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AIDS
Die Meinungen zu Charity Aktionen zum Thema AIDS sind geteilt.
von Michael Cech
Sich als Star für Charity-Aktionen einzusetzen ist toll. Und jeder bekannte Name, der etwas auf sich hält, unterstützt irgendein Hilfsprojekt. So findet sich auch jede Menge Promis, die gegen das Problem AIDS ankämpfen möchten. Eigentlich eine gute Sache. Doch die Message solcher Initiativen bleibt oft fragwürdig. Es ist verantwortungslos jemanden zu motivieren, aus dem Flugzeug zu springen, und ihm dabei zu sagen: „Aber nimm unbedingt diesen Fallschirm. Denn dann hast du die 90-prozentige Chance, dass du lebend unten ankommst...“
Die Doppelmoral von Weltaidstagen und Life Balls...
Und der Eindruck lässt sich nicht erwähren, dass dies beim so bejubelten Life Ball passiert, der gerade im Wiener Rathaus unter großem Aufsehen stattfindet. In der Öffentlichkeit wird er als „das größte Charity-Event Europas im Kampf gegen AIDS“ betitelt. Mit einem „opulenten, offenherzigen Fest, das verschiedenste Menschen und Persönlichkeiten aus Kunst, Mode, Society, Wirtschaft und Medien vereint“ möchte er das Leben feiern. Und das Leben heißt, so wird es eben vermittelt, die „freie Liebe“ in allen Dimensionen auszuleben. Aber ist es nicht gerade jene so genannte „freie Liebe“, die die Hauptursache in der Übertragung von AIDS ist? Häufiger Partnerwechsel und ein verantwortungsloser Umgang mit Sexualität machen die noch immer nicht heilbare Krankheit zu einem großen Problem auch bei uns.
Safe Sex is not safe
Das einzige was ein Life Ball und entsprechende Organisationen zu bieten haben, ist die Verhütung. Leider spricht niemand davon, dass „safe sex“ nun mal nicht 100 Prozent „safe“ ist. Die mitwirkenden Künstler, so wird erklärt, wollen ein wichtiges Zeichen gegen Ignoranz und Vorurteile setzen, und im selben Atemzug wird ignoriert, dass das Problem AIDS in Wirklichkeit nur durch eine neue Achtung vor der Sexualität gelöst werden kann. Doch wer sich das zu behaupten traut, dem wird unterstellt, nur Vorurteile zu haben. Sex sells. Auch eben im Schein einer guten Sache.
Die gute Nachricht
Die Tatsache ist, dass AIDS ein Problem ist und dass man nicht genug Aktionen setzen kann, um über diese Krankheit aufzuklären und den Betroffenen nahen zu sein. Vor allem die Länder der Dritten Welt benötigen unsere Solidarität und echte Lösungen. Aber echte Lösungen benötigen einen inneren Umdenkprozess. Denn Kondomverteilungskampagnen haben bis jetzt nicht gewünschten Erfolg erzielt. Safe Sex reduziert die Ansteckungsgefahr, verleitet aber gleichzeitig zum Gefühl einer Sicherheit, die eben nicht 100% gegeben ist. Und das fördert global einen Lebensstil, der die AIDS-Raten nicht sinken lässt. Die gute Nachricht ist aber, dass Treue und Enthaltsamkeit sehr wohl eine lebbare Möglichkeit sind. Und immerhin ist einer, der so lebt, heute schon außergewöhnlicher und daher interessanter als ein als „Schneeflittchen“ verkleideter Alfons Haider...
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Aber ich denk mal, wenn man sich dem Glauben verschrieben hat, dann muss man halt auch in der Lage sein, diesen Glauben zu verteidigen.
Viele Menschen übersehen dabei, was die Kirche an Gutem geleistet hat. Es gibt viele Projekte und Hilfsorganisationen, die ohne die Kirche nie bestehen würden. Das war schon seit eh und je so.
Was der Glaube bewirkt, verändern kann und wie wichtig er ist, davon möchte ich jetzt gar nicht reden, denn für viele Menschen zählt das ja nichts. Den Wert davon sollte man aber nicht unterschätzen, für mich ist das jedenfalls eines der wichtigsten Angelegenheiten im Leben. Aber das können nichtgläubige Menschen wohl nicht nachvollziehen.
