
Popculture
Reality Check
aus: www.orf.at, 05.09.2007
In Großbritannien steht ein Tabu vor dem Fall: Biomediziner erwarten sich grünes Licht für Klonexperimente mit menschlichen und tierischen Zellen. Ziel dabei sind die Schaffung von Hybridembryonen und in weiterer Folge neue Einsichten auf dem Gebiet der Stammzellenforschung. Während sich die Forschung davon langfristig den Sieg über unheilbare Krankheiten verspricht, melden andere massive ethische Bedenken an. Gegner des Projekts sehen die Grenzen zwischen Mensch und Tier schwinden.
von: David Schwarzbauer
Das ist doch Wahnsinn! Wo wird das hinführen? Wo ist die Grenze? Ich bin sprachlos und außerdem ziemlich besorgt um die Zukunft meiner und der zukünftigen Generation.
In Zukunft wird man sich beim Schweinsripperlessen und bei gefüllten Putenbrüsten etwa beim Kellner versichern müssen, ob da nicht auch Anteile von Menschenfleisch dabei sind. Tierbegräbnisse werden Hochsaison haben, denn das wird das erste Mal in der Geschichte der MENSCHHEIT sein, dass Tiere eine Seele besitzen. Weiters dürfen besonders kreative Menschen dann auch endlich ihre Hunderl heiraten, solange sie nicht mit ihnen verwandt sind. Obwohl das dann auch schon wurst wäre.
Apropos Wurst: Die Namen "Frankfurter", "Berner" und "Nürnberger" werden in Zukunft nicht die Herkunft der Würstchens sondern die Zutaten derselben verraten. Brave New World? 1984? Zurück in die Zukunft? Alien? AI? Was wird hier eigentlich gespielt?
Lord have Mercy!
Um ein Kommentar abgeben zu können, musst du dich registrieren
Jetzt registrieren
Es geht hierbei um das Experimentieren mit Menschen- und Tierzellen. Man schafft also Hybridembryonen. das sind “Mischembryonen” wenn du so willst. Un sich hier die Frage zu stellen, wo das noch hinführt, ist wohl nicht unnachvollziehbar. Und mehr war’s schon auch nicht. Du schreibst ja selbst, dass das Klonen von Menschen (noch) verboten ist…
Wenn du nicht so verbissen nach Kritikpunkten suchen würdest, hättest du wohl auch den Unterton des Kommentars nicht überhört, der bewusst provokant aber durchwegs nicht allzu ernst gemeint war. Er sollte lediglich den Leser zum Nachdenken provozieren, und das hat er offensichtlich auch.
Und noch was: Wenn das wirklich deine Interpretation des Artikels ist, dann solltest du bei deinen Deutschschularbeiten wohl die Textinterpretation weit umschiffen. Denn was du da in den Text hineininterpretierst steht definitiv NICHT im Text…
Aber gut, das ist eine andere Geschichte…
Dass die britischen Forscher keine Menschenschweine züchten wollen, ist mir klar. Noch einmal: Die Frage war bloß wo das hinführen wird…
Kein Wunder, dass man evengelikalen Christen jegliche wissenschaftliche Kompetenz abspricht.
Aber eben nicht hier, denn ihr habt beim Abschicken eures Postings bestätigt, dass ihr euch um einen konstruktiven Umgangston bemüht habt. Well, konstruktiv: bedingt. Umgangston: nicht unbedingt das, was man so aus einer guten Kinderstube kennt…
Aber das wisst ihr wahrscheinlich ohnedies…
Was Hackl im Rücken der Katholiken angeht, kann ich nur widersprechen. Konstruktive Kritik ist immer auch das, nämlich Kritik. Wer damit nicht umgehen kann, sollte kein offenes Forum anbieten.
@ davidhume: Die Frage wann und wo ich wie viel Alkohol zu mir nehme ist wohl nicht Thema dieser Diskussion und somit einfach nur unangebracht. Ich verstehe nicht was du mit “entbehren sie meist nicht wie hier jeglicher Grundlage” meinst. Wenn du meinst, dass mir beim Klonen jegliche Grundlage fehlt, muss ich dir zum Großteil Recht geben. Doch diese Grundlage brauche ich auch nicht, um mir die Frage zu stellen, wo das Experimentieren hinführen wird. Und mehr tue ich hier ja auch nicht…
Zur konstruktiven Kritik: Willst du mich kritisieren, dann mach das mit mir persönlich aus. Willst du die Haltung der Kirche kritisieren, dann bitte ich dich um einen Umgangston, der einer konstruktiven Kritik entspricht. Denn die Frage, wie angesoffen ich war, als ich das geschrieben habe, hat erstens einmal mit der Kirche nichts zu tun und ist zweitens ziemlich destruktiv.
PS.: diametral entgegengesetzt?
Danke, ich muss mir meine Kommentare nicht durchlesen, denn ich habe sie verfasst und weiß genau was deren Inhalt ist.
@davidhume es geht hier nicht um irgendwelche verletzen Gefühle nur um eine Spielregel dieses Forums. Wir sind nicht orf.at oder ähnliches.
Wenn ihr streitet wollt, dann geht dort hin, wenn ihr diskutieren wollt, dann haltet euch an die Spielregel. Ist doch nicht so schwierig, oder?
