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12.09.2007

Papst dankt Österreich

Und wir ihm

aus: www.orf.at, 12.09.2007

Papst Benedikt XVI. hat bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz heute auf seine Reise in Österreich zurückgeblickt. Der Papst betonte, sein Besuch sei vor allem eine Pilgerreise mit dem Motto "Auf Christus schauen" gewesen. "Dies bedeutet, der Muttergottes entgegenzugehen, die uns Jesus zeigt", sagte Benedikt XVI. vor 12.000 auf dem Petersplatz versammelten Gläubigen.

Der Papst bezeichnete Österreich als Land, "das mir besonders vertraut ist, weil es an meine Heimat grenzt, mit der es viele Beziehungen gibt". Das Oberhaupt der katholischen Kirche dankte "von Herzen" dem Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn und dem österreichischen Episkopat für den "großen Einsatz in der Vorbereitung des Besuchs".


Dank an Behörden und Fischer

Der Papst dankte auch der österreichischen Regierung sowie den zivilen und militärischen Behörden für ihr Engagement. Benedikt XVI. bedankte sich insbesondere bei Bundespräsident Heinz Fischer für die "Herzlichkeit, mit der er mich empfangen und in den verschiedenen Etappen des Besuchs begleitet hat".

In Wien und Mariazell sei die "lebendige, treue und vielfältige Wahrheit der katholischen Kirche hervorgetreten. Es handelt sich um die freudige und mitreißende Präsenz einer Kirche."

Zentrales Ereignis sei die Reise nach Mariazell gewesen, wo "wir eine starke kirchliche Erfahrung erlebt haben wie bereits eine Woche vorher mit der italienischen Jugend", sagte der Papst, der von seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo in den Vatikan geflogen ist. Er lobte den beispielhaften Mut Tausender von Pilgern, die trotz Regens und Kälte anwesend sein wollten.

YOU! Kommentar...

von: David Schwarzbauer

Erschreckend eigentlich, dass sich zwei Tage nach dem Besuch des Heiligen Vaters in Österreich keine Schlagzeile mehr nach ihm umdreht.

Aber das ist wohl unsere Gesellschaft: Der Papst war da, es war vielleicht ein ganz netter Event, aber damit auch schon wieder genug. Was jetzt zählt sind der Erbstreit im Haus Pavarotti, Putins Vakuumbombe und der vorerst nicht ausgewechselte Teamchef der österreichischen Nationalelf.

Doch dass der Papst auch in diesem Fall anders ist als der Rest der Welt, zeigt er bei seiner Mittwochsaudienz in Rom. Er bedankt sich noch einmal herzlich bei Österreich für die liebevolle Aufnahme und die gesegnete Zeit in dem Land, das ihm sehr vertraut ist. Für ihn war Österreich kein Event sondern eine Wallfahrt zur Magna Mater Austriae, deren Schutz und Fürsorge er unser Land anvertraut hat.

Versuchen wir auch diesen Geist in uns aufzunehmen und diese Wallfahrt nicht einfach zu den Akten zu legen, wo sie ohnedies nur verstaubt. Nehmen wir sie in unser Leben auf und nähren wir uns noch lange davon. Eine gute Hilfe könnte hirrfür sein, dass man sich die Reden des Heiligen Vaters noch einmal durchliest (vielleicht auch im gemeinsamen Studium mit Freunden) und versucht, sie in seinem Leben konkret werden zu lassen. Dann werden schließlich auch die letzten Kritiker und Neider einsehen müssen, dass der Besuch des Heiligen Vaters kein "Schweigen zu den brennenden Fragen" war, sondern ein Hinweis auf das Wesentliche im persönlichen Glauben jedes einzelnen Menschen.

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Interessant...
von: davidhume
16.01.2008
...dass du von “persönlichem” Glauben schreibst. Denn wenn es den wirklich gäbe, dann käme sowieso niemand auf die Idee, dem Papst eine Schlagzeile zu widmen.

Und wenn wir uns ganz ehrlich sind, abgesehen von den wirklich Gläubigen, die es ja nicht mehr wirklich sehr zahlreich gibt, interessiert die Menschen eine Vakuumbombe auf jeden Fall mehr als der Besuch eines alten Mannes.

 

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