
Popculture
Reality Check
aus: orf.at, 31.03.2008
"Zum ersten Mal in der Geschichte sind wir nicht mehr an der Spitze: Die Muslime haben uns überholt", sagte Monsignore Vittorio Formenti gestern in einem Interview mit der Zeitung "L’Osservatore Romano". Formenti stellt das statistische Jahrbuch des Vatikans zusammen.
von: David Schwarzbauer
Was im ersten Moment vielleicht als verfrühter Aprilscherz anmuten könnte, ist seit kurzer Zeit Gewissheit: Die Zahl der Moslems übersteigt zum ersten Mal in der Geschichte jene der Katholiken.
Die Frage dabei ist, ob uns diese Tatsache kalt lassen soll, ob wir mit den Händen in der Höhe und weltuntergangschreiend in der Gegend herumlaufen sollen oder ob wir eine untergrundorganisierte katholische Babyproduktion anzetteln sollten, um wieder die Nummer Eins zu werden.
Beim näheren Betrachten dieser Optionen scheint keine wirklich zielführend sein, denn kalt lassen kann uns die Tatsache genauso wenig, wie es etwas bringen würde, das Ende der Welt zu predigen oder mafiaähnliche Feldzüge durch die Schlafstätten der Katholiken des Landes zu machen.
Klar, werden jetzt wahrscheinlich wieder sowohl links- als auch rechtsorientierte Gutmenschen aufschreien und diese Entwicklung sowohl gut- als auch schlecht heißen. Das ist ja auch gut so, dass es unterschiedliche Meinungen gibt. Wie sollten jedoch wir Christen auf so eine Entwicklung reagieren? Was meint ihr? Schreibt uns doch einen kurzen Kommentar...
Um ein Kommentar abgeben zu können, musst du dich registrieren
Jetzt registrieren
Aber wozu soll man sich den Kopf über Zahlen zerbrechen, was zählt ist die Qualität und nicht die Quantität. Also: besser wenige Katholiken, die mit dem Herzen dabei sind, als viele, die den Glauben nicht so ernst nehmen. Und wenn wir so denken und fröhlich mit Gott im Herzen durch die Welt gehen, also Jesus durch uns leuchten lassen, dann brauchen wir uns ohnehin keine Sorgen machen, dann stirbt unser Glaube sicher nicht aus, sondern wir gewinnen neue Leute für unseren Glauben. Wenn wir dagegen sonntags mürrisch aus der Kirche gehen… naja, das klnnt ihr euch denken.
Um bildlich zu sprächen, die Kirche soll der Sauerteig sein in dem Brot das die Welt ist. Denn wie der Sauerteig das Brot auf gehen lässt und besser macht, soll die Kirche die Welt bzw. die Gesellschaft verbessert und zu Gott führen. Dazu braucht es nicht viele, es können auch wenige sein, aber diese brauchen einen lebendigen und starken Glauben. Denn wo zwei oder drei in seinen (Gottes) Namen versammelt sind, da ist er (Gott) mitten unter ihnen. Und wo Gott ist da ist die Liebe, also solang es Christen gibt und diese die Hl. Messe feiern kann Gott zu uns kommen.
