
Popculture
Reality Check
aus: www.telegraph.co.uk, 09.05.2008
A pro-life charity is suing Google over the internet company’s refusal to display its anti-abortion advert.
The Christian Institute wanted to pay Google so that when the word “abortion” was typed into the search engine, a link to a web page on its views popped up on the right hand side of the screen.
The link would have read: “UK abortion law – key views and news on abortion law from the Christian Institute”, and users could click on it to access the website. However, Google has a policy of declining sites which mix topics like abortion with religious views and it refused the request. A spokesman for Google advertising said: “At this time, Google policy does not permit the advertisement of websites that contain abortion and religion-related content.”
The Christian Institute has started legal action against Google on the grounds that it is infringing the Equality Act 2006 by discriminating against Christian groups. The charity will argue that Google accepts adverts for abortion clinics, secular pro-abortion sites and secularist sites which attack religion. It wants damages, costs and permission to display the advert.
A spokesman for the Christian Institute, Mike Judge, said: “For many people, Google is the doorway to the internet. “If there is going to be a free exchange of ideas, then Google cannot give special free speech rights to secular groups whilst censoring religious views. “To say that religious sites with material on abortion are ‘unacceptable content’ while advertising pornography is ridiculous.”
von: David Schwarzbauer
Diskriminierung und Anti-Diskriminierung sind in der heutigen Zeit große Begriffe. So wird eine "Homo-Ehe" beispielsweise unter dem Deckmantel der Antidiskriminierung für unumgänglich geheißen (Dass bei einer solchen dann jedoch andere Konstellationen des Zusammenlebens diskriminiert werden, weiters Ungleiches auf einmal gleich behandelt werden sollte, beziehungsweise die Schaffung einer rechtlichen Grundlage für Homosexuelle eigentlich primär gar nicht die Aufgabe eines Staates wäre, da diese unter Anderem ja den Generationenvertrag nicht erfüllen würden, ergo dem Staat keinen Nutzen bringen würden, muss hier ja gar nicht erst erwähnt werden.) und alle schütteln plötzlich Hände statt Köpfe. Breite Zustimmung weicht also der anfänglichen Skepsis und lässt rationales Denken irgendwo im Nirgendwo versumpern.
In den meisten Fällen ist es nämlich die (katholische) Kirche, die alles, was nicht ihrer Linie entspricht, diskriminiert. Gut, zumindest ist das die Meinung derer, die keine Ahnung haben. Denn "diskriminieren" heißt per definitionem "durch [unzutreffende] Äußerungen, Behauptungen in der Öffentlichkeit jmds. Ansehen, Ruf schaden, ihn herabsetzen." (Duden, Das Fremdwörterbuch. Mannheim [et.al]: 2005.) Und dass das genau der christlichen Lehre widerspricht, und somit auch nicht Absicht und/oder Praktik eines Christen ist, ist wohl auch allseits bekannt.
Was ist es dann, was die Kirche macht? Sie liebt den Sünder und hasst die Sünde. Das heißt: sie diskriminiert niemanden - ganz im Gegenteil, sie liebt den Menschen. Sie zeigt jedoch auf, was nach der christlichen Lehre eine Sünde oder eben ein bewusstes Entscheiden gegen Gott und seinen Plan ist und somit dem Menschen schaden könnte.
Die Kirche diskriminiert also nicht - sie wird aber immer wieder diskriminiert, wie oben zitierter Artikel zeigt, und das ist wenig überraschend. Der erste Christ, dessen Ruf und Ansehen durch unzutreffende Äußerungen und Behauptungen in der Öffentlichkeit geschadet wurde ist Christus selbst. Und da wir seine Kinder sind und mit ihm auferstehen, wenn wir mit ihm sterben, haben wir halt auch diesen bitteren Kelch zu trinken.
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Was du David und ihr Kommentatoren hier aber vergesst, ist die Tatsache, dass es sich hier schlussendlich um TOS, als Terms of Service eines öffentlich gehandelten Unternehmens, also einer AG handelt.
Wenn dieses Unternehmen also nun darauf besteht, dass so Dinge wie Abtreibung, die per se mit Religion nichts zu tun haben, nicht im Zusammenhang mit einer religiösen Doktrin als Werbung geschaltet werden, dann ist das nicht nur löblich, sondern auch ihr gutes Recht.
Dass die katholische Kirche Homosexuelle diskriminiert, d.h. sie als Sünder ansieht, etc., ist ja auch nichts anderes als Ausübung der katholischen TOS. Dass du die Kritik darob kritisierst, ist damit dein gutes Recht, allerdings kannst du nicht im gleichen Atemzug verlangen, dass ein Unternehmen das nun mal nicht auf den Grundfesten der katholischen Kirche erbaut wurde, die gleichen Grundsätze vertritt.
Diese “künstliche” Ethik dann allerdings bei Belangen die auch Menschen betreffen, die dieser Religion nicht anhängen, anwenden zu wollen, ist problematisch und falsch.
Dass ein Unternehmen sich dagegen verwehrt, dieser Ethik, die weder inhärent noch absolut ist, eine Plattform zu bieten, ist schlussendlich keine Beschneidung der Meinungsfreiheit sondern einzig und allein eine Verpflichtung gegenüber einer Gesellschaft die die Werte der Aufklärung vertritt.
Auf gut Deutsch: Das geschlossene System jedweder Religion soll genau das bleiben, ein geschlossenes System.
Was den Menschen unter anderem auszeichnet ist seine Fähigkeit sich zu entwickeln. Genau wie sich der Mensch entwickelt, so entwickelt sich auch seine Ethik. Sie ist formbar und eben nie absolut.
Wenn ich nun meine Ethik aus einem Buch nehme, das für eine andere Zeit und unter völlig anderen Bedingungen geschrieben wurde, dann negiere ich damit meine Fähigkeit, ethische Grenzen selber zu erkennen oder festzulegen.
Und wie gesagt, für Menschen wie euch, denen diese Negation nichts ausmacht, ist’s ja ok. Problematisch wird’s erst dann, wenn diese Form der statischen Ethik in Bereichen angewandt wird, die mit Religion schlussendlich nichts zu tun haben.
Wenn du meinst, mit dem Lesen der Bibel würde das Denken ausgeschaltet, dann irrst du dich gewaltig, ich denke nämlich sehr wohl über das, was in der Bibel steht nach und bilde mir meine eigene Meinung. Was ist besser: das Denken auszuschalten, in dem man die Meinung anderer Leute einfach nachplappert oder einfach aus einem Buch nachplappert? Keines von beiden, würde ich sagen, aber wir können uns ruhig auf die Erfahrungen anderer Menschen (sowohl welche, die wir kennen, als auch die aus der Bibel) beziehen und daraus lernen, um uns dann selbst eine vernünftige, kritische Meinung zu bilden!
LG Evangelista