Dem obigen Artikel stimme ich voll zu, ich finde auch, dass der LifeBall mehr zur Publicity der Stars dient als zur AIDS-Bekämpfung und ein solcher Umgang mit dem Thema absolut verantwortungslos ist.
Wenn in Entwicklungsländern Kondome zur Verringerung der Ansteckungsrate ausgeteilt werden finde ich in Ordnung, als alleinige Maßnahme ist es allerdings sehr oberflächlich. Man sollte wenigstens ausdrücklich darauf hinweisen, dass Kondome (besonders falsch angewendet) keinen 100%igen Schutz bieten und sicher nicht die einzige und beste Lösung sind.
In Gesellschaften wie unserer finde ich es aber eigentlich unsinnig, noch mehr für Kondomgebrauch gegen AIDS zu tun. Was ein Kondom ist und was AIDS ist sollten hier schon alle wissen und ein verantwortungsvoller Umgang mit Sexualität ist bei uns viel nötiger. Ein Kondom als das Allheilmittel zu verkünden ist einfach Unsinn.
Ja? Sag das mal den Jugendlichen die heutzutage ohne Kondome häufig wechselnde Geschlechtspartner haben. Und ja, natürlich wäre die Welt ein besserer Ort, wenn alle so wie ihr enthaltsam leben würden und sowas wie Untreue nicht existieren würde. Das ist allerdings illusorisch, und solang es sowas nicht gibt, ist die beste Möglichkeit gegen Unmengen von Neuinfektionen anzukämpfen noch immer das Kondom. Egal ob in Afrika oder in Europa.
Mit Kondomen alleine wird aber nur die Krankheit AIDS bekämpft, und nicht die grundlegenden Probleme in Entwicklungsländern. Sinnvoller wäre es zum Beispiel, Programme zu entwickeln, die Frauen eine andere Chance geben, als Prostituierte werden. Oder überhaupt mehr Bildung und Aufklärung und Entwicklungszusammenarbeit.
Für all die anderen, die nicht an Gott, die Bibel oder eine christliche Kirche glauben, sind die Argumente absolut sinnlos.
Ja und gerade für Menschen die sich ein wenig mit Kirchen- und Religionsgeschichte auseinander gesetzt haben, ist die Haltung der Kirche gegenüber sexueller Handlungen völlig unverständlich.
Was wäre also die Lösung? Aufklärung ohne christliche Argumentation.
Es ist aber auch so: Wenn man es erst gar nicht versucht zu verstehen, kann man es auch nicht verstehen. Man muss kein gläubiger Mensch sein, um sich zu überlegen, warum der Papst das sagt. Andererseits gibt es auch gläubige Menschen, die da eine andere Meinung als die Kirche haben. (und so ganz deckt sich meine auch nicht immer damit…obwohl meistens schon)
Am sinnvollsten ist wahrscheinlich beides. Was AIDS in Afrika betrifft, finde ich, wäre es aber genauso wichtig, Projekte gegen Prostitution und soziale Probleme zu starten.
Frühere Studien in Entwicklungsländern hatten zu ähnlichen Ergebnissen geführt, http://science.orf.at/science/news/148980
Im Gegensatz dazu, gibt es zahlreiche Studien, die die Senkung des Infektionsrisikos mit Kondomen belegen (unter anderem in Ehen mit jeweils nur einem infizierten)
Und jetzt frage ich dich warum? Weil keiner abstinent lebt heutzutage. Außer ein paar wenigen Christen, die wirklich bis zur Ehe warten. Und ich bin einer davon. Und weißt du was? Ich habe mich bis heute SICHER NICHT angesteckt. Und jetzt sag mir, dass das keinen Einfluss auf MEIN Ansteckungsrisiko hat…
Aber gut, das ist eine andere Geschichte.