Wie kann also ein vernunftbegabter Mensch, der im Laufe seines Studiums sicher auch mit homosexuellen Menschen Kontakt hatte, solche Aussagen vom Stapel lassen? Oder geht das nur in der Sicherheit dieser Seite?
klar, ich habe immer noch kontakt zu homosexuellen. und wenn ich einmal abwertend über sie geschrieben habe, dann zeig mir bitte wo!
Ich diskriminiere niemanden (zumindest ist es nicht meine Absicht) und will auch diabetiker nicht ins Lächerliche ziehen (einer meiner besten Freunde ist Diabetiker). Und wenn ich das getan habe, will ich mich hier entschuldigen.
Zu meinem Vergleich: Ich habe mir den letzten Life-Ball im ORF angesehen und habe immer wieder gesehen und gehört (von Gästen, Moderatoren, Veranstaltern), dass der Life-Ball eine Veranstaltung ist, die das Leben zelebriert. Schön und gut. Das könnte ich vollends unterstützen, wäre da nicht der Lebensstil gemeint, der eben gerade die meisten AIDS-Infizierten (in unseren Breiten) nach sich zieht. Wie meine ich das? Da treten vorwiegend Homosexuelle auf, die für die freie Liebe werben und sich gleich wieder mit einem “mal schauen, was heute Nacht noch so geht” aus dem Blickfeld der Kamera verabschieden.
Ich will damit sagen: Der Life-Ball ist also eine Veranstaltung, die genau diesen Lebensstil bewirbt.
Und nun zum Vergleich: Einer der schon ertrinkt, braucht kein Wasser sondern einen Rettungsring. Ergo: Ein AIDS-Erkrankter braucht kein Kondom, sondern Hilfe.
Einem AIDS-Erkrankten, der auf den Life Ball geht, und dort ermutigt wird, mit irgendjemandem die Nacht ausklingen zu lassen und mehr (diese Message ist unübersehbar, wenn man sich die Kostüme, das dazugehörige Benehmen und die Kommentare ansieht und anhört – sogar vor laufenden ORF Kameras…), ist damit wohl auch nicht geholfen. Er befindet sich also gerade in jenem Milieu, das ihm diese Krankheit erst “ermöglicht” hat (vorausgesetzt die Person hat sich über sexuellen Kontakt angesteckt).
Ergo: Er ist wie ein Zuckerkranker, der auf eine Schokoladenfondueparty eingeladen wird.
Soweit zu meinen Vergleichen. Gut, über meinen Stil kann man streiten, aber eines will ich hier bekräftigen: Ich wollte damit niemanden diskriminieren noch irgendetwas lächerlich machen. Ich wollte eben nur wieder einmal hinterfragen (FRAGE) was sonst eben keiner hinterfrägt: Ist das die Hilfe, die wir AIDS-Erkrankten geben können? Ist das der Weg, wie wir gegen die Epidemie ankommen können? Oder gibt es vielleicht einen Weg, der tiefer greift, der sich näher am originalen Plan der menscheit und der gesellschaft orientiert?
Siehe: Fragen, nicht antworten. Also auch keine sachlichen Fakten, wie auch?
Sorry.
ich schiebe den Ball zurück: “Warum kann ein vernunftbegabter Mensch nicht einfach akzeptieren, daß es auch Menschen mit einer anderen Einstellung gegenüber Sexualität gibt…”
Ja und zu Davidhumes Kommentar “Warst du besoffen…”: ich finde den Artikel auch sehr übertrieben, aber dem Autoren deswegen zu unterstellen, dass er besoffen war, ist genauso übertrieben.
In meiner Klasse wird jeder runtergemacht (jedenfalls von einer gewissen Schülerin), wenn er eine kirchliche oder konservative Einstellung hat, und hier, in vielen Internetforen genauso, und auf einer katholischen Seite das Gleiche, nur eben umgekehrt. Findet ihr das fair?
Und überhaupt: Ihr verpflichtet euch, einen sachlichen, konstruktiven, guten Umgangston zu verwenden. Also, wenn das so ist, wie ihr schreibt, dann versteht ihr darunter das Gegenteil von dem, was ich damit meine. Ihr werft euch das gegenseitig vor, aber wie ihr es selbst macht, bemerkt ihr nicht. Wie es in der Bibel steht: “Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und den Balken in deinem Auge nimmst du nicht wahr?” (Lk 6,41)
Ich kann mich nur dir anschließen. Es ist doch wirklich absurd, unschuldige Embryos zu töten, um anderen Menschen das Leben zu retten, vor allem dann, wenn man Stammzellen genauso gut aus dem Rückenmark und, noch viel einfacher und besser (allerdings gibt es das noch nicht lange) von der Nabelschnur nehmen kann.
Und In-Vitro-Fertilisation ist dann wieder ein Thema für sich.
Aber wozu muss man Embryos töten oder das Risiko eingehen, dass sie getötet oder behindert werden eingehen, wenn man aus dem Nabelschnurblut genauso gut Stammzellen entnehmen kann? Letztere Möglichkeit ist sogar die einfachste, nur muss man das eben direkt nach der Geburt machen.
Ob die Entscheidung, ein Kind trotz widriger Umstände aus moralischer Überzeugung doch zu bekommen, die richtige ist, ist in diesem Falle eben die Frage.
