes

La Vida ... Es un Ratico

von Andreas Thonhauser

Das Leben ist kurz – keine allzu neue Erkenntnis von Juanes; hat aber trotzdem etwas für sich. Für all jene, die ohnedies schon längst nach dem Motto „carpe diem“ leben, ist das neue Album des Sängers keine schlechte Investition: In morgendlicher Frühe hilft die Mischung aus Rock und Latin ungemein in die Gänge zu kommen. Der neueste Wurf des lateinamerikanischen Sängers ist ein Sammelsurium unterschiedlichster Stile. Er kombiniert kolumbianische Rhythmen, wie Vallenato, Guasca und Cumbia mit Rock, den er aber ebenso als Teil seiner musikalischen Kultur sieht. Wer aber oberflächliche Volksmusik á la Kolumbien erwartet, der ist bei Juanes ein wenig zu vorschnell.

So behandelt „Minas Piedras“ (Minensteine) die Minenproblematik aufgrund des kolumbianischen Bürgerkriegs. Ein weiteres Lied mit sozialem Hintergrund ist „Bandera de Manos“ (Flagge aus Händen), ein Duett mit Campino, Frontmann der Punkband „Die Toten Hosen“. In diesem Lied, in dem Juanes auch ein paar Zeilen auf Deutsch singt, geht es um eine Fahne, die von einheimischen Händen kreiert wird, von Schwarzen und Weißen gemeinsam. Der schöne Gedanke dahinter: Musik kann Menschen vereinen.

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