2. Das Problem mit dem Scheinen in Statistiken ist einleuchtend.
3. Ich zitiere: ”...dass Jugendliche, die zur Enthaltsamkeit ermutigt wurden, mehr Sex hätten, sich eher Geschlechtskrankheiten zuzögen und häufiger ungewollt schwanger würden”. Das heißt aber eben nicht, dass Enthaltsamkeit diese Punkte nicht erfüllt, sondern, dass die Menschen, die dazu ermutigt werden, diese Punkte nicht erfüllen. Leider, denn die Sache ist doch klar: habe ich keinen Sex, stecke ich mich nicht an (zumindest nicht durch sexuellen Kontakt) und werde auch nicht ungewollt schwanger. Also ist höchstens die Art der Ermutigung zu hinterfragen, womit wir uns von der Inhaltebene auf die Formebene bewegt haben,also ein völlig anderes Kapitel aufschlagen.
Dass du nicht enthaltsam lebst, musst du mit deinem Beichtvater und deiner zukünftigen Frau (so es eine geben wird) ausmachen, nicht mit mir. Ich bin hingegen froh, das du gesund bist und wünsche dir auch dass das so bleibt.
@ davidhume: ich habe nie gewollt, den realen Nutzen der Enthaltsamkeit auf die Minderung des INfektionsrisikos zu reduzieren. Wenn das so verstanden wurde, dann tut es mit leid. Mir geht es hier – wie übrigens auch der Kirche – dem Ausverkauf der Sexualität entgegenzuwirken und das Wertvollste, das ein Mensch einem anderen geben kann, wieder aufzuwerten. Die Kirche macht nichts anderes. Aber das kann man leider nur verstehen, wenn man versteht, wie sehr Gott den Menschen liebt und wie genial sein Plan für denselben ist. Ohne dieses Wissen macht es natürlich keinen Sinn, das ist klar.
Und noch was: “ein verbohrtes Dogma” ist deswegen nicht treffend formuliert, weil es eben kein Dogma ist. Schon gar kein verbohrtes, wie oben versucht wurde zu erklären.
Dann mach dich einmal auf die Suche nach dem Sinn, so wie es deine Vorbilder Hume und Locke wohl auch gemacht haben…
@riddler: ich gebe dir recht: für jene, die sex haben, weil sie ja ihren natürlichen bedürfnissen nachgehen müssen (um sie nicht unterdrücken zu müssen…heißt das nicht, dass du nicht herr deiner triebe bist?) sind kondome der einzige schutz.
aber vielleicht solltest du eben genau den punkt hinterfragen, warum der mensch heutzutage nicht herr über seine triebe ist, sondern sich dem tier gleich durch so manche betten der welt schläft.
Genau das habe ich gesagt: dein Liebesleben musst du nicht mit mir ausmachen, oder habe ich was anderes gesagt. Ach ja mit deiner FRAU nicht mit deiner Freundin, denn wer weiß ob sie auch tatsächlich dein Frau wird.
So wie auch die Wissenschaft noch immer im Dunkeln darüber tappt, wie jetzt der Warp-Antrieb bei Star Trek wirklich funktionierte ;)
Spaß beiseite, in der Tat wäre es streng genommen absolut unwichtig für mich, den “background” über meine Freundin zu kennen, Hauptsache ich liebe sie.
Allerdings hinkt dein Vergleich, denn meine Freundin existiert wirklich, und nicht nur dann, wenn ich an sie “glaube”.
Aber was ist dann mit der Gotteserfahrung, die ich gemacht habe (und die habe ich gemacht und ich mache sie fast täglich)? Gilt die hier nicht?
Außerdem Gott existiert, auch wenn du nicht an ihn glaubst. Klar kannst du mich hier nach einem Beweis fragen, den ich dir nicht bieten kann. Aber wie schon gesagt: es ist eben keine Wissenschaft…
Stell dir mal vor, da gibt es einen Mann, der an einer Kirche vorbeikommt und sich wundert, warum denn in so einer schönen Kirche so hässliche Fenster angebracht worden sind. Ein anderer, der gerade aus der Kirche kommt, sieht die Verwunderung im Gesicht des Passanten und fragt ihn, worüber er sich denn den Kopf zerbreche. Nachdem sich der Passant über die Hässlichkeit der Fenster empört hatte, erklärte ihm der andere: “Das ist Glasmalerei.” “Aber ich sehe nur Grau in Grau. Was hat das mit Malerei zu tun?” fragte der Passant fast erzürnt. “Um die Fenster in ihrer ganzen Strahlkraft leuchten zu sehen, musst du schon in die Kirche hineingehen. Dort erst, wenn die Sonne von außen durch das Fenster scheint, wirst du die Bilder erkennen können und sie werden dir gefallen.”
