
Popculture
Reality Check
aus: www.kath.net, 26.02.2008
von: David Schwarzbauer
Was der ORF schon vor 6 Jahren berichtet hat, sickert nun langsam aber doch auch in Christenkreisen durch: In Brasilien lebt ein Priester, der den Auftrag "geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen (Mk 16,15)" sehr ernst nimmt und einigermaßen anständig umsetzt. Dabei erinnert er nicht selten an Maximilian Kolbe, der ja auch einer war, der moderne Technologien verwendet hat, um die Frohe Botschaft in der weiten Welt zu verkünden.
Bei allem Enthusiasmus wegen des Mutes und des Einsatzes von Pater Rossi drängt sich die Frage in mein Gewissen, wo da denn mein Einsatz für das Reich Gottes bleibt. Wieso fällt es gerade MIR so schwer, beim Mittagessen mit meinen Freunden ein Kreuzzeichen zu machen, zu sagen, dass ich an Gott glaube oder hilfsbedürftigen Menschen zu helfen? Wieso melde ich mich nicht in meiner Pfarre, um eine Gebetsgruppe ins Leben zu rufen, warum gründe ich keine Verein, der sich für das Leben einsetzt, weshalb schreib ich nicht ein Lied zur Ehre des Herrn, und schicke es an die lokalen Radiostationen? Weil ich nicht in Brasilien geboren bin? Weil ich kein Priester bin? Weil ich nicht singen kann (zugegeben - das wäre ein guter Grund letzteres nicht zu tun...)?
Wenn wir immerzu nur auf Marcelo Rossis, Mutter Teresas und Maximilian Kolbes warten, werden wir das Angesicht dieser Welt nicht verändern. Also worauf warten wir noch? Auf geht's!
Um ein Kommentar abgeben zu können, musst du dich registrieren
Jetzt registrieren
. Also: RAUS IN DIE WELT! UND ZEIGT DEN MENSCHEN, DASS IHR CHRISTEN SEID! (aber bitte: schont die Gehörgänge eurer Nachbarn ;-) es geht auch ohne Gesang oft recht gut)
. Smile! Gott liebt dich!
