
Popculture
Musik
CCM Check
von David Schwarzbauer
Im Kamin knackt das trockene Holz und wirft ab und zu ein glühendes Stückchen auf den rauen Fliesenboden, wo es unter dem Auspusten eines Rauchwölkchens stirbt. Die wohlige Wärme wird von dem Prasseln des Regens vor der Türe ausgemalt. Lebhafte Tropfen klopfen an die Scheibe und spielen auf dem blechernen Fensterbrett Mikado. Der Duft des verbrennenden Harzes mischt sich mit jenem aus der Teekanne und erzählt schon jetzt von Weihnachten. Draußen dämmert es schon, obwohl es erst vier Uhr ist. Die Füße haben es sich in Pelzschlüpfern bequem gemacht und ruhen in sicherer Entfernung zum Feuer auf dem kleinen Hocker, der mit wildem Leder überzogen ist. Jon zupft ein paar leichte Akkorde auf der Gitarre, wetzt mit seinen Lippen über die Mundharmonika und träumt von der Freiheit und vom Leben nach dem Tod. Jetzt schneit es. Genauso klingt Jon Foremans Soloalbum „Fall & Winter“. Wer es nicht glaubt, muss nachprüfen. |
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