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28.11.2007

CCM Wunschzettel

Best of 2007

Wenn die Ärmel wieder länger und die Tage kürzer werden und der Geruch von frisch geschnittenen Tannenzweigen, zuckerglasierten Bratäpfel und mit S...

von David Schwarzbauer

Wenn die Ärmel wieder länger und die Tage kürzer werden, der Eistee gegen einen Früchtetee „Winterzauber“ eingetauscht wird, statt Stechmücken Schneeflocken durch die Luft zu wirbeln beginnen und der Geruch von frisch geschnittenen Tannenzweigen, zuckerglasierten Bratäpfel und mit Schwefelhölzer angezündeten Bienenwachskerzen die raue, nebelige Dezemberluft erweicht, ist es wieder an der Zeit Bleistift und Zettel zu zücken, um den Wunschzettel an das Christkind zu verfassen.

Um dir dabei ein wenig zu helfen, haben wir eines dunklen Abends unser Musikarchiv durchstöbert, um dir einen Überblick über die wichtigsten Neuerscheinungen des letzten Jahres zu verschaffen. Diese Erscheinungen haben nicht nur uns vom YOU!Magazin durch das Jahr begleitet, sie könnten auch dich über die unzähligen Familienfeiern der Ferien tragen, die Welt zu einem besseren Platz machen und die Sonne in dein Leben zurückholen.


Pop

Shawn McDonald: Scattered Pieces


Auf Scattered Pieces verführt Shawn in die Ästhetik der Melodien und die Tiefgründigkeit seiner Texte. Begleitet wird er dabei von akustischen Gitarren, Klavier, Cello, Steel-Guitar, Percussions und Harmonika, was der Grund dafür ist, dass man beim Hinhören immer wieder zu seinen Wurzeln zurückgeführt wird: in eine Zeit, als es noch keine Synthesizer oder Elektrogitarren gab und der Mensch noch nicht von der Frucht des Baumes in der Mitte des Gartens gegessen hatte.


Rap/Hip Hop

Toby Mac: Portable Sound


Aus dem DJ, der anfangs schon zufrieden war, wenn die Menge WOO HOO schrie, wurde ein Lyriker, dem es immer mehr Anliegen ist, neben Beinanimationen auch ein wenig Nahrung für die grauen Zellen aufzutischen. Dass dieses Futter auf Plattentellern serviert wird, die das Bankett unweigerlich in einer höchst amüsanten Tortenschlacht münden lassen, ist einberechnet und Ziel der Übung. So flippen nicht nur Kids zu den rockigen, poppigen, hip-hoppigen, funkigen Tracks, sondern auch deren Eltern, und teilweise klappern sogar Großeltern mit ihren Dritten den Rhythmus mit.


Livealbum

Delirious: Now is the Time


Mit der “Now is the Time” bringen Delirious? nicht bloß die Missionsglocke zum Klingen sondern auch die Herzen tausender Fans und Freunde von echt guter Lobpreismusik – und das live! Das Album bietet viel musikalische Qualität, textliche Tiefe und optische Schmankerln (DVD!) und ist lauter, rotziger, einfühlsamer, inspirierter, klarer, kompromissloser, leidenschaftlicher, rauer und eindeutiger als alles andere, was Delirious? schon produziert haben.


Rock

Switchfoot: Oh! Gravity


Dass die fünf Mannen von Switchfoot neben dem Musikmachen auch noch leidenschaftlich surfen und andere coole Dinge tun, bewirkt nicht zuletzt eine musikalische Coolness, die das Nachfolgealbum von „Nothing is Sound“, produziert vom Starproduzenten Tim Palmer (U2, Pearl Jam, The Cure), auf eine Ebene hebt, die besser nicht sein könnte: Oh! Gravity ist abwechslungsreicher Rock, der vielseitiger und rauer nicht sein könnte.


Female Artist

Jessie Daniels: Jessie Daniels


Was sich auf ihrem selbstbetitelten Silberling abspielt ist kurz zusammengefasst richtig gut. Fernab jeglicher chirurgischer Castingshows und artifizieller Starproduktionen macht Jessie Daniels ihr eigenes Ding und kann sehr stolz darauf sein: Der kraftvolle Power-Pop-Rock steht ihr dabei genauso gut wie ihre rehbraunen Augen. Daniels heizt ein und kühlt aus, sie rockt auf und chillt ab.


Punk

Relient K: Five Score and Seven Years


Relient K gibt es nun seit sieben Jahren und dies ist ihr fünftes Studioalbum. Das lolipop-trällernde Intro wird von 13 heißen Songs der fünfköpfigen Pop-Punk-Combo abgelöst, die an Kreativität wohl kaum zu überbieten sind. Da verirren sich schon einmal Rhodes, Xylophon, Banjo und ähnlich exotische Instrumente zwischen die Zeilen der sprachlich und musikalisch hochwertigen Tracks. Kein Wunder, dass Mc Donald’s an ihre Tür geklopft hat, um ihre Musik für eine Werbung zu verwenden.


Alternative

The Almost: Southern Weather


Der Drummer von Underoath hat sich endlich von seinem Hocker erhoben und seine Definition von Rockmusik ins Mikrofon gerotzt. Und wie frech auch! Sehr rauhe, abwechslungsreiche, melodiöse und musikalisch einwandfreie Rockknüller beweisen, dass der Alleinunterhalter eigentlich niemanden anderen braucht, um gute Musik zu machen. Außer Gott natürlich, was Gillespi auch lautstark betont. „Southern Weather“ besteht aus einer gehörige Portion Melodie und spielwitziger, musikalischer Raffinessen.


Worship

Various: X Worship 2007


Der Verlag EMI Music stellt einen prallen Sack voller schöner, fetter Lobpreisrosinen in die Verkaufsregale: Worship 2007. Sechzehn fleischige Rosinen von Bands a la Relient K, Delirious?, Kutless, Seventh Day Slumber etc. schaffen es, nicht wie tote Fliegen zu schmecken, bilden einen guten Überblick in Sachen alternative Lobpreismusik und sprechen bewusst das jüngere, weniger geldgesegnete Publikum an.


Remix

dc Talk: Jesus Freak 10th Anniversary


Als dc Talk „Jesus Freak“ auf den Markt warfen, war das Ziel für Produzent Mark Heimermann klar: „Wir wollten ein Album produzieren, das man sich nach zehn Jahren immer noch gerne anhört.“ „Jesus Freak 10th Anniversary“ ist nun die Probe aufs Exempel: Die Doppel-CD beinhaltet das legendäre Originalwerk und eine weitere CD mit Coverversionen, Live-Versionen und einer bisher unveröffentlichten Demoversion der Superhits von 1995. Mission geglückt, Heimermann.


Weihnachten

Relient K: Let it Snow Baby… Let it Reindeer


Noch einmal Relient K. Sie sind eben aus keinem Bereich des Lebens mehr wegzudenken: beim Joggen in der Früh, beim Duschen danach, in der faden Deutschstunde, beim Mittagessen und Hausübung schreiben, beim Skaten und Radfahren, beim Party machen und beim Einschlafen und neuerdings auch unter dem Christbaum. Mit ihrem typischen Sound versüßen Relient K den Weihnachtsabend und nehmen die schönste Zeit im Jahr nicht immer gar so ernst, wie vielleicht der Weihnachtsmann. Aber der hat ohnedies nichts zu melden.

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von: itae
03.01.2008
Aus meiner Sicht hast du Leeland mit “Sound of Melodies” vergessen. Ist für mich DAS Album des Jahres schlechthin!

 

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