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AIDS
Vor seinem Tod schrieb er seine Geschichte an YOU!Magazin
Liebes YOU!Magazin!
Meine Geschichte beginnt im Jahre 1979, als ich von einer kleinen Stadt auf Malaysien nach Toronto übersiedelte.
Ich kam nach Kanada, um mich hier auf einer privaten Highschool weiterzubilden. Was für ein Kulturschock! Im Herbst lernte ich am College einige christliche Freunde kennen, die versuchten mir Gott nahe zu bringen, aber ich lehnte es ab. Eines Abends schloss ich mich ihnen widerwillig an. Damals hat mich Gott zum ersten Mal berührt. Gott heilte eine Lendenwirbelsäulenverletzung. Ich nahm Gott in mein Leben auf und wurde Baptist.
Kurz darauf zog ich mit meiner Freundin zusammen. Ich war verwirrt bezüglich meiner Sexualität. Ich ging nicht mehr in die Kirche und begann mein Leben der Sünde. Ich verstrickte mich sowohl in homosexuelle als auch in heterosexuelle Beziehungen. Als meine Freundin schwanger wurde, diskutierten wir über Abtreibung, aber wir entschieden uns zu heiraten und das Kind aufzuziehen. Trotz dieser segensreichen Entscheidung war mein Leben immer noch voll mit Problemen. Wir übersiedelten nach Vancouver, wo ich meine Frau wegen eines ausschließlich homosexuellen Lebensstils verließ. Ich begann, sehr viel zu trinken und Drogen zu nehmen. Die Liste meiner Sünden ist so lang, dass sie mir unendlich vorkommt.
Aber am Tag nach meinem 29. Geburtstag fühlte ich mich sehr krank. Man stellte fest, dass ich Hepatitis B hätte. Ich wurde immer kränker und so wurde ich ins St. Pauls Spital eingewiesen, wo ich erfuhr, dass ich AIDS hatte.
Als mich meine Familie und meine Freunde besuchen wollten, wies ich sie zurück und wurde immer depressiver. Mein Körper verweigerte Nahrung und Medikamente und während ich ganz hoffnungslos darauf wartete, zu sterben, war ich ganz durcheinander und meine Lebensfreude war komplett verschwunden. Ich hatte die Hoffnung aufgegeben und wollte niemanden mehr sehen. Ich wollte sterben.
Einige gaben den Versuch auf, mich zu besuchen, nur der Herr blieb hartnäckig. Eines Tages schickte er mir Cecilia, eine Pastoralhelferin. Ich brach zusammen und flehte sie an mir zu helfen, Gott zu finden. Sie betete ständig für mich und so erfuhr ich innere Heilung durch Gott.
Mein Gesundheitszustand verbesserte sich und ich bemerkte, dass Gott mein Leben gerettet hatte. Durch Cecilia und die Schwestern von Mutter Teresa erfuhr ich sehr viel über Gott. Ich ließ ihn in mein Leben ein und bereute alle meine Sünden. Gesundheitlich ging es auch bergauf und ich konnte sogar das Spital verlassen.
Acht Monate nachdem die Krankheit ausgebrochen war, wurde ich offiziell in die katholische Kirche aufgenommen. Ich konnte also endlich Jesus durch das Sakrament der Buße und die heilige Kommunion empfangen.
AIDS ist für mich zum Geschenk geworden. Ich habe Gott neu entdeckt und lernte alle meine Schmerzen und mein Leiden mir Jesus zu verbinden. Wenn ich zu Jesus aufschaue und mich an seine Kreuzigung erinnere, weiß ich, dass man nichts mit dem Schmerz vergleichen kann, den Er für mich erlitten hat.
Mein Leiden ist ein Segen gewesen und ein Mittel zur Reinigung von Leib und Seele. Das Ergebnis waren Vergebung, Freude und Heilung. Ich hoffe, durch mein Beispiel mehr Leute zu Gott zu führen und zur Umkehr zu bewegen. Ich bete ständig um Bekehrungen, besonders den Rosenkranz.
Euer Michael Tan
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