Ich weiß, das ist wieder einmal ein Vergleich, beziehungsweise eine Parabel. Du wirst, wie auch schon irgendwo angemerkt, diese Dinge (christliche Ehe, Enthaltsamkeit etc.) nicht verstehen können, wenn du sie dir nicht von innen ansiehst. Für alle, die draußen stehen bleiben, sind sie grau und anstoßerregend – klar. Wie sollte es auch anders sein. Also wenn du wirklich verstehen willst, dann musst du auch wirklich suchen. Und nicht äußerst unphilosophisch davon ausgehen, dass du schon alles weißt. (“Ich weiß, dass ich nichts weiß…” Übrigens davidhume: ein nichtchristliches Zitat…)
wenn jeder nach den christlichen moral leben würde, könnte sich AIDS gar nicht ausbreiten… aber wir christen haben ja keine ahnung davon…
Bei dem Satz habe ich lachen müssen. Als ob du, Riddler oder davidhume schwanger werden könnten!!! :D
P.S.: Ist nicht böse gemeint, aber ich fand das halt witzig. Und ich weiß schon, dass du es allgemein gemeint hast.
Aber besonders in den ärmeren Gebieten der Welt, wo sich noch immer jede Menge Menschen ihren Lebensunterhalt über Prostitution verdienen müssen, ist die Haltung der Kirche zu Kondomen oftmals ein Todesurteil.
Wenn die Kirche sich in gesundheitliche Belange, aufgrund eines völlig verbohrten Dogmas, einmischt, dann ist das einfach nur falsch.
Das Ganze dann auch noch dahingehend zu verkaufen, dass die eine Möglichkeit, die wenigstens eine gewisse Sicherheit bieten würde, absolut falsch ist, ist dann nur noch verantwortungslos.
Außerdem: mit deinen Aussagen beweist du leider, dass du keine Ahnung von der katholischen Kirche hast. Vielleicht schaust du einmal nach, was ein Dogma ist… Si tacuisses, philosophus manisses… Ich weiß, es ist halt viel einfacher mit der Masse gegen die Kirche zu wettern, ist aber nicht gerade sehr philosophisch von dir, leider!
Drittens: Verkaufen tut die Kirche gar nichts.
Und das nächste mal bitte ich um einen Ton, der einem gebildeten Österreicher (soweit du einer bist) entspricht. (Damit beziehe ich mich auf die Anschuldigungen, ob ich denn besoffen gewesen wäre, als ich den Artikel geschrieben habe). Schließlich versprichst du das, wenn du dein Posting abschickst…
Deine Kritik an meinem Verständnis des Dogma-Begriffs kann ich leider nicht nachvollziehen. Gratulation zur Verwendung eines Zitats, allerdings wäre es interessant zu wissen ob du auch philosophische Strömungen zitieren kannst, die nicht christlich begründet sind.
Was meine Bildung angeht, nun ja, wer braucht schon Bildung, wenn es auch sowas wie Überzeugung gibt. Oder?
Hallo Leute, wir leben hier in einer Demokratie und sollten daher auch Grundrechte wie Religions- und Meinungsfreiheit einhalten. Wenn einige gewisse Leute (ihr wisst genau, wer gemeint ist) die Meinungen von manchen Leuten nicht akzeptieren wollen, sollten sie wenigstens diese tolerieren und nicht heruntermachen.
Und wer weiß, vielleicht eröffnen sich derjenigen Person dann ja auch mal neue Perspektiven.
Ich nehme dich ernst und finde es eigentlich sehr interessant mit dir zu diskutieren, da du einige schlagkräftige Argumente hast und diese auch nicht völlig aus der Luft holst. Aber wenn du und davidyou und einige andere sich ständig und streiten, werde ich euch alle bald nicht mehr für voll nehmen.
