
Popculture
Musik
CCM Check
von David Schwarzbauer
Dieses Album zu rezensieren ist ein Genuss. Warum? Wenn man sich die Biographie durchliest, braucht man sich nur einen Namen merken: Aaron Roderick Gillespie (obwohl es der Name auch in sich hat…). Der Drummer von Underoath (christliche Metalcore Band) hat sich endlich von seinem Hocker erhoben und seine Definition von Rockmusik ins Mikrofon gerotzt. Und wie frech auch! Sehr rauhe, abwechslungsreiche, melodiöse und musikalisch einwandfreie Rockknüller beweisen, dass der Alleinunterhalter Gillespie (richtig gelesen! Gillespie spielt – ähnlich wie Lenny Kravitz etwa – alle Instrumente selbst) eigentlich niemanden anderen braucht, um saugute Musik zu machen. Außer Gott natürlich, was der seit seiner Kindheit aktiver Kirchbesucher auch lautstark betont. In seinen elf Songs vergisst er nicht – was man vom Underoath-Schlagzeuger vielleicht erwarten würde – auf eine gehörige Portion Melodie und spielwitzige, musikalische Raffinessen. Dass die Musik jetzt nicht gerade fürs Fünfuhrteekränzchen mit der englischen Queen gedacht ist, stört wohl weder das britische Oberhaupt noch Fans von so richtig guter Rockmusik. Wer also endlich einmal davon überzeugt werden muss, dass auch Schlagzeuger Musiker sind (das ist für meinen Musiklehrer!), sollte sich allein deshalb schon das Album zulegen. |
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