
Popculture
Reality Check
aus: www.orf.at, 03.05.2007
Menschlicher Sachwalter für Schimpansen
Monatlich rund 5.000 Euro machen die Kosten für Verpflegung, Betreuung und Tierarzt aus. Zwar nimmt der Tierschutzverein Spenden ein, muss aber auch andere Tiere versorgen. Um persönlich Spendengelder einnehmen zu können, müsste "Hiasl" einen menschlichen Sachwalter haben.
"’Hiasl’ ist eine Person"
Das Problem dabei: Der Schimpanse müsste der Gattung Mensch zugerechnet werden, da ein Sachwalter nur eine Person vertreten kann.
Martin Balluch vom Verein gegen Tierfabriken: "’Hiasl’ ist eine Person, weil er die Personhaftigkeit in anderen erkennen kann, das heißt, er kann in anderen erkennen, dass sie Wesen sind, die Gefühle und Empfindungen haben." Erste Instanz lehnte ab
Das Bezirksgericht Mödling sieht das anders und hat einen Sachwalter für die Schimpansen abgelehnt. Nun haben die Tierschützer dagegen berufen, jetzt muss sich das Landesgericht Wiener Neustadt damit beschäftigen, ob "Hiasl" und "Rosi" einen Sachwalter brauchen und überhaupt Personen sind. Jane Goodall als Sachverständige beantragt
Eberhart Theuer, Rechtsvertreter von "Hiasl": "Ich erwarte mir, dass das Gericht Beweise aufnimmt, sich den ‘Hiasl’ persönlich anschaut, dass es zu einer mündlichen Verhandlung kommt und Zeugen einvernommen werden. Wir haben auch Jane Goodall als Sachverständige beantragt."
Die berühmte Schimpansenforscherin Goodall soll jetzt aussagen, was für sie ohnehin feststeht: "Schimpansen sind Menschen."
von: David Schwarzbauer
Ich kann mich nur wundern...
Da freue ich mich ja schon auf die Schimpansen E-Card, das neue Wahlrecht (dürfen Schimpansen dann auch schon/erst ab 16 wählen?) und die Integration der Afferln in den Schulen. Außerdem: Dürfen gleichgeschlechtliche Schimpansen heiraten?
Aber Spaß beiseite, was haltet ihr eigentlich von dieser Geschichte?
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