
Popculture
Musik
CCM Check
von David Schwarzbauer
Mit „Art of Translation“ sind Grits 2002 endgültig aus dem Underground heraufgekrochen und haben es sich im glamourösen Tageslicht der Hip Hop Industrie sofort gemütlich eingerichtet: MTV und viele Mainstream-Radiostationen rangen sich seither genauso um das Sprechgesangspaar wie Preisverleiher, Filmsounddesigner und die stetig größer werdende Fangemeinde:
„Erlösung“ heißt nun der letzte Leckerbissen des erfolgsverwöhnten Duos aus Tennessee und verspricht wiederum mächtig den Hip Hop Pöbel aufzumischen und Gangstas wie Chicks gleichermaßen zu begeistern, denn „dieses Album hat alles, was echter Hip Hop eigentlich ist: Es ist eine Stimme von und für die Menschen. „'Redemption' ist unser ganz persönlicher Meilenstein. Es sind Songs, die die Freiheit beschreiben“, wie Bonafide in aller Bescheidenheit etwaige Kritiker gleich vorweg Lügen straft.
Tatsächlich jedoch muss man schon ein ziemlich eingefleischter Gangsta sein, damit man aufgrund des mühsamen Flowens der musikalisch bescheidenen Tracks die angesprochene Freiheit nicht überhört. Aber nachdem Hip Hop bloß eine Stimme von und für Menschen sein soll, vermisst besagter Gangsta scheinbar auch nicht die sonst so unentbehrlichen Harmonien. „Redemption“: Für niemanden ein Muss, für Hip Hop Fans zumindest ein Soll.